Der Gastroback Design BBQ Pro löst ein Problem, das die meisten Kontaktgrills haben: Sie kennen nur eine Temperatur für alles. Hier sind die beiden Hälften getrennt regelbar, du brutzelst also links das Steak, während rechts Paprika und Zucchini bei milderer Hitze gar ziehen. Aufgeklappt verdoppelt sich die Fläche zum Tischgrill, und der höhenverstellbare Deckel legt sich auf dicke Burger, statt sie platt zu drücken. Ein Timer meldet sich, wenn die Zeit um ist. Die Verarbeitung gehört zum Besten dieser Auswahl: schwere Platten, sauberer Fettablauf, nichts wackelt. Genau die dicken Platten kosten dich allerdings Geduld, denn der Grill braucht länger zum Vorheizen als die schnellen Geräte oben, und mit gut 7 kg ist er nichts zum ständigen Umräumen. Wer bewusst grillt statt nebenbei, bekommt dafür viel Kontrolle.
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Darauf musst du beim Kauf achten
Ein Kontaktgrill verspricht Grillaromen ohne Balkon, ohne Kohle und ohne Wartezeit: Deckel zu, ein paar Minuten warten, fertig. Weil das Grillgut von beiden Seiten Hitze bekommt, brauchst du etwa die Hälfte der Zeit einer Pfanne, und das Fett läuft in eine Schale ab, statt im Bratensatz zu landen. Der Haken liegt woanders: Zwischen einem Gerät für 40 Euro und einem für 250 Euro liegen Welten bei Hitze, Fläche und Reinigung, und man sieht ihnen das von außen kaum an. Die folgenden Punkte trennen die Geräte, die nach zwei Jahren noch benutzt werden, von denen im Keller.
| Worauf achten | Warum es zählt | Gut, wenn … |
| Spitzentemperatur | Kräftige Hitze macht den Unterschied zwischen Kruste und grauem Fleisch | der Grill 250 °C und mehr erreicht |
| Grillfläche | Entscheidet, ob alle gleichzeitig essen oder nacheinander | ab 600 cm² für zwei, ab 750 cm² für vier Personen |
| Abnehmbare Platten | Der häufigste Grund, warum ein Grill im Schrank verstaubt | Platten sich lösen und in die Spülmaschine dürfen |
| Höhenverstellbarer Deckel | Ein starrer Deckel drückt Burger und Panini flach | sich mehrere Positionen arretieren lassen |
| Getrennte Heizzonen | Fleisch und Gemüse brauchen unterschiedliche Hitze | beide Platten einzeln regelbar sind |
| Aufklappbar | Verdoppelt die Fläche und macht den Grill zum Tischgrill | die Platten flach in eine Ebene gehen |
Kontaktgrill, Elektrogrill oder Sandwichmaker? Was du wirklich brauchst
Bevor du dich für ein Modell entscheidest, klär die Gattungsfrage. Ein Kontaktgrill hat zwei beheizte Platten, die aufeinanderklappen. Das Grillgut liegt dazwischen und gart von beiden Seiten, was Zeit spart und die typischen Streifen macht. Er ist die richtige Wahl für Steak, Panini, Burger und Gemüsescheiben.
Ein Elektrogrill hat nur eine Heizfläche und einen offenen Aufbau. Du wendest selbst, es dauert länger, dafür passt mehr drauf und du siehst dem Grillgut beim Bräunen zu. Viele Kontaktgrills lassen sich flach aufklappen und übernehmen diese Rolle gleich mit, das ist der Grund, warum aufklappbare Modelle in unserer Auswahl weit vorn stehen.
Ein Sandwichmaker ist ein kleiner Verwandter mit fest verbauten, meist dreieckig geformten Platten. Er kann Toasts und sonst wenig. Wenn du hauptsächlich Sandwiches machst, reicht er, kostet aber oft genauso viel wie ein einfacher Kontaktgrill, der mehr kann. Wer daneben noch Waffeln oder Raclette plant, schaut besser bei den Waffeleisen und Raclette-Grills vorbei, statt auf ein Kombigerät zu hoffen, das alles halb gut macht.
Grillfläche und Bauform: Wie viel Platz du brauchst
Die Grillfläche ist die Zahl, die im Alltag am meisten ärgert, wenn sie zu klein ausfällt. Als Faustregel: Rund 600 cm² reichen für zwei Portionen, ab etwa 750 cm² essen vier Personen gleichzeitig statt in Schichten. Verlass dich dabei nicht auf die Gehäusegröße. Geräte mit viel Technik und dickem Rahmen bauen groß, ohne innen mehr Platz zu bieten als schlichtere Konstruktionen.
Achte auch auf die Form. Lange, schmale Platten nehmen zwei Steaks nebeneinander auf, quadratische passen besser zu Toast und Panini. Und wenn du wenig Stellfläche hast, lohnt der Blick auf Modelle, die sich hochkant verstauen lassen oder unter 3 kg wiegen. Ein schwerer Grill, den du zu zweit aus dem Schrank heben musst, wird schlicht seltener benutzt.
Leistung und Aufheizzeit: Worauf es wirklich ankommt
Wattzahlen stehen groß auf der Verpackung, sagen allein aber wenig. Entscheidend ist, welche Temperatur tatsächlich auf der Platte ankommt und wie schnell. Richtig Farbe bekommt Fleisch erst bei kräftiger Hitze: Gute Geräte erreichen 250 bis 280 °C, schwache bleiben unter 200 °C und garen das Steak eher, als es anzubraten.
Die Spanne reicht von rund 800 W bei den kleinsten Geräten bis 2.400 W bei den großen, der Schwerpunkt liegt zwischen 1.800 und 2.200 W. Ein Modell mit 1.800 W kann durchaus heißer werden als eins mit 2.200 W, wenn Platten und Isolierung besser sind. Aussagekräftiger ist die Aufheizzeit: Wer in zwei bis fünf Minuten auf Temperatur ist, hat Reserven. Dauert es länger, kommt der Grill beim zweiten Durchgang oft nicht hinterher, weil kaltes Grillgut ihn auskühlt.
Automatik, Sensor oder Drehknopf: Wie viel Technik sinnvoll ist
Automatikprogramme regeln Zeit und Hitze selbst, und die guten können mehr als eine Eieruhr: Ein Dickensensor misst das Grillgut beim Schließen des Deckels und passt den Ablauf an, danach meldet ein Signal, wann rare, medium oder well done erreicht ist. Wer den Garpunkt bei Steak nie trifft, löst damit ein echtes Problem.
Programme haben aber eine Kehrseite. Bei vielen Geräten kannst du im manuellen Betrieb die Temperatur nicht mehr frei wählen, sondern nur zwischen festen Stufen springen. Für Gemüse, das man gern etwas sanfter gart, ist das lästig. Prüf deshalb, ob dein Wunschgerät neben der Automatik auch eine stufenlose Regelung bietet.
Ein Punkt wird regelmäßig übersehen: der Timer. Erstaunlich viele Grills haben keinen, auch teure nicht. Ohne Timer und ohne Programm stehst du daneben und schätzt, was bei Fisch oder Hähnchen schnell schiefgeht.
Reinigung: der Punkt, der über den Alltag entscheidet
Kein Kriterium entscheidet so sehr darüber, ob ein Grill benutzt wird, wie die Reinigung. Fest verbaute Platten heißen: Du stehst mit einem feuchten Tuch am heißen Gerät und kommst an die Rillen nicht heran. Abnehmbare Platten löst du dagegen mit einem Knopfdruck und gibst sie in die Spülmaschine. Achte darauf, dass die Entriegelung leichtgängig ist, denn hakelige Verschlüsse sind ein häufiger Kritikpunkt.
Zweiter Punkt ist die Fettauffangschale. Sie sollte groß genug sein, damit sie bei mehreren Durchgängen nicht überläuft, und sich seitlich herausziehen lassen, ohne dass du den Grill anheben musst. Und ein Tipp aus der Praxis: Wisch die Platten aus, solange sie handwarm sind. Ausgekühltes Fett bekommst du nur noch mit Einweichen ab.
Wechselplatten, Zubehör und Ersatzteile
Wechselplatten machen aus einem Kontaktgrill ein kleines Küchensystem. Glatte Platten sind fast wichtiger als die geriffelten: Auf ihnen gelingen Spiegelei, Pfannkuchen und Fisch, der auf Rillen zerfällt. Waffeleinsätze und Backschalen gibt es bei einigen Modellen dazu, letztere ersetzen für Gratins oder Aufläufe sogar den Backofen und sparen dabei spürbar Strom.
Der am meisten unterschätzte Punkt ist die Ersatzteillage. Antihaftbeschichtungen halten je nach Nutzung ein paar Jahre, danach klebt alles an. Bei manchen Herstellern kannst du dann einfach neue Platten nachkaufen, bei anderen bekommst du sie gar nicht einzeln, und ein sonst intaktes Gerät wird zum Fall für den Wertstoffhof. Wer den Grill lange behalten will, sollte das vor dem Kauf einmal prüfen.
Was ein Kontaktgrill kostet
Unter 50 Euro bekommst du einfache Geräte mit fester Temperatur und kleinen, fest verbauten Platten. Für gelegentliche Toasts reicht das, zum Grillen fehlt die Hitze. Der Sweet Spot liegt zwischen 80 und 150 Euro: In dieser Klasse findest du regelbare Temperatur, abnehmbare spülmaschinenfeste Platten, ordentliche Grillflächen und oft schon Automatikprogramme.
Darüber wird es Spezialistensache. Ab etwa 200 Euro kommen getrennt regelbare Heizzonen, mehrere Plattensätze, Fleischthermometer und deutlich massivere Bauweise dazu. Das lohnt sich, wenn du regelmäßig für mehrere Leute grillst oder den Grill als Ersatz für Backofen und Heißluftfritteuse einplanst. Für zwei Personen und Feierabendküche ist das mehr Gerät, als du brauchst.
Diese Kontaktgrills empfehlen wir dir außerdem
Neben den fünf Empfehlungen weiter oben lohnen sich fünf weitere Geräte aus unserer Auswahl: vom großen Automatik-Grill bis zum kleinen Einsteiger für die Studentenküche.
Tefal OptiGrill Elite GC750D – Automatik für jeden Gang