Midea PortaSplit 12.000 BTU Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Die Midea PortaSplit 12.000 ist eine mobile Split-Klimaanlage, die kühlen und heizen kann. Dank ausgelagerter Außeneinheit arbeitet sie effizienter und leiser als klassische Monoblock-Geräte, bleibt aber ohne feste Installation flexibel. Die werkzeuglose Fenstermontage macht sie ideal für Mietwohnungen. Sie kühlt Räume bis rund 42 Quadratmeter zügig herunter und heizt in der Übergangszeit effizient mit SCOP 4,0. Praktisch sind die durchdachte App mit Verbrauchsüberblick und der große Funktionsumfang. Nachteile sind das hohe Gewicht der Inneneinheit und der höhere Anschaffungspreis. Wer ein flexibles Ganzjahresgerät sucht, trifft hier eine starke Wahl.Vorteile
- Effiziente Kühlung Kühlt große Räume dank Split-Bauweise schnell herunter
- Heizt im Winter Effiziente Heizfunktion macht sie zum Ganzjahresgerät
- Ohne Werkzeug montiert Fensterhalterung ideal für Mietwohnungen
- Gelungene App Steuerung, Verbrauchsüberblick und viele Funktionen
Nachteile
- Schwere Inneneinheit Mit 32,5 kg nur zu zweit zu transportieren
- Höherer Preis Teurer als klassische Monoblock-Geräte
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Midea PortaSplit 12.000 im Test: Die mobile Klimaanlage, die auch heizen kann
Die Midea PortaSplit 12.000 ist die große Schwester der gehypten PortaSplit Cool 8000 — und sie legt noch eine Schippe drauf: Neben einer höheren Kühlleistung von 12.000 BTU (3,5 kW) kann sie im Winter auch heizen. Damit wird aus der mobilen Klimaanlage ein echtes Ganzjahresgerät. Wir haben die PortaSplit-Reihe ausführlich getestet und ordnen ein, was die 12.000er-Variante kann und für wen sie sich lohnt.
Warum die Split-Bauweise den entscheidenden Unterschied macht
Die PortaSplit ist — wie der Name schon verrät — ein portables Splitgerät und damit allein durch ihre Bauweise etwas Besonderes. Normalerweise gibt es nur zwei Kategorien: klassische Monoblock-Klimageräte und fest verbaute Split-Klimaanlagen.

Monoblöcke haben zwei gravierende Nachteile. Erstens sitzen alle Komponenten we Wärmetauscher und Steuerelektronik in einem einzigen Gehäuse im Raum. Zweitens befördert der breite Abluftschlauch aktiv Luft nach draußen. Dadurch entsteht im Raum ein Unterdruck, und die warme Außenluft strömt durch das Fenster oder andere Ritzen direkt wieder herein. Obendrein ist der Abluftschlauch nicht isoliert und wird im Betrieb sehr warm — quasi eine Heizung mitten im Sommer.
Fest installierte Split-Klimaanlagen lösen diese Probleme, weil der laute Kompressor draußen sitzt. Sie müssen aber in der Regel von einer Fachfirma eingebaut werden, sind entsprechend teuer und kommen für die meisten Mietwohnungen nicht infrage.
Die PortaSplit ist die goldene Mitte aus beiden Welten: Die Außeneinheit wandert nach draußen, das Gerät bleibt aber mobil und kommt ohne feste Installation aus. Die 12.000er-Variante liegt preislich bei rund 800 Euro — mehr als die reine Kühl-Version mit 8.000 BTU, aber immer noch deutlich unter einer fest installierten Split-Anlage inklusive Einbau. Dafür gibt es die höhere Kühlleistung für Räume bis zu 42 Quadratmeter und eben die Heizfunktion, die der kleinen Schwester fehlt.
Ersteindruck: Kompakt, schick und in zwei Teilen
Die PortaSplit 12.000 besteht aus einem Innengerät, das mit 32,5 Kilogramm relativ schwer ist, und einem deutlich leichteren Außengerät mit nur rund 10 Kilogramm. Wer das Paket von der Post abholt, kommt also besser zu zweit.
Zum Lieferumfang der PortaSplit-Reihe gehören neben den beiden Geräten eine clevere Fensteraufhängung inklusive Sicherheitsdraht, eine Fernbedienung, ein Plastikschutz, eine Fensterabdichtung, ein Schlauch für das Kondenswasser und eine Bedienungsanleitung. Das Innenmodul misst knapp 65 cm in der Höhe, 34 cm in der Tiefe und rund 52 cm in der Breite; das Außenmodul ist etwa 44 cm hoch, 50 cm breit und 26 cm tief. Gerade die Außeneinheit fällt damit angenehm kompakt aus.
Nach dem Auspacken ist der erste Eindruck sehr positiv: Das Gerät ist schlicht gestaltet und trägt an der Front eine Art Stoffbezug, durch den die eingestellte Temperatur hindurchschimmert. Sehr schick und deutlich ansprechender als gewöhnliche Klimageräte. Eine Schnellanleitung und ein per QR-Code abrufbares Erklärvideo führen schrittweise durch die Ersteinrichtung.
Installation ohne Werkzeug: Fast wie eine Klimmzugstange
Für die Installation wird keinerlei Werkzeug benötigt. Die Fensterhalterung wird einfach eingeklemmt, gegen die Hauswand gedrückt und festgeschraubt — das Prinzip erinnert an eine Klimmzugstange. Anschließend wird die Außeneinheit in die Schienen geklickt. Wie bei allen nicht fest verbauten Klimageräten bleibt das Fenster geöffnet, denn der Verbindungsschlauch zwischen Innen- und Außengerät lässt sich nicht abnehmen.

Damit trotzdem möglichst wenig Außenluft einströmt, liegt eine Fensterabdichtung bei. Praktisch: Ein Klettband hält das Fenster einigermaßen fest zu. Bei Gewitter oder Sturm empfiehlt es sich dennoch, das Außengerät hereinzuholen und das Fenster richtig zu schließen. Bleibt das Gerät länger am selben Standort, lohnt sich die vollständige Fensterabdichtung: Sie wird mit Klett am Fensterrahmen befestigt und über Reißverschlüsse geschlossen. Das Anbringen ist etwas nervig und elegant sieht die Lösung nicht aus — aber sie verbessert den Wirkungsgrad spürbar. Gerade bei der 12.000er, die auch im Winter zum Heizen am Fenster hängt, ist eine gute Abdichtung umso wichtiger.
Bedienen lässt sich das Gerät wahlweise über Sensortasten am Innengerät, über die Fernbedienung oder per Smartphone-App. Die Swing-Funktion verteilt die Luft gleichmäßiger im Raum, die Gebläsestärke ist in mehreren Stufen einstellbar — inklusive Silent-Funktion für die Nacht. Und wer das Gerät zwischen Räumen bewegen will, legt die Plastikschale auf die Inneneinheit und stellt die Außeneinheit einfach darauf.
Kühlleistung: Was der Test des Schwestermodells verrät
Getestet haben wir die Kühlleistung ausführlich am Schwestermodell PortaSplit Cool 8000 — die Ergebnisse lassen sich gut auf die 12.000er übertragen, die auf dem Papier sogar noch mehr Leistung mitbringt. In unserem rund 40 Quadratmeter großen Test-Wohnzimmer, für die 8000er fast schon grenzwertig groß, kühlte die kleine PortaSplit den Raum in zwei Stunden von 28 auf angenehme 22 Grad herunter — ein Minus von sechs Grad und eine ordentliche Kühlleistung.

Zum Vergleich: Die AEG ChillFlex Pro, ein klassischer Monoblock aus unserem letztjährigen Test, schaffte in einem vergleichbar großen Raum nach einer Stunde nur anderthalb Grad — obwohl ihre Kühlleistung auf dem Papier mit 9.000 BTU über der 8000er-PortaSplit liegt. Der bessere Wirkungsgrad der Split-Bauweise zahlt sich direkt aus. Die PortaSplit 12.000 mit ihren 3,5 kW dürfte denselben Raum entsprechend schneller herunterkühlen und hat auch bei großen Räumen noch Reserven.
An eine fest verbaute Split-Klimaanlage kommt aber auch sie nicht ganz heran: Die professionelle Anlage kühlt stärker, arbeitet noch leiser, und der entscheidende Vorteil bleibt das geschlossene Fenster.
Der große Trumpf: Heizen im Winter
Der wichtigste Unterschied zur 8000er-Variante ist die Heizfunktion. Die PortaSplit 12.000 arbeitet in beide Richtungen und liefert auch beim Heizen 3,5 kW Leistung. Mit der Energieeffizienzklasse A+ und einem SCOP-Wert von 4,0 holt sie dabei aus einer Kilowattstunde Strom rechnerisch rund vier Kilowattstunden Wärme heraus — deutlich effizienter als jeder Heizlüfter. In der Übergangszeit oder als Zusatzheizung fürs Home-Office kann das Gerät so die teure Zentralheizung entlasten — etwa an kühlen Frühlings- und Herbsttagen, an denen sich das Hochfahren der kompletten Heizungsanlage kaum lohnt. Aus dem Sommergerät, das sonst den Großteil des Jahres im Keller steht, wird damit ein Ganzjahresgerät, das seinen Platz am Fenster dauerhaft rechtfertigt. Das relativiert auch den Aufpreis gegenüber der reinen Kühl-Version deutlich.
Leise genug zum Schlafen? Die Lautstärke im Check
Beim Schwestermodell haben wir je nach Gebläsestufe in rund 25 Zentimetern Abstand 55 bis 58 Dezibel gemessen, im Silent-Modus nur 46 dB — etwas mehr als vom Hersteller angegeben, aber um Welten besser als jedes Monoblock-Gerät. Für die 12.000er nennt Midea je nach Stufe 39 bis 49 dB(A). Auch wenn in der Praxis erfahrungsgemäß ein paar Dezibel mehr anfallen dürften, gilt: Neben einer PortaSplit lässt sich problemlos ohne Ohrstöpsel schlafen.
Stromverbrauch: Effizienz auf A++-Niveau
Beim Kühlen erreicht die PortaSplit 12.000 die Energieeffizienzklasse A++ mit einem SEER-Wert von 6,1. Wie sich das in der Praxis anfühlt, zeigt wieder unser Test der 8000er: Dort maßen wir rund 120 Wattstunden je 15-Minuten-Intervall, also etwa eine halbe Kilowattstunde pro Stunde. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde entspricht das rund 15 Cent pro Stunde — und damit weniger als beim Monoblock-Vergleichsgerät AEG ChillFlex Pro, das auf 20 Cent kam. Je nach Nutzung sind das etwa 40 bis 50 Euro pro Monat. Die 12.000er dürfte bei voller Leistung etwas mehr verbrauchen, kühlt dafür aber auch schneller und regelt früher herunter. Für ein nicht fest installiertes Splitgerät sind das gute Werte.
Mehr als nur Fernbedienung: Die SmartHome-App überzeugt

Die Midea-SmartHome-App kann deutlich mehr als nur fernsteuern: Sie liefert einen detaillierten Überblick über den Stromverbrauch, erlaubt das Hinterlegen des individuellen Stromtarifs und zeigt alle Verbrauchs- und Aktivitätsdaten im Kalender an. Dazu kommen Schlafzyklen mit Temperatur-Verlaufskurven, einstellbare Minimal- und Maximaltemperaturen und eine Selbstreinigungsfunktion. Insgesamt ist die App richtig gelungen: viele Funktionen, trotzdem intuitiv — und mit dem Verbrauchsüberblick lernt man nebenbei den eigenen Bedarf besser kennen. Gerade beim Heizbetrieb im Winter ist die Verbrauchskontrolle Gold wert.
Unser Fazit: Das Ganzjahresgerät der PortaSplit-Familie
Die Midea PortaSplit 12.000 nimmt alles, was schon die 8000er so überzeugend macht — den ausgelagerten Wärmetauscher, die werkzeuglose Installation, die Mobilität eines Monoblocks — und ergänzt es um mehr Kühlleistung und eine effiziente Heizfunktion. Damit ist sie die richtige Wahl für alle mit größeren Räumen und für alle, die ihr Gerät das ganze Jahr nutzen wollen statt nur an heißen Tagen.
Natürlich bleibt auch sie ein Kompromiss gegenüber der fest verbauten Split-Anlage, und die Lösung mit dem offenen Fenster samt wenig eleganter Fensterabdichtung ist nicht optimal. Doch wer keine feste Anlage installieren kann oder darf, bekommt hier den aktuell wohl besten Mittelweg. Ein Tipp zum Schluss: Im Hochsommer ist die PortaSplit-Reihe stark nachgefragt und oft nur zu überhöhten Preisen zu haben. Wer kann, kauft im Herbst oder Winter — bei der 12.000er lässt sich das Gerät dann dank Heizfunktion sogar sofort sinnvoll einsetzen.