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Autoreifen Kaufberater

Autoreifen - Damit du sicher an dein Ziel kommst

Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs ist oftmals mindestens ein Satz Reifen mit dabei. Doch was tun, wenn diese abgefahren sind bzw. andere Reifen in Form von Sommer- oder Winterreifen her müssen? Damit du beim Reifenkauf nicht verzweifelst, haben wir dir diese informative Autoreifen Kaufberatung zusammengestellt. Der richtige Reifen auf deinem PKW kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Der Verkehrstod zählt zu den TOP 10 Todesursachen in Deutschland. Zwar sinkt die Zahl der Unfalltoten von Jahr zu Jahr, dennoch geht es oftmals gefährlich auf den Straßen zu. Umso wichtiger ist es auf eine gute Bereifung zu achten.

Wann muss ich meine Autoreifen wechseln?

Profiltiefe eines AutoreifensEin regelmäßiger Blick auf die Profiltiefe und den allgemeinen Zustand deiner Reifen kann nicht schaden. So kannst du unregelmäßige Abnutzungen oder andere Auffälligkeiten zeitnah bemerken und mit deinem Reifenhändler besprechen. In den folgenden Fällen kommt ein Reifenwechsel in Betracht:

  • Wenn der Reifen Luft verliert: Ist dies der Fall ist der Reifen sehr wahrscheinlich beschädigt. Eventuell kann er noch einmal mit einem Reifenreparaturset geflickt werden. Dafür muss er jedoch zunächst durch einen Fachmann von der Felge montiert und überprüft werden.

  • Wenn der Reifen verschlissen ist: Hat der Reifen den gesetzlichen Grenzwert von 1,6 mm erreicht, wird es Zeit für eine neue Bereifung. Achtung! Die Mindestprofiltiefe für Winterreifen liegt je nach Land bei bis zu 4 mm.

  • Wenn der Reifen porös wird: Auch ein Reifen, der wenig bis gar nicht gefahren wird, altert und wird irgendwann porös. Damit deine Reifen nicht an Altersschwäche leiden müssen, solltest du auf die DOT-Nr. achten. Diese gibt an, wann der Reifen produziert wurde. Dabei stehen die ersten beiden Ziffern für die Kalenderwoche und die letzten beiden für das Jahr. Die Lebensdauer deines Reifens wird durch einige Faktoren beeinflusst. Dazu zählen: Temperaturen, Lagerbedingungen, Geschwindigkeit, Luftdruck und deine Fahrweise.

  • Wenn der Reifen beschädigt ist: Ein Nagel oder eine Scherbe hat sich in deinen Reifen gebohrt? Dann wird es Zeit für einen Werkstattbesuch. Aber auch eine scharfe Kante oder ein Schlagloch kann dem Reifen zusetzen.

  • Wenn sich der Reifen ungleichmäßig abnutzt: In diesem Fall handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein technisches Problem. Z.B. eine falsch eingestellte Achsgeometrie. Aber auch ein unzureichender Reifendruck ist denkbar.

Was muss ich beim Kauf eines Autoreifens alles beachten?

Bevor es an den Reifenkauf geht, gilt es noch einige Dinge zu beachten:

  • Reifenart: Bevor es an die Auswahl der Reifen geht, solltest du dir zunächst darüber im Klaren werden, welche Art von Reifen du benötigst. Sollen es Sommerreifen, Winterreifen oder Ganzjahresreifen bzw. Allwetterreifen sein?

  • Reifengröße: Für jedes Fahrzeug gibt es eine empfohlene Reifengröße, diese besteht aus Reifenbreite, dem Höhen- und Breitenverhältnis, der Bauart, dem Felgenmaß sowie dem Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex. Früher waren im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil II) alle möglichen Reifengrößen für das jeweilige Fahrzeug vermerkt. Mittlerweile lassen sich im Internet oder bei dem Fahrzeughersteller selbst Auflistungen über die empfohlene Bereifung finden. Hilfreich kann ebenfalls ein Blick auf die bisherige Bereifung sein. Bei der Reifengröße kommt es auch auf die Art des Autos an. Ein Kleinwagen braucht selbstverständlich eine andere Größe als ein SUV.

  • Querschnittsverhältnis: Damit wird das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite ausgedrückt.

  • Felgengröße: Wird auch als Reifendurchmesser bezeichnet und gibt an, in welcher Größe du deine Felgen kaufen musst.

  • Preis: Der Preis hängt zum Einen von der Reifengröße und zum Anderen von dem Hersteller ab. Zudem gibt es Reifen aus vorherigen Saisons günstiger zu erwerben. Wie alt der Reifen ist, kannst du übrigens anhand der DOT-Nr. erkennen.

  • Hersteller: Nicht immer muss es die teuerste Reifenmarke für deinen PKW sein. No-Name Marken hingegen, die sich auf dem Markt noch nicht etablieren konnten, können nicht auf Erfahrungswerte ihrer Kunden zurückgreifen und werden auch oftmals nicht in Autoreifen Tests berücksichtigt. Bekannte Hersteller von Autoreifen sind Continental, Michelin, Pirelli, Dunlop, Goodyear, Hankook, Falken, Fulda, Nixen, Kleber und Nokian.

So wählst du den richtigen Autoreifen aus

Damit du bei deiner Wahl der Autoreifen über die Kennzeichnung Bescheid weißt, haben wir hier ein Beispiel für dich:

Beispiel für die Kennzeichnung eines Autoreifens

Wie finde ich die richtigen Angaben für den Reifenkauf heraus?

Die langen Codes auf der Flanke deiner Reifen wirken auf den ersten Blick kryptisch. Neben den bereits angesprochenen Parametern Reifengröße und Querschnittsverhältnis gilt es noch weitere Faktoren beim Reifenkauf zu beachten.

  • R steht für Radial und bezeichnet die Bauart.

  • Die dahinter befindliche Zahl gibt den Reifendurchmesser an. In dieser Größe müssen dann auch die Felgen für dein Fahrzeug gekauft werden, falls nicht schon vorhanden.

  • Auch der Last- und Geschwindigkeitsindex werden angegeben und sollten nicht außer Acht gelassen werden. Die maximale Last beträgt 1600 kg und die Höchstgeschwindigkeit 300 km/h. Wie eingangs schon erwähnt, kannst du diese Werte im Fahrzeugschein oder beim Reifenhändler selbst herausfinden.

Der Autoreifen Luftdruck muss regelmäßig überprüft werden

Montage eines AutoreifensDamit du deine neuen Reifen lange fahren kannst und diese sich gleichmäßig abnutzen, ist eine regelmäßige Überprüfung des Reifendrucks unabdingbar. Zu wenig Luft im Reifen ist ebenso gefährlich wie zu viel. Bei einem zu geringen Reifendruck verlängert sich der Bremsweg und es kommt zu schlechteren Bremseigenschaften bei Aquaplaning. Durch fehlende Luft im Reifen ist eine Erwärmung und Verformung möglich. Ebenfalls tritt eine Auswirkung auf den Benzinverbrauch ein. Durch den erhöhten Rollwiderstand steigen die Spritkosten. Zu viel Luftdruck führt hingegen zu schnellerem Verschleiß und weniger Bodenhaftung.

Den richtigen Reifendruck gibt dein Fahrzeughersteller vor. Angaben dazu findest du an der B-Säule oder dem Tankdeckel. Falls du dort keine Informationen findest, schau doch einfach in der Bedienungsanleitung nach. Verfügt dein Auto über ein Reifendruck-Kontrollsystem wirst du bei kritischem Luftdruck gewarnt. Autos mit diesem System sind jedoch teurer in der Anschaffung.

Wichtig: Der Reifendruck sollte immer am kalten Reifen gemessen werden. Verliert dein Reifen innerhalb kürzester Zeit viel Luft und muss immer wieder aufgepumpt werden, könnte dies an einem kaputten Reifenventil liegen. Diese werde im Übrigen bei jedem Reifenwechsel vorsorglich ausgetauscht - das ist vom Hersteller vorgeschrieben.

Autoreifen Tests - Darauf kannst du dich verlassen

Ebenfalls ein guter Tipp sind die Testsieger der ADAC Reifentests. Jedes Jahr werden 1-2 Reifengrößen von namhaften Reifenherstellern unter verschiedensten Fahrbahnbedingungen getestet. Auch Eigenschaften wie Verschleiß und Rollwiderstand, welche sich auf dem Reifenlabel wiederfinden lassen, werden auf deren Stimmigkeit geprüft.

Autoreifen FAQ

Autoreifen ohne FelgeFalls du noch offene Fragen zum Thema Autoreifen hast, hier haben wir die wichtigsten Fragen geklärt.

Wo kann ich Autoreifen kaufen?

Du hast die Wahl, ob du deine Reifen beim Reifenhändler oder lieber online kaufen möchtest. Online hast du mehr Möglichkeiten Preise zu vergleichen und somit das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern.

Wie geht es nach dem Kauf weiter?

Wenn du die Pneus neu kaufst und diese noch nicht auf der Felge sitzen, muss das Aufziehen in einem Fachbetrieb geschehen. Denn diese Arbeit kann nur mithilfe einer Maschine ausgeführt und die Reifen müssen ausgewuchtet werden. Wenn du die Reifen bereits beim Händler deines Vertrauens gekauft hast, ist dies jedoch sowieso hinfällig. Danach werden sie an deinem Fahrzeug montiert. Dazu müssen jedoch zunächst die alten Reifen runter. Diese werden dir auf Wunsch in den Kofferraum gelegt oder eingelagert. 

Wie Autoreifen lagern?

Vor der Einlagerung deiner Reifen im Frühjahr oder Herbst empfiehlt sich zunächst den Luftdruck um 0,5 bar über dem Normalwert zu erhöhen. Eventuelle Fremdkörper, welche sich in den Rillen befinden, sollten entfernt und die Reifen ausgiebig gereinigt werden. Der Kontakt mit Öl, Fett oder Lösungsmittel ist zu vermeiden. Der Lagerort ist im Idealfall dunkel, trocken und kühl. Werden die Reifen als Kompletträder eingelagert, können sie im Liegen oder an der Wand hängend verweilen. Ohne Felgen ist der Reifen jedoch stehend zu lagern. Wenn dir der Platz für die Einlagerung in der heimischen Garage oder dem Gartenhaus fehlt, kannst du die Pneus auch gegen eine Gebühr bei deinem Reifenhändler einlagern lassen.