Xbox Series X

Xbox Series X Test (2021) - Das kann Microsofts neuste Konsole

Die Xbox Series X Test - Microsofts schnellste und leistungsstärkste Konsole

von Jan-Philipp Lynker
zuletzt aktualisiert: 26.10.2021
Zum Ratgeber unserer Fachredaktion
Zum Ratgeber unserer Fachredaktion

Alle Xbox Series X (1 - 1 von 1)

sortieren nach
Sortierung
Filter

Xbox Series X Kaufberatung
Von:
Jan-Philipp
Jan-Philipp

Xbox Series X bei uns im Test - Microsofts Spielebox erweist sich als runde Sache

Ist die Xbox Series X eine ernstzunehmende Alternative zu Sonys PS5? Wir haben uns Microsofts leistungsfähigere Next-Gen-Konsole im Test ganz genau angeschaut, sie beim Zocken auf Herz und Nieren geprüft und sie mit PS5 und Nintendo Switch verglichen. Das Ergebnis: Eine tolle Konsole, die aber ohne ein Abo etwas nackt dasteht. 

Die Vorteile der Xbox Series X

Xbox Series X im Test bei testit - Tester spielt MS Flight Simulator (Mittel)Aufbau und Einrichtung sind Konsole einfach, unkompliziert und flott. HDR-fähige Monitore oder Fernseher werden im Test umgehend erkannt und eine Kalibrierung durchgeführt. Selbiges gilt für die 120 Hz-Unterstützung. Insgesamt ist die Series X schnell einsatzbereit und verzichtet auf unnötige Einstellungen. Eigentlich funktioniert dies sogar noch einfacher via Xbox-App. Im Test kam aber keine Verbindung zustande. Aber auch ohne App war die Series X nach fünf Minuten und einem kurzen Update bereit.

  • Angenehm unauffällig: Im Vergleich zur PS5 ist das Design der Series X sehr dezent und elegant. Sie macht sich auf jedem Lowboard oder Schreibtisch gut. Dazu gehört auch, dass das durchdachte Kühlungssystem selbst bei Bildausgabe in 4K und fordernden Spielen wie die MS Flight Simulator, Forza Horizon 4 oder Halo 5 flüsterleisen Spielspaß garantiert.
    • Am lautesten ist noch das UHD-Blu-ray-Laufwerk, welches aber nur bei der Installation der Spiele aufdreht. Beim Spielen läuft alles von der Festplatte.

  • Leistung eines Top-Gaming-PCs: Wenn eine schwarze unscheinbare Box in der Größe eines kleinen Regallautsprechers grafisch anspruchsvolle Spiele darstellt, wird der technische Fortschritt der AMD RDNA2-Architektur erst greifbar. Dabei liefen alle Titel in unserem Test quasi lautlos, in hoher Auflösung (Bildausgabe in bis zu 8K), HDR, Raytracing und mit flüssiger Bildrate. Vergleichbare Leistung kostet im PC-Bereich einiges mehr.
    • Im Test ging die Series X dabei maximal auf einen Stromverbrauch von nur 160 W hoch. Aus der Playstation 5 kitzelten wir ohne Mühen schon 200 W.

  • Grandioser Game Pass: Microsofts Abo-Dienst Game Pass öffnet auf der Series X oder S erst die Tür zu einer unfassbar großen Auswahl an Spielen. Hunderte Klassiker, Indie-Perlen, Hits von EA sowie Bethesda und natürlich alle Spiele, die Microsoft selbst entwickelt, sind nur einen Download entfernt und biete qualitativ hochwertigen Spielspaß für Monate!

  • Quick Resume: Im Test wurde erst der Zauber des Quick Resume-Features offenbart. Quick Resume pausiert das laufende Spiel, speichert es auf der SSD und macht es jederzeit abrufbar. So lässt sich problemlos zwischen mehreren Spielen hin und her wechseln. Egal, wo wir uns gerade im Spiel befanden und auch, nachdem wir die Konsole aus dem Energiesparmodus geholt hatten. Sogar nach dem Trennen vom Strom, um sie im Test ins Büro im Büro zu testen, waren die Speicherpunkte noch da..

Die Nachteile der Xbox Series X

Xbox Series X Test - testit-Redakteur testet das Home-Menü und die Quick Resume-FunktionIm Test zeigten sich nur wenige wirklichen Nachteile an der Hardware der Series X. Dazu gehörte der Stromverbrauch im Standby. Softwareseitig wirkt alles aufgeräumt und in der bekannten Kacheloptik von Windows bzw. der vorherigen Xbox-Generation.

  • Wenig wirklich Neues: Im Gegensatz zur PS5 (Controller und Aussehen) oder selbst der Nintendo Switch (flexible Hybrid-Konsole) fehlt der Xbox ein wenig der Neuheitsfaktor. Die Series X ist eine wunderbar designte und flüsterleise Konsole, aber eben spektakulär unscheinbar.

  • Wenige echte Exklusivtitel: Die Auswahl an Exklusivtiteln ist (noch) erschreckend klein, auch im Vergleich zu den Vorgängerversionen. Da bieten Nintendo und Sony schon seit Jahren mehr wirklich einzigartige Spiele.

  • Stromverbrauch im Standby: Die Series X hat zwei Standby-Modi. Wir raten zum Modus “Energiesparen”, denn dieser verbraucht maximal 0,3 Watt, eher sogar 0 Watt.
    Im Modus “Schnelles Hochfahren” für Downloads im Hintergrund und ein schnelles Aufwachen maßen wir 9,1 bis 10 Watt, während eines Downloads sogar happige 36 Watt! Auf das Jahr gerechnet, ergibt das bei einem durchschnittlichen Strompreis von 0,3 Cent pro Kilowattstunde, fast 26 Euro Stromkosten nur für den Standby-Betrieb der Konsole. 

Unser Testfazit zur Xbox Series X

Microsofts Vorzeige-Konsole fehlt vielleicht die schillernde Aura einer begehrten und außerirdisch wirkenden Playstation 5 oder das flexible Handheld-Konzept einer Nintendo Switch, dafür überzeugt im Test Microsofts Zielstrebigkeit für die Marke Xbox.

Xbox steht für Gaming. Egal, ob auf einem PC, einer Xbox oder via Cloud-Streaming. Die Series X ist eine hochwertige Möglichkeit, deine Spiele zu genießen. Die Power des edlen und unscheinbar wirkenden schwarzen Kastens wird wegen des lautlosen Betriebs (selbst bei anspruchsvollen Spielen) fast schon unterschätzt und machte sich auf dem Schreibtisch unseres Redakteurs ebenso gut wie auf dem Lowboard im Büro.
Features wie HDR, Raytracing, 120 Hz, VRR, die Abwärtskompatibilität zu alten Xbox-Games oder das geniale Quick Resume sind zielstrebig umgesetzte Verbesserungen für Spieler, die Freude bereiten. Beim Anschließen an einen modernen LG OLED Fernsehers aus dem Jahr 2020 waren wir schlichtweg begeistert.

Aber ein Makel bleibt: Ohne den, zugegeben unverschämt attraktiven, Game Pass fehlt der Xbox Series X aufgrund mangelnder Exklusivtitel derzeit ein herausragendes Verkaufsargument.
Im Gegenzug ließen sich noch nie so einfach so viele tolle Spiele aus 20 Jahren Xbox spielen.

Update: Verfügbarkeit der Xbox Series X

Xbox Series X-Controller in Hand vor Fernseher mit Xbox Series X DashboardDie Corona-Pandemie und ein gleichzeitig riesiger Bedarf der ganzen Elektronik-Industrie an High-End-Chips für z.B. Laptops, Grafikkarten oder eben Konsolen haben für einen gravierenden Engpass gesorgt. Deshalb sind Sonys PS5 und die Xbox Series X trotz eines Verkaufsstarts von Ende 2020 nur in kleinen Mengen verfügbar, die dann auch noch schnell ausverkauft sind. Falls eine Xbox Series X verfügbar ist, findest du sie in unseren Preisvergleich zur Series X.

An dieser Situation wird sich voraussichtlich bis ins Jahr 2022 nur wenig ändern.

Für Xbox-Fans bleibt immerhin die Xbox Series S als Alternative. Microsofts schlankere Xbox-Version ist regelmäßig bei den bekanntesten Anbietern verfügbar und mit 299 Euro bzw. 299 CHF erschwinglich. Die besten Angebote zu Microsofts kleiner Konsole Xbox Series S findest du in unserem Xbox Series S-Preisvergleich.

Xbox Series X auf einen Blick - Das musst du wissen!

Xbox Series X auf dem Schreibtisch der testit-Redaktion - seitlich schräg mit Sicht auf den grünlich schimmernden Lüfter und ControllerWas Sony kann, kann Microsoft schon lange. Im gleichen Zeitfenster der Playstation 5 erschienen auch die Xbox Series X und die Xbox Series S. Microsoft machte mit dem Verkaufsstart, wie der Konkurrent aus Japan, einen regelrechten Quantensprung bezüglich der Hardware. Was die Konsolen besonders auszeichnet, erfährst du hier in unserem Kaufberater.

  • Leistung für bis zu 8K: Mit satten 12,15 Teraflops (Einheit für grafische Rechenleistung) des neuen AMD-RDNA 2-Chip liefert die Series X doppelt so viel Leistung wie noch die Xbox One X. Nativ stemmt die Konsole eine Auflösung von 4K. Per Upscaling und bei grafisch nicht so fordernden Spielen sind sogar 8K drin.

  • Zwei Konsolen, zwei Zielgruppen - Xbox Series X und S: Im Gegensatz zu den Playstation 5-Versionen, die sich nur in puncto Disk-Laufwerk unterscheiden, kommt die neue Konsolengeneration der Xbox in unterschiedlichen Varianten daher:
    • Die Xbox Series X ist die Xbox mit der höchsten grafischen Rechenleistung für Spiele in 4K und bietet ein Laufwerk für Spiele-Blurays. Sie ist das Flaggschiff der kommenden Xbox-Generation.

    • Die Xbox Series S ist deutlich kleiner (ca. ein Drittel der Series X), hat kein Laufwerk an Bord, ist dafür aber eine ganze Ecke günstiger - sie kostet etwa ein Drittel weniger als die größere Series X - und ist leistungstechnisch für das Spielen in QHD (1440p) ausgelegt.
  • Abwärtskompatibilität: Sämtliche Xbox One Spiele sind auch auf der neuen Konsole spielbar. Zusätzlich wächst der Katalog an kompatiblen Xbox- und Xbox 360-Titeln kontinuierlich weiter. Viele Spiele sind sogar extra optimiert und laufen deutlich flüssiger und mit besserer Auflösung auf den neueren Xbox-Konsolen. Alle Spielehaben aufgrund der SSD kürzere Ladezeiten. Du brauchst lediglich das Original-Spiel (als Disc oder Download).

  • Xbox Game Pass: In vielerlei Hinsicht ein geniales und kostengünstiges Feature ist Microsofts Spiele-Abo Xbox Game Pass, welches das Spielen von über 100 Xbox und PC-Spielen (Windows-PC vorausgesetzt) für ca. 10 Euro pro Monat bietet. Dazu zählen sogar alle Spiele von Bethesda und viele Titel EA.
    Die Ultimate-Version (13 Euro Pro Monat) beinhaltet sogar das Streamen von ausgewählten Spielen wie bei Google Stadia oder Playstation Now.

CPU - Die Rechenleistung der Xbox Series X

Rückseite der Xbox Series X mit allen AnschlüssenMicrosoft hat sich wahrhaftig Next-Gen auf die Fahne geschrieben und der neuen Xbox Series X ordentlich Power mitgegeben. Ein moderner Prozessor mit acht Kernen und einer fixen Taktrate von 3,8 GHz bietet ordentlich Leistung und soll auch lange nach Verkaufsstart problemlos nie dagewesene Spielewelten ermöglichen.

Die ganz in Schwarz gehaltene Xbox Series X kommt im Monolith-Design daher und hat auf der Oberseite viele Löcher für die Abluft. Dieser Designkniff ermöglicht die leistungsfähige Hardware im Inneren effektiv mit Luft zu kühlen, ohne die Dimensionen der Konsole auf Playstation 5-Maße zu vergrößern.

Die Leistung wirst du richtig bei der enormen Zeitersparnis beim Laden von Spielen merken. Insgesamt spart man bis zu 75 % Ladezeit, die noch bei der vorherigen Konsolengeneration die Norm war. Der flotte Prozessor kann deutlich schneller die Daten in den Systemspeicher verschieben. Der andere Faktor für kürzere Ladezeiten ist dabei auch die SSD-Festplatte.

Dank der verbauten SSD-Festplatte kann auf die Dateien von Spielen schneller und vor allem flexibler zugegriffen werden. Ähnlich wie Sony bei der Playstation 5 hat Microsoft viel Zeit investiert, um den verbauten Flash Speicher so schnell wie nie zuvor zu machen. Für dich heißt das: schnelleren Zugriff auf Daten und Spiele, weniger Warte- und Ladezeiten und ein insgesamt flüssigeres Spielerlebnis. 

Teurer schneller Zusatzspeicher

Der Speicher ist mit einer eigens entwickelten externen SSD-Festplatte um bis zu 1 Terabyte erweiterbar. Diese Speichererweiterung sieht aus wie eine Memorycard, die ältere Zocker noch von früheren Konsolen kennen. Microsoft ging hier eine Partnerschaft mit dem Speicherexperten Seagate ein. Speichererweiterungen von anderen Herstellern für die Series X und S gibt es bisher nicht. Diese Exklusivität sorgt leider dafür, dass Seagates Speicher vergleichsweise teuer. Dies wiegt besonders schwer im Vergleich zu Sonys Lösung auf. In die PS5 lassen sich handelsübliche SSDs im M2-Format einbauen.

Im direkten Vergleich zur PS5 ist die interne SSD zudem etwas langsamer, da Sony aufgrund einer noch tiefergreifenden Speicheroptimierung des Systems noch mehr herausholt. Im Gegenzug ist die PS5-SSD aber auch nur 850 GB und nicht 1 Terabyte groß, wie bei der vergleichbaren Xbox Series X. Die Series S bekommt immerhin noch 512 Gigabyte SSD-Speicher spendiert.

An allen Next-Gen-Konsolen lassen sich zudem handelsübliche USB-Festplatten anschließen. Diese können aufgrund ihrer geringen Geschwindigkeit aber nur ältere Spiele oder deine Fotos bzw. Video-Mitschnitte speichern.

Welche Technik steckt in den neuen Xbox-Konsolen?

Der Preisunterschied der beiden Xbox Series X-Konsolen kommt nicht von ungefähr. Zwar ist die Prozessorleistung nahezu identisch, bei der Größe und der Grafikleistung möchte Microsoft aber zwei unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Die genauen Unterschiede haben wir für dich in einer Tabelle zusammengetragen.

Xbox Series X und S nebeneinander

Bauteil

Xbox Series X

Xbox Series S

CPU

AMD Zen 2 

  • Acht Kerne
  • 3,8 GHz fixe Taktrate

AMD Zen 2

  • Acht Kerne
  • 3,6 GHz fixe Taktrate

GPU

AMD RDNA 2

  • 1,845 MHz fixe Taktrate
  • 12 Teraflops
  • Raytracing inklusive

AMD RDNA 2

  • 1,565 MHz fixe Taktrate
  • 4 Teraflops
  • Raytracing inklusive

RAM

10 GB GDDR6 (560 Gb/s) + 6 GB GDDR6 (336 Gb/s)

8 GB GDDR6 (224 GB/s) + 2 GB GDDR6 (56 GB/s)

Speicher

1 TB NVMe-SSD (erweiterbar um bis zu 1 TB)

512 GB NVMe-SSD (erweiterbar um bis zu 1 TB)

Laufwerk

4K UHD Blu-ray

Nicht vorhanden

Display-Anschlüsse

HDMI 2.1

HDMI 2.1

Abmessung

  • 15,1 cm x 15,1 cm x 30,1 cm
  • 4,46 kg
  • 6,5 cm x 15,1 cm x 27,5 cm
  • 1,96 kg

Die Grafikleistung der Xbox Series X

Die verbaute Grafikeinheit basiert auf AMDs RDNA 2-Technologie und verspricht ähnlich große Anstiege. Satte 12,15 Teraflops packt Microsoft in die elegante schwarze Box, die sich im Test dabei sogar als angenehm leise und vergleichsweise stromsparend erwies.

Hierbei darf man sich nicht von der 1845 MHz-Taktrate täuschen lassen. Grafikkarten in Konsolen takten meist zwecks Effizienz etwas niedriger als Desktop-Grafikkarten. Verglichen mit aktuellen Desktop-Grafikkarten, lässt sich die GPU in etwa mit der AMD Radeon 5700 XT und der Nvidia GeForce RTX 2070 Super vergleichen, die noch immer zu der gehobenen Mittelklasse gehören. In Konsolen wird der Grafikchip zudem noch deutlich effizienter genutzt. Optimierungen seitens Microsoft und der Spielehersteller kitzeln so wesentlich mehr aus Hardware heraus, als die einzelne Grafikkarte in einem PC oder Laptop mit vielen weiteren unbekannten Komponenten.

Kurzum: Microsoft gibt an, mit der neuen Konsolengeneration der Xbox eine etwa doppelt so hohe Grafikleistung wie noch mit der Xbox One X, bei einer nativen Auflösung von bis zu 4K UHD. Per Upscaling ist sogar bis zu 8K möglich. Durch die enorm gesteigerte Leistung können erstmals auch Titel, die der Hardware der Vorgänger-Generation Probleme bereitet haben, flüssig gespielt werden. Zudem ist rechenaufwenige Raytracing fest in die Hardware integriert.

Die Maße der Xbox Series X/S im Vergleich.In Zahlen ausgedrückt bedeutet das 60 Bilder pro Sekunde (FPS) bei einer 4K Auflösung und bis zu 120 FPS bei etwas niedrigeren Auflösungen (zum Beispiel QHD und Full-HD), gemessen an technisch anspruchsvollen Blockbuster-Spielen. Technisch nicht so aufwendige Titel wie z.B. "Ori and the Will of the Wisps" laufen nativ in 4K mit 120 FPS.

Unterstützt werden CPU und GPU übrigens von 16 GB Arbeitsspeicher, von denen 10 GB auf eine Taktrate von 560 GB/s optimiert sind, die eine reibungslose Performance des Chips ermöglichen sollen.

Wie gut ist die Grafikleistung der Xbox Series S?

Auf den ersten Blick ist die Series S deutlich kompakter und kommt im schicken Weiß daher. Mit weniger als zwei Kilogramm Gewicht wiegt sie nicht einmal die Hälfte der Xbox Series X. Die geringe Größe bietet allerdings auch weniger Platz für die entsprechende Hardware.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Auch mit der Xbox Series S erhältst du Leistung der nächsten Generation. Allerdings nicht ganz so viel, wie es die Series X erbringen kann. Der größte Unterschied liegt in der Grafikleistung.

Während die Series X nativ auf eine 4K-Auflösung optimiert ist, ist die Series S für QHD (1440p) ausgelegt. Sie unterstützt aber natürlich dank HDMI 2.1 Auflösungen von bis zu 8K. Eine 4K-Auflösung bei Spielen erreicht sie aber nur bei grafisch anspruchsloseren oder älteren Titeln.
Unterstützung für bis zu 120 FPS ist bei allen Auflösung auch mit dabei. Ältere Titel, die noch ureigens für die allererste Xbox entwickelt wurden, sollen darüber hinaus vom Upscaling profitieren. Sie werden von 480 Pixel auf 1440 Pixel hochskaliert. Zudem werden dank des starken Prozessers auch etwaige Performance-Probleme und ungleichmäßige oder einfach doppelt so viele Bilder pro Sekunden ermöglicht.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Series X und Series S ist das Laufwerk. Dieses fehlt nämlich schlicht und ergreifend bei der Series S. Wenn du also viele deiner alten Spiele auf Blu-Ray bei dir im Regal stehen hast oder die Xbox auch einmal als Blu-Ray-Player verwenden möchtest, dann ist die Series S nichts für dich.

Was kosten die neuen Xbox Series X und S?

Preislich musst du bei der Xbox Series X um die 499 Euro bzw. 499 CHF einplanen. Die Xbox Series S gibt es bereits ab 299 Euro bzw. 299 CHF.

Zu bedenken ist jedoch die eventuellen Zusatzkosten bei der Xbox Series S, da deren Speicher mit 512 GB nur halb so groß ist. Eine ebenso schnelle externe 1 TB SSD schlägt mit ca. 200 Euro zu Buche.

Der Controller der Xbox Series X

Xbox Series X Controller von oben schräg mit der neuen Teilen-TasteDie Änderungen am Controller halten sich im Rahmen. Sehr angenehm für Xbox One-Besitzer: Die Controller der Vorgänger-Generation sind mit den Konsolen der Xbox Series kompatibel

Dennoch kann sich der Griff zum neuen Controller lohnen, da er verschiedene Änderungen im Gepäck hat, die dir das Zocken leichter machen sollen.

Neben besserer Konnektivität und geringerer Latenz wurden die Schultertasten abgerundet, um den Controller komfortabler für kleinere Hände zu machen. Zudem sind sowohl Schultertasten als auch die Griffe auf der Unterseite gummiert und lagen in unserem Test spürbar besser in der Hand, als der Controller der Xbox One-Generation.

Auch das Steuerkreuz wurde neu designed, bietet eine tiefere Ablage für deinen Daumen und soll damit genauere Eingaben ermöglichen. Im Test erweise sich das Steuerkreuz tatsächlich als deutlich angenehmer. Vor allem bei Side-Scrolling- oder Beat ’em up-Spielen, die präzise Eingabe benötigten.

Auf der Oberseite gibt es neben dem überarbeiteten Steuerkreuz keine gravierenden Änderungen. Wenn du deine aber Spielmomente direkt teilen möchtest, eilt dir der neu hinzugekommene Knopf zum Teilen (Share-Button) unter den beiden Menüknöpfen zu Hilfe.

Zuletzt ist Microsoft auch in puncto Anschlüsse in der Zukunft angekommen: Der neue Controller wird per USB-C angeschlossen. Kabellos angetrieben wird er mithilfe von zwei AA-Batterien. Akkus können natürlich auch eingesetzt werden. Diese werden aber nicht bei angeschlossenem Controller geladen. Einen wiederaufladebaren Controller zum Zocken gibt es nur via separat erhältlichem Akkupack.

Abwärtskompatibilität der Xbox Series X/S

Die Xbox Series X/S steht zwar für Next-Gen, erweist sich aber zudem als waschechtes Retro-Wunder. Die Abwärtskompatibilität beider Varianten ermöglicht es, ältere Spiele per Upscaling ordentlich aufzuhübschen. So werden etwa Titel, die für die erste Xbox entwickelt wurden, auf der Series X/S von 480 Pixeln auf 1440 Pixel hochskaliert. Ziel ist es, alle kompatiblen älteren Spiele so gut wie möglich aussehen zu lassen. Jeder Titel wird von der Hardware der Series X bzw. Series S profitieren. Neben der deutlich höheren Auflösung soll die Hardware für stabilere Bildraten sorgen.

Der Xbox Game Pass - Das Netflix für Spiele?

Um die ganze Power der Xbox Series X bzw. Series S noch besser nutzen zu können, bietet Microsoft außerdem den Game Pass an, welcher sich zum echten Spartipp entwickelt hat.

Der Xbox Game Pass ist ein Abo-Modell, bei dem du jederzeit Zugriff auf über 100 Titel hast. Neben alten Spielen sind hier auch Neuerscheinungen (am Tag ihres jeweiligen Release) und EA Play mit inbegriffen. Die Spiele kannst du entweder auf der Konsole oder dem PC spielen.

xCloud im Game Pass Ultimate ermöglicht es dir ausgewählte Games sogar direkt via xCloud (noch in der Beta-Phase) auf dein Endgerät zu streamen. Hierbei jedoch nicht nur auf deinen Windows-PC oder -Laptop, sondern vor allem auf mobile Geräte wie dein Smartphone oder Tablet. Der Traum unterwegs auch grafisch aufwendige Spiele per Streaming zu spielen, rückt immer näher. Auch wenn dir die Konsole oder ein Gaming-PC zu teuer sind, wäre die xCloud so eine kostengünstige Alternative und folgt damit dem Prinzip von Google Stadia oder Playstation Now.

Xbox Game Pass Ultimate

  • Über 100 Titel stehen für den PC, Konsole oder ein mobiles Android-Endgerät zur Verfügung
  • Mitgliederrabate und -angebote
  • Exklusive Ingame-Vorteile
  • Streaming auf mobile Android-Endgeräte aus der Cloud

12,99 €/Monat

Xbox Game Pass PC

  • Über 100 Titel stehen für den PC zur Verfügung
  • Mitgliederrabate und -angebote

9,99 €/Monat

Xbox Game Pass Konsole

  • Über 100 Titel stehen für die Konsole zur Verfügung
  • Mitgliederrabate und -angebote

9,99 €/Monat

Xbox Velocity Architecture - Was steckt dahinter?

Hinter der Velocity Architecture steckt eine neue Technologie, die sich die Xbox zunutze macht, um seine Hardware reibungslos miteinander kommunizieren zu lassen. Für dich als Spieler bedeutet das: Bessere Speicheroptimierung, kürzere Ladezeiten und ein rundum besseres Gaming-Erlebnis.

Mit inbegriffen sind diverse Features. Unter dem Begriff Sampler Feedback Streaming verbirgt sich beispielsweise eine Technologie, die es der Xbox Series X bzw. S erlaubt, während Spielszenen nur die Texturen zu laden, die benötigt werden, wodurch die allgemeine Grafiklast verringert wird. Das erlaubt Spieleentwicklern in Zukunft sehr viel detailreichere Umgebungen und Texturen zu entwickeln. Ein weiteres besonderes Highlight, welches erstmals durch die Velocity Architecture möglich ist: Quick Resume.

Quick Resume - Fliegender Wechsel zwischen Spielen

Hinter Quick Resume verbirgt sich ein Feature, das dich nahezu reibungslos zwischen deinen Spielen wechseln lässt. Das meint jedoch nicht nur das simple Laden eines anderen Spiels per Kurzwahl. Vielmehr landest du hierbei genau wieder an dem Punkt, an dem du zuletzt aufgehört hast. Die Zeit zum Wechseln des Spiels beschränkt sich hierbei nur auf wenige Sekunden.

Achtung: Nicht alle Spiele unterstützen von sich aus Quick Resume. Vielmehr müssen die Entwickler dahinter ihr Spiel dafür anpassen. Titel, die kein Quick Resume besitzen, tauchen zwar immer noch in der Liste auf, starten bei der Auswahl jedoch nur normal beim Startbildschirm. Die Auswahl wird kontinuierlich erweitert. Zudem wird das Quick Resume-Feature ständig verfeinert und Fehler behoben, die bei manchen Titeln noch das Laden problematisch machten.

Wie hat dir diese Kaufberatung gefallen?

16 Bewertungen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut oder laden Sie die Seite neu.