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HTC Vive

HTC Vive VR

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Update: HTC Vive Pro - Die neue Vive ist nur eine kleine Verbesserung

HTC Vive Pro von vorneHTC veröffentlichte im Mai 2018 eine verbesserte Version der Vive, die vor allem einige Lücken zum Konkurrenten Oculus Rift behob.

Die konkreten Verbesserungen im Detail:

  • Integrierte Kopfhörer
  • Höhere Auflösung (2.880 x 1.600 Pixel bzw. 1.440 x 1.600 Pixel pro Auge)
  • Verbesserte Ergonomie
  • Stereo-Kamera (für potenzielle Augmented Realtiy-Anwendungen)
  • Stereo-Mikrofon

Allerdings ist es nur ein kleiner Schritt, der ebenfalls ein paar Nachteile mit sich bringt.
So fällt der 3,5mm Klinkenstecker am Headset weg. Das Verbindungskabel besteht nicht mehr aus austauschbaren Komponenten wie HDMI oder USB, sondern ist ein eigens entwickeltes Kabel - bei Defekt musst du Ersatz also zwangsläufig bei HTC kaufen und bist generell weniger flexibel, wenn du z.B. eine längere Verbindung benötigst oder die Vive an unterschiedlichen Orten anschließen möchtest. Außerdem lässt sich die Vive Pro nur noch mit einem DisplayPort-Kabel an den PC bzw. die Grafikkarte anschließen - HDMI fällt als Option weg, weshalb die neue Verteilerbox auch keinen Anschluss mehr dafür hat.

Die Hohe Auflösung hat einen ungerechtfertigten Preis

Durch die höhere Auflösung ist noch mehr mehr Leistung notwendig. Ein Upgrade der Grafikkarte wird quasi zur Pflicht, wenn du nicht schon im Vorfeld ein Highend-Modell erworben hast. Der wahrscheinlich kritischste Punkt ist der unzureichende Lieferumfang. HTC verkauft die Vive Pro zu einem UVP Preis 879€. Auf den ersten Blick gar nicht mal so teuer, wenn man den Startpreis der normalen Vive von knapp 960€ aus 2016 als Vergleich nimmt.
Das große Aber: Bei der Vive Pro sind KEINE Controller und Tracking-Sensoren (Basisstationen) mit dabei. Diese müssen separat erworben werden, was die Gesamtsumme auf 1.178€ ansteigen lässt. HTC bewirbt die Vive Pro wahrscheinlich auch deshalb als Upgrade für hartgesottene VR-Anwender und B2B-Kunden.

Aus diesen Gründen ist die HTC Vive Pro nur für VR-Fans und Geschäftskunden (B2B) zu empfehlen, die einen sehr leistungsfähigen Gaming PC bzw. Gaming Laptop besitzen und sich an dem sichtbaren Pixelraster des Vorgängers stören. Andernfalls lohnt sich der Umstieg, vor allem unter Anbetracht des schon fast frechen Lieferumfangs, nur für absolute VR-Enthusiasten, die unbedingt schärfer sehen wollen.

Zu diesem Fazit kommen auch die VR Nerds in diesem Video:

HTC Vive - Der virtuelle Traumraum

HTC Vive mit Controllern Grafik von vorneDas VR Headset von HTC, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Spielehersteller und Steam-Plattform-Betreiber Valve entstand, gleicht rein technisch stark der Oculus Rift. Jeweils 1080 x 1200 Pixel pro Auge, je nach Kopfform und Einstellung um die 100° Sichtfeld (fov) und ein Tracking-System für räumliche Wahrnehmung von Headset und Controllern.

Millimetergenaue Erfassung im Raum

Doch vor allem im letzten Punkt liegt das große Alleinstellungsmerkmal. Während man bei der Oculus Rift nur ein oder zwei kleine Webcams (zwei für die Touch Controller) auf dem Schreibtisch platziert, montiert man bei der HTC Vive zwei kleine Sendestationen (Base stations) in zwei gegenüberliegende Ecken des Raumes. Mit der Steam VR-Software, die auf bei Steam herunterladen kannst, wird ein kurzes Setup mit einer Raumvermessung und Synchronisation ausgeführt. Dann kann es schon losgehen..

Die Technik dahinter: Die Basisstationen senden hochfrequente Lichtsignale durch den Raum, welche durch Empfangspunkte auf dem Headset und den zwei dabei liegenden Controllern registriert werden. Aufgrund dessen “weiß” das HTC Vive-System jederzeit um seine Position und ermöglicht so eine raumfüllende Erfahrung mit einer sehr hohen Präzision.

Die HTC Vive bietet atemberaubende Welten - Etwas Platz vorausgesetzt

Junge Frau mit HTC Vive in hellem RaumDu kannst dich mit einer Vive frei in einem zuvor definierten Feld bewegen. Dieses muss mindestens 1,5m² groß sein und lässt sich offiziell auf bis zu 5 m² ausweiten. Mehr Fläche ist in der Theorie möglich, HTC garantiert aber kein hundertprozentig genaues Tracking mehr.. Neuere Basisstationen sollen dieses Problem aber in Zukunft beheben.
Das System und eine eingebaute Kamera im Headset warnen dich, falls eine Wand oder ein Hindernis auftauchen sollte. Die Maßstäbe stimmen dann mit der dargestellten Spielwelt überein. Controller und Kopfbewegungen werden 1:1 übertragen.

HTC und Valve tauften die Technik “Room-Scale VR” und verschafften ihr mit Steam VR direkt eine eigene Rubrik auf dem beliebten Spielemartplatz. Sie bietet eine Vielzahl an innovativen Möglichkeiten - von Zeichen Anwendungen im Raum, über eine virtuelle Besteigung des Mount Everests, bis hin zu vollwertigen Spielen mit einem echten Raumgefühl. Für die Spiele gilt eine einzige Voraussetzung: Sie müssen zumindest zum Teil an Room-Scale VR angepasst sein.

Immer mehr raumfüllende Spiele und Programme

HTC Vive Controller und TackerIn der Praxis kannst du dreidimensionale Skulpturen zeichnen, bei Google Maps in der HTC Vive über die ganze Welt fliegen bzw. berühmte Orte besuchen, mit oder gegen menschliche Mitspieler ein paar lockere Runden Sportspiele spielen und dabei mit diesen interaktiv kommunizieren. Der räumliche Eindruck ist unglaublich überzeugend. Vor allem, wenn du herumlaufen musst und mit Objekten direkt interagierst.

Auffällig dabei: Die HTC Vive hat für sich genommen keine Exklusivtitel wie die Oculus Rift, die in einem separaten Store angeboten werden. Durch die Zusammenarbeit mit Valve und deren Spieleplattform Steam bleibt das System offen. Lediglich die Steuerungsmöglichkeiten mit Room-Scale VR machen den Unterschied. Mit den Touch-Controllern von der Rift ist dies zumindest in Teilen machbar. Denn die Oculus Rift bietet zwar mit den Oculus Touch-Controllern auch ein raumfüllendes Spielerlebnis, ist jedoch durch das Tracking System mit zwei Webcams und das kürzere Kabel zum Headset auf eine schmalere Spielfläche fixiert. Doch keine Sorge: Spiele, die nicht ausschließlich auf das Romm-Scale VR-Konzept setzen, lassen sich trotzdem mit einem klassischen Gamepad bedienen. Entweder als separate und angepasste Version oder mit einer Steuerungsoption im Menü - sowohl mit der Vive, als auch mit einem anderen VR-Headset.

Was dich mit der HTC Vive Brille erwartet, kannst du in diesem Trailer sehen: