BLOW (B.O.F)
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Stories aus der Drogenszene sind für die Regisseure und Schauspieler sowie das Publikum ein faszinierender Stoff. Nach Traffic, Jesus' Son oder Trainspotting taucht Blow ein in diese Welt des "schönen Scheins". Dem Drehbuch liegt der Roman Blow: How A Smalltown Boy Made $ 100 Million Dollar With The Medillin Cocaine Cartel And Lost It All zugrunde. Darin erzählt Autor Bruce Porter eine wahre Geschichte. George Jung hat für den Drogenkönig Pablo Escobar gearbeitet und war während der 70er-Jahre allein verantwortlich für den Kokain-Import in die USA. Geschildert wird der Aufstieg und Fall eines Mannes in einer Zeit, als Marihuana bei den Schönen und Reichen von Kokain als Modedroge abgelöst wurde. Das zweistündige Drama, welches bei den US-Kritikern ein zwiespältiges Echo hervorrief -- The New York Times vergab das Urteil "mitreißend", während The Village Voice sich nur zu einem "mittelmäßig" bewegen ließ -- wird primär von Musik jener Zeit untermalt, in der es spielt: Dem Sound der 70er-Jahre. Konkret sind es Songs wie "Glad And Sorry" (The Faces), "Strange Brew" (Cream), "Black Betty" (Ram Jam), "Blinded By The Light" (Manfred Mann's Earthband), "That Smell" (Lynyrd Skynyrd) oder "All The Tired Horses" (Bob Dylan). Warum von The Rolling Stones "Can't Hear You Knocking" und nicht das textlich wesentlich besser passende "Angie" (1973) ausgewählt worden ist, bleibt allerdings ebenso rätselhaft wie die Tatsache, dass solche für den "Drogen-Sound" relevanten Künstler wie Pink Floyd, Jimi Hendrix, Vanilla Fudge, Iron Butterfly & Co. auf dem 55-minütigen Sampler fehlen. Stattdessen gibt es Nippon-Easy-Listening der unbekannten J Girls von 1995 und das beste Stück aus der CD Everybody Got Their Something (2001) der (Folk-)Sängerin Nikka Costa, deren Vater Don Costa übrigens Frank Sinatra und Paul Anka produziert hat. Die Hauptrolle in dieser Mischung aus Tod eines Handlungsreisenden und Scarface verkörpert Johnny Depp (Edward Scissorhands). Die Materie des Films von Ted Demme (Lebenslänglich/Life) dürfte dem erfolgreichen Darsteller nicht fremd gewesen sein. Auf den Treppen des ihm gehörenden Nachtclubs Viper Room in Los Angeles ist nämlich 1993 der 23-jährige Schauspieler River Phoenix (Indiana Jones and the Last Crusade) an einer Überdosis Drogen gestorben! --Thomas Hammerl
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BLOW (B.O.F)
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