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Winterreifen

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Anna Lena
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Winterreifen auf einen Blick - Das musst du wissen!

4 Winterreifen auf verschneiter StraßeKaum hat man im Sommer die Sommerreifen auf die Alufelgen gezogen, schon wird das Wetter wieder schlechter. Die Zeit ist erneut reif, um auf Winterreifen umzurüsten - Es sei denn du fährst mit praktischen Ganzjahresreifen. Ein gutes Paar Winterreifen ist nicht nur aus Sicherheitsgründen sinnvoll, in Deutschland gilt bei schlechter Witterung (Schnee und Eis) eine Winterreifenpflicht.

  • Eindeutige Kennzeichnung: Seit 2010 wird ein Winterreifen durch das M+S (Matsch und Schnee) Symbol auf dem Reifen gekennzeichnet. Dadurch kannst du schnell und einfach erkennen, ob der Reifen für die kalte Jahreszeit geeignet ist. Ab 2018 produzierte Winterreifen werden nur noch mit dem Alpinsymbol gekennzeichnet. Dies ist ein dreigezacktes Piktogramm aus Bergen und Schneeflocke auf der Seitenwand des Reifens.

  • Von O(ktober) bis O(stern): Ab Temperaturen von unter 7 Grad Celsius werden Winterreifen empfohlen. Da gegen Jahresende die Temperaturen plötzlich stark sinken können, solltest du bereits im Oktober an die Winterreifen denken. Eine Winterreifenpflicht gibt es übrigens in vielen europäischen Ländern, teilweise auch mit klar definierten Datum. Vor einer Reise solltest du dich daher vorab über die Gesetzeslage informieren.

  • Profiltiefe: Besonders bei Winterreifen ist ein ausreichend tiefes Profil wichtig, um auf nasser und rutschiger Fahrbahn sicher zu fahren. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, der ADAC empfiehlt jedoch 4 Millimeter.

Winterreifen Bestenliste 2019

Günstig durch den Winter
Kristall Montero 3 ( 165/70 R14 81T ) 1
FULDA - Kristall Montero 3 ( 165/70 R14 81T )
36,10 €
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Perfekt bei Nässe
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MICHELIN - Alpin A4 ( 175/65 R14 82T )
60,10 €
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Der Top-Seller
WinterContact TS 860 ( 205/55 R16 91H ) 3
CONTINENTAL - WinterContact TS 860 ( 205/55 R16 91H )
77,70 €
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Extra hohe Bodenhaftung
Winterhawk 3 ( 195/65 R15 91T ) 4
FIRESTONE - Winterhawk 3 ( 195/65 R15 91T )
43,40 €
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Für Kleinwagen empfohlen
Winter Response 2 ( 195/65 R15 91T ) 5
DUNLOP - Winter Response 2 ( 195/65 R15 91T )
53,00 €
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Vorteile:
  • sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
  • reduzierter Kraftstoffverbrauch
Vorteile:
  • perfekt im Nassbremsen
  • guter allgemeiner Grip
Vorteile:
  • großartige Bremsleistung auf fast allen Untergründen
  • hoher Grip
Vorteile:
  • hohe Rutschfestigkeit in Kurven
  • reduzierter Kraftstoffverbrauch
Vorteile:
  • guter Grip
  • besonders gut für Klein- und Mittelklassefahrzeuge
  • sehr hohe Bodenhaftung
Nachteile:
  • etwas schwächere Haftung bei Nässe
Nachteile:
  • etwas weniger effektiv auf vereister Fahrbahn
Nachteile:
  • weniger effektiv auf vereister Fahrbahn
Nachteile:
  • etwas schwächere Haftung bei Nässe
Nachteile:
  • mäßige Seitenführung auf trockener Fahrbahn
Hersteller: Fulda
Hersteller: Michelin
Hersteller: Continental
Hersteller: Firestone
Hersteller: Dunlop
Zollgröße: 14 Zoll
Zollgröße: 14 Zoll
Zollgröße: 16 Zoll
Zollgröße: 14-17 Zoll
Zollgröße: 15 Zoll
Reifengröße: 165/70
Reifengröße: 175/65
Reifengröße: 205/55
Reifengröße: 195/65
Reifengröße: 195/65
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Kraftstoffeffizienzklasse: E
Kraftstoffeffizienzklasse: F
Kraftstoffeffizienzklasse: C
Kraftstoffeffizienzklasse: E
Kraftstoffeffizienzklasse: C
Nasshaftungsklasse: C
Nasshaftungsklasse: C
Nasshaftungsklasse: B
Nasshaftungsklasse: C
Nasshaftungsklasse: C
Abrollgeräusch: 68 dB
Abrollgeräusch: 70 dB
Abrollgeräusch: 72 dB
Abrollgeräusch: 72 dB
Abrollgeräusch: 69 dB

Winterreifen im Test: Stiftung Warentest und ADAC, ÖAMTC, TCS haben getestet

Ein Auto fährt über eine verschneite StraßeDie Stiftung Warentest hat im September 2015 die Testergebnisse von 35 Reifen veröffentlicht, die erstaunen. Lediglich 5 Reifen waren zuverlässig bei Schnee und Nässe. Testsieger 2015 der Stiftung Warentest für Kleinwagen werden gleich zwei Reifenmodelle mit der Gesamtnote 2,2

Der Ultragrip 9 von Goodyear überzeugte vor allem bei Nässe und im Testfeld Kraftstoffverbrauch. Die Michelin Alpin A4 Winterreifen punkteten bei der Verschleißfestigkeit. Leider bekommen beide Abzüge bei der Geräuschentwicklung.

Das sind die Ergebnisse des ADAC, ÖAMTC, TCS  Winterreifentests 2019

Aktueller als der Reifentest von Stiftung Warentest ist der ADAC Winterreifentest 2019. Dort wurden die Dimensionen 185/65 R15 und 205/65 R16 unter die Lupe genommen. Winterreifen Testsieger bei 185/65 R15 ist der Dunlop Winter Response 2, der besonders auf nasser Fahrbahn und bei Schnee gute Testergebnisse erzielte. Positiv fiel außerdem der vergleichsweise geringe Kraftstoffverbrauch auf.

Platz 2 belegt der Kleber Krisalp HP 3, der auf trockenem Boden und in puncto Verschleiß überzeugen konnte. Die gleiche Platzierung erhielt der Cinturato Winterreifen von Pirelli, mit besonders gutem Fahrverhalten auf nassem Untergrund. Vom Toyo Snowprox S943 und Davanti Wintoura solltest du dich besser fern halten - diese Reifen hatten auf Schnee beziehungsweise bei Nässe große Schwierigkeiten.

Bei der Größe 205/65 R16 für Vans und Transporter überzeugte ein Continental Winterreifen, der VanContactWinter. Der ADAC-Testsieger konnte bei Nässe und auf trockenem Boden punkten, außerdem schnitt er auch beim Kraftstoffverbrauch gut ab. Der Continental VanContactWinter, Pirelli Carrier Winter und der Agilis Alpin Reifen von Michelin erzielten im Test ein “befriedigend” (beginnend ab 3,0). Modelle anderer Reifenhersteller, wie beispielsweise Maxxis, Goodride oder Matador konnten kaum überzeugen weniger empfehlenswert.

Die passende Dimension für deinen Wagen ist nicht dabei gewesen? Wenn du Reifenmodelle mit den Dimensionen 175/65 oder 195/65 suchst, kann ein Blick in die ADAC Winterreifen Tests von 2017 und 2018 hilfreich sein. Vergleichbare Tests für dein Land findest du außerdem auf den Webseiten des ÖAMTC (Österreich) und TCS (Schweiz).

Was ist der Unterschied von Winterreifen zu Sommerreifen?

Ein Winterreifen unterscheidet sich von einem Sommerreifen in verschiedenen Punkten:

  • höhere Profiltiefe
  • weichere Gummimischung
  • Schnee und Wasser werden durch die tiefen Rillen schneller nach außen befördert
  • gute Haftung (Grip) auf der Fahrbahn
  • Aquaplaning wird durch Greifkanten (Rillen im Reifenprofil) reduziert
  • Besseres Bremsverhalten auf glattem Untergrund

Je breiter die Reifen sind, desto höher ist die Gefahr, dass sie aufschwimmen (Aquaplaning). Durch die kleinere Auflagefläche haftet der Winterreifen auch besser auf einer mit Schnee bedeckten Fahrbahn.

Traktion bei Winterreifen - Woher kommt der Grip?

Reifen mit Schnee im ProfilDie Traktionskontrolle (Antischlupfregelung, ASR) gehört normalerweise zur Standardausstattung eines PKW. Traktion beschreibt die Fähigkeit eines Reifens Bodenkontakt zu halten, ohne wegzurutschen. Ohne Traktion kommst du also gar nicht vorwärts.

Bei Schnee, Eis und Nässe ist es am schwierigsten die Bodenhaftung zu halten. Winterreifen setzen an zwei verschiedenen Punkten an, um auch im Winter das Durchdrehen der Räder zu verhindern. Zum einen sorgt die weiche Gummimischung der Winterreifen für eine höhere Flexibilität bei Kälte. Im Gegensatz zu den harten Sommerreifen bleibt das Material eines Winterreifens auch bei weniger als 7°C flexibel und kann Fahrbahnunebenheiten besser ausgleichen. Das erhöht die Traktion und damit auch den Grip der Winterräder. Zum anderen sind auch Profilschnitt und -tiefe an die kalte Jahreszeit angepasst. Ein tieferes und breiteres Reifenprofil kann Schnee in die Laufflächen aufnehmen und Schmelzwasser ableiten. Durch das Gewicht des Fahrzeugs wird der Schnee im Profil mit dem auf dem Untergrund zusammengedrückt und es kommt zu einer Schnee-auf-Schnee-Haftung, die du bestimmt von Schneebällen kennst.

Warum sollte man Winterräder nicht im Sommer fahren?

Die Antwort ist ganz einfach: Die Materialmischung ist extra für niedrige Temperaturen ausgelegt. Werden die Autoreifen im Sommer gefahren, verschleißen sie mehr. Zudem kommt noch eine schlechtere Seitenführung und ein längerer Bremsweg hinzu. Bei heißen Temperaturen haben Winterreifen grundsätzlich deutlich schlechtere Fahreigenschaften als die härteren Sommerschuhe.

Auf die Symbolik achten - Kennzeichnung von Winterreifen

Kennzeichnung eines WinterreifensWinterreifen sind mit “M+S” gekennzeichnet - dies steht für “Matsch & Schnee”. Doch Vorsicht: auch Allwetterreifen tragen diese Kennzeichnung. Ganz sicher kannst du also erst sein, wenn du einen Eisberg mit einer Schneeflocke darin auf deinem Reifen siehst. Dieses Alpinsymbol gibt an, dass der Winterreifen im Schnee geprüft wurde und somit nicht so schnell beim Anfahren durchdreht. Seit Januar 2018 dürfen nur noch Winterpneus mit diesem Symbol produziert und verkauft werden. Kostentechnisch solltest du für einen Kleinwagen zwischen 30-90€ pro Reifen einplanen. Je nach Hersteller und Größe des Reifens variieren die Preise selbstverständlich.

Soll ich Ganzjahresreifen oder Winterreifen kaufen?

Das kommt auf das Gebiet an in dem du wohnst. In der Stadt wo der Winterdienst im Dauereinsatz ist und es generell nicht so viel schneit, sind Ganzjahresreifen völlig ausreichend. Zudem sparst du dir das Wechseln der Reifen und wirst nicht so schnell von schlechtem Wetter überrascht. Im Sommer haben Ganzjahresreifen allerdings einen etwas längeren Bremsweg und nutzen sich zudem schneller ab als Sommerreifen. Kommst du jedoch aus einer der höheren Regionen, in denen es gerne einmal an die 10 cm Neuschnee pro Tag gibt, sind richtige Winterräder ein absolutes Muss. Auch bei regelmäßigen Autobahnfahrten triffst du mit Winterreifen immer die bessere Wahl. Mit "richtigen" Winterreifen hast du zwar mehr Arbeit, allerdings geht es bei der Bereifung in erster Linie um deine Sicherheit und nicht nur um das prinzipielle Erfüllen der Winterreifenpflicht. 

Was bedeuten die Zahlen und Buchstaben auf dem Reifen?

Auf deinem Reifen befindet sich einiges an Informationen. Neben dem Hersteller und dem Reifentyp, welche meist groß und deutlich zu lesen sind, gibt es noch viele weitere Unterscheidungsmerkmale. Wenn du schon einmal beim Händler ein paar Reifen bestellt hast, wirst du diese Frage mit Sicherheit kennen: Welche Reifengröße benötigen Sie? Um diese Frage richtig beantworten zu können, solltest du nicht nur die Zahlen in der richtigen Reihenfolge nennen können, sondern auch verstehen, was diese angeben. Dazu ein Beispiel:

Beispiel für eine Kennzeichnung der Autoreifen

Die Reihenfolge ist also Reifenbreite, Reifenquerschnitt, Felgendurchmesser, Informationen zur Tragfähigkeit und weitere Zusatzinformationen.

  • Das R beim Felgendurchmesser gibt an, dass es sich um einen Radialreifen handelt. Dies ist eine spezielle Reifenbauart.
  • Die Reifentragfähigkeit besteht zum einen aus der Kennzahl, hier 91, und zum anderen aus dem Geschwindigkeitsindex.
  • In diesem Fall wird der Index mit einem H bezeichnet und bedeutet, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h zulässig ist.
  • Die Zusatzinformation TL steht für Tubeless (also ein schlauchloser Reifen).

Die Zollgrößen sind abhängig vom Fahrzeug und können dem Fahrzeugschein entnommen werden. Die übrigen Angaben zur zulässigen Bereifung kannst du ebenfalls dem Fahrzeugschein entnehmen. Die gängigsten Zollgrößen bewegen sich zwischen R13 und R21.

Labels, Tests und Kennzeichen: Woran erkenne ich einen guten Winterreifen?

EU-ReifenlabelEntscheidend sind vor allem die Faktoren, die auf dem EU-Reifenlabel aufgegriffen werden.

  • Nasshaftung: Nicht nur bei Schnee und Eis, auch bei Regen müssen die Reifen gut “auf der Straße kleben”. Ein möglichst kurzer Bremsweg ist hier wünschenswert und kann in Gefahrensituationen entscheidend sein. Die Klassifizierung reicht hier von A-G.

  • Rollwiderstand: Dieser Widerstand, der entgegen der Fahrtrichtung auf den Reifen einwirkt, entscheidet über den Spritverbrauch. Diese Klasse geht theoretisch auch von A-G, wobei du eigentlich nur Reifen in den Kategorien A-C findest.

  • Externe Rollgeräusche: Hier gibt es keine Klassen, sondern drei schwarze Ringe. Drei Ringe stehen dabei für den zulässigen Grenzwert. Bei zwei Ringen wird der Grenzwert der Rollgeräuse eingehalten oder um bis zu 3 dB unterschritten. Wenn du nur einen Ring auf dem Label findest, handelt es sich um eine Unterschreitung von mehr als 3 dB.

Ein weiteres Kriterium ist der Verschleiß. Ein guter Reifen hält in allen Situationen zu dir und weist einen geringen Gummiabrieb auf.

Ab wann muss ich die Winterreifen aufziehen?

Ortsschild mit Sommer- und Winterreifen Ein festes Datum bis wann die Winterräder montiert sein müssen, gibt es nicht. Bei schlechten Straßenverhältnissen wie Glätte oder Schnee ist die Winterbereifung jedoch vorgeschrieben. Andernfalls gefährdest du dich und deine Mitmenschen! Dies gilt für alles, was Reifen hat - also Autos, Busse, LKWs und Motorräder.
Als Faustregel gilt: Von O bis O (also von Oktober bis Ostern) sollte die Winterbereifung auf deinem Auto bleiben. Schon ab 7°C sind Winterräder auf der Straße die besseren Begleiter.

Achtung: Andere Länder, andere Sitten! Wenn du einen Urlaub im Ausland planst, informiere dich bitte vorher, ob eine Winterreifenpflicht besteht.

Strafe bei falscher Bereifung oder zu wenig Reifenprofil

Wenn du mit Sommerreifen oder einer nicht ausreichenden Profiltiefe erwischt wirst oder einen Unfall verursachst, droht dir eine Geldstrafe und in Deutschland zusätzlich noch Punkte in Flensburg. Hier ein kleiner Auszug aus dem deutschen Bußgeldkatalog:

Gegebenheit

Strafe

Falsche Bereifung (Sommerreifen)

60€ + 1 Punkt in Flensburg

Unzureichende Profiltiefe

60€ + 1 Punkt in Flensburg mit Gefährdung des Straßenverkehrs 75€

Behinderung des Straßenverkehrs

80€ + 1 Punkt in Flensburg

Gefährdung des Straßenverkehrs

100€ + 1 Punkt in Flensburg

Unfall

120€ + 1 Punkt in Flensburg

Hinweis: Die Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, wobei Reifen mit dieser Tiefe alles andere als verkehrssicher sind. Dieser Wert gilt eher für Sommerreifen. Die empfohlene Profiltiefe für Winterreifen hingegen liegt bei mindestens 4 mm. Die Profiltiefe kannst du beispielsweise mit einer 1- oder 2-Euro-Münze messen. Ist der äußere Rand verdeckt, ist die Profiltiefe noch ausreichend.

Wie lange kann ich meine Winterreifen fahren?

Profiltiefe eines ReifensWinterpneus bestehen aus einer speziellen Gummimischung, die weicher ist als die von Sommerreifen. Mit dieser Bereifung kommst du im Winter trotz Schnee oder Glätte gut voran. Achte auf das Alter der Reifen! Dieses kannst du anhand der sogenannten DOT-Nummer ablesen. Dies ist eine vierstellige Kennung die sich auf dem Autoreifen befindet und umrandet ist. Seit 2000 werden Autoreifen mit dieser Kennung versehen. Die ersten beiden Ziffern stehen dabei für die Produktionswoche und die letzten beiden für das Jahr. Beispiel: 0113 → in der 1. KW 2013 gefertigt.

Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, die Lebensdauer deines Reifens zu verkürzen. Dazu zählen:

  • viele gefahrene Kilometer
  • falscher Luftdruck
  • falsche Lagerung
  • Hitze
  • hohe Last
  • rasanter Fahrstil
  • schlechte Straßenverhältnisse

Allgemein sollten Reifen nicht länger als 6 Jahre gefahren werden, da sich nach diesem Zeitraum eine zunehmende Materialermüdung einstellt. Entscheidend sind jedoch neben dem Alter auch die Profiltiefe und eventuelle Beschädigungen des Materials.

Werkstatt vs. Selbermachen - Wer montiert Winterräder?

Deine neuen Winterpneus (Winterreifen) kannst du dir in einer Fachwerkstatt montieren lassen. Dies kann jedoch schnell ins Geld gehen, falls du nur ein Paar Felgen besitzt. Daher solltest du dir ein zweites Paar zulegen, um damit auf Dauer das Umziehen der Gummireifen zu vermeiden. Für den Winter sind Stahlfelgen ratsam, da diese in der Anschaffung nicht so teuer und zudem noch schneekettenfest sind. Achte jedoch darauf, ob dein Fahrzeughersteller Stahlfelgen für dein Fahrzeug vorsieht. Beim Aufziehen auf Alufelgen ist oftmals ein Zuschlag von bis zu 20% zu zahlen.

Tipp: Damit du beim ersten Schnee nicht in der Werkstatt Schlange stehen musst oder deine Reifengröße bereits für das Wunschmodell vergriffen ist, solltest du vorsorgen. Informiere dich frühzeitig über die verfügbaren Reifenmodelle auf dem Markt und welcher Reifen zu deinem Fahrzeug und deinen persönlichen Ansprüchen passt. Ein zeitnahes Kaufen und Aufziehen der Reifen erspart dir viel Stress und Ärger.

Was muss ich bei der Montage von Winterreifen beachten?

Natürlich hast du auch die Möglichkeit die Autoreifen selbst zu montieren. Dazu sind folgende Schritte nötig:

  • Reinigung der Reifen und Felgen (am besten nur mit Wasser und Schwamm).
  • Radkappen abziehen (einfach mit einem flachen Gegenstand hochhebeln).
  • Auto mit dem Wagenheber anheben. Wo du den Wagenheber ansetzen musst und wie er funktioniert, kannst du in der Betriebsanleitung des Autos nachlesen.
  • Ist der Wagen aufgebockt nun die Radmuttern herausdrehen.
  • Rad abnehmen und mit Kreide Position und Laufrichtung kennzeichnen.
  • Neues Rad aufstecken und Radmuttern locker anschrauben. Wagenheber ablassen und erst dann die Radmuttern festziehen.
  • Zum Schluß wird die Radkappe wieder angebracht und fertig!

Achtung: Nach dem Reifenwechsel solltest du vor der ersten Fahrt den Reifendruck überprüfen.

Welchen Reifendruck soll ich wählen?

Bei der Kontrolle des Reifendrucks ist eine leichte Erhöhung der empfohlenen Barzahl empfehlenswert. Temperaturschwankungen können nämlich zu einem Abfall des Luftdrucks im Reifen führen. Da dieser nicht ständig manuell kontrolliert und angepasst wird, ist dieses Vorgehen am komfortabelsten. Den Reifendruck kannst du entweder in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel, am Holm der Fahrertür oder in einer Reifendrucktabelle des Herstellers ablesen.

Wie soll ich meine Winterreifen lagern?

Reifen können auch in der heimischen Garage gewechselt werdenZur Lagerung stehen dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Es kommt ganz darauf an, ob du das Zepter aus der Hand geben möchtest oder nicht. Du kannst deine Winterreifen sowohl im eigenen Keller, Schuppen oder der Garage lagern als auch bei einer Werkstatt einlagern lassen. Wenn du eine gute Werkstatt hast und ein langjähriger treuer Kunde bist, kann es durchaus sein, dass man dir keine Rechnung für die Einlagerung ausstellt. Doch selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, die Einlagerung ist in der Regel nicht besonders teuer - variiert aber von Werkstatt zu Werkstatt.

Die perfekte Lagerung - So gelingt sie!

Zur Lagerung selbst gibt es folgende Punkte zu beachten:

  • Reifen und Felgen auf eventuelle Beschädigungen überprüfen.
  • Reifendruck um 0,5 bar gegenüber der Herstellervorgabe erhöhen, da der Reifen während der Einlagerung Druck verliert.
  • Die Laufrichtung sowie die Position des Reifens mit Kreide darauf vermerken.
  • Profiltiefe messen (alles bis 4 mm ist okay).
  • Kompletträder (Reifen auf der Felge) liegend übereinander lagern. Als Alternative bietet sich hier ein Felgenbaum oder eine Wandhalterung an.
  • Reifen ohne Felge müssen senkrecht gelagert und alle paar Monate ein paar Zentimeter bewegt werden.
  • Es empfiehlt sich eine trockene, dunkle und kühle Lagerung - fernab von Schmier- und Lösungsmitteln.

Geschwindigkeitsindex - Wie schnell ist zu schnell?

Wenn du dich nun fragst, wie schnell du mit deinen Reifen fahren darfst, dann haben wir hier eine Übersicht der Geschwindkeitsindex-Klassen mit den dazugehörigen Höchstgeschwindigkeiten für dich zusammengestellt. Jedem Buchstaben ist eine zulässige Geschwindigkeit zugeordnet:

Klasse (Speed-Index)

Zulässige Höchstgeschwindigkeit

L

M

N

P

Q

R

S

T

U

H

VR

V

W

Y

ZR

120 km/h

130 km/h

140 km/h

150 km/h

160 km/h

170 km/h

180 km/h

190 km/h

200 km/h

210 km/h

>210 km/h

240 km/h

>270 km/h

300 km/h

>240 km/h (zugelassen auch für über 300 km/h)

Spritverbrauch bei Winterreifen - Verbrauchen Winterreifen wirklich mehr?

Winterreifen werden aus einer weicheren Gummimischung mit einem höheren Anteil Naturkautschuk hergestellt. Das geschmeidige Gummi sowie das tiefere Profil verleihen den Winterpneus ausreichend Grip, damit du auch bei schlechten Straßenverhältnissen, wie bei Nässe, Schnee und Eis, sicher vorankommst. Der erhöhte Rollwiderstand wird außerdem oft als Grund für einen erhöhten Spritverbrauch im Winter genannt. Tatsächlich spielen beim winterlichen Mehrverbrauch mehrere Faktoren eine Rolle. 

Dazu zählen unter anderem das Fahren mit Licht, die Heizung im Auto, die längere Kaltlaufphase des Motors und eben auch der erhöhte Rollwiderstand. Es lohnt sich also beim Kauf von Winterreifen auf Reifenlabels und Testergebnisse der Reifenmodelle zu achten, auch wenn nicht die Reifen allein für einen höheren Spritverbrauch verantwortlich sind. Achtung: An guten Winterreifen und ausreichend heller Beleuchtung solltest du im Winter niemals sparen. Gute Fahreigenschaften bei schlechten Straßenverhältnissen haben die höchste Priorität für dich und deine Sicherheit. Wenn du im Winter trotzdem sparsam unterwegs sein willst, achte darauf, dass du kein unnötiges Gewicht transportierst. Dazu zählen nicht nur die Beladung oder Dachboxen, sondern auch Schneemassen auf dem Auto. Auch das Ausschalten elektrischer Verbraucher (Radio und Innenraumbeleuchtung). wirkt sich positiv auf den Spritverbrauch aus.

Autoreifen richtig entsorgen: Wohin mit den Altreifen?

Alte Autoreifen müssen fachgerecht ensorgt werden und gehören keinesfalls in den Hausmüll, da sie aus vielfältigen Materialien bestehen, die getrennt werden müssen. Die alten nicht mehr straßentauglichen Reifen kannst du bei 

  • Reifenhändlern
  • Autowerkstätten 
  • Bauhöfen 
  • speziellen Entsorgungsunternehmen 

gegen eine Gebühr oder manchmal sogar kostenlos entsorgen lassen. Wenn du deine Reifen ersetzen möchtest, obwohl sie noch nicht abgefahren sind, kannst du sie natürlich privat oder über einen Fachhändler weiterverkaufen.

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