Spielekonsole Test: Die besten Spielekonsolen 2026
Welche Spielekonsole passt zu dir? Die Antwort hängt vor allem davon ab, wo du überhaupt spielst. Für unseren Spielekonsolen-Vergleich 2026 haben wir den aktuellen Markt ausgewertet und empfehlen dir für jede Bauform ein Modell. Fest am Fernseher ist die Microsoft Xbox Series X unsere Top-Empfehlung. Wer zu Hause und unterwegs spielen will, greift zur Nintendo Switch 2 mit Mario Kart World, bei der der Vollpreis-Titel schon im Karton liegt. Rein für unterwegs bringt der MSI Claw 8 AI+ genug Leistung für aktuelle Titel mit. In diesem Artikel erfährst du, worin sich die Bauformen unterscheiden und worauf du beim Kauf wirklich achten solltest.
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Alles, was du wissen musst, bevor du Spielekonsolenkaufst – von unseren Experten zusammengestellt.
Stefan Laun
Redakteur · Aktualisiert: August 2026
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Inhaltsverzeichnis8 Kapitel
Spielekonsolen Vergleich 2026 – welche Konsole passt zu dir?
Konsole ist nicht gleich Konsole: Die eine gehört unter den Fernseher, die nächste wandert mit in die Bahn, und wieder andere sind eigentlich Windows-PCs mit Griffen dran. Wir haben den aktuellen Markt verglichen: Ausstattung, Spieleangebot, Preisentwicklung und Verfügbarkeit. Elf Modelle empfehlen wir dir: acht Favoriten nach Bauform sortiert, dazu drei Alternativen für Sonderfälle. So findest du schnell heraus, ob du eine Wohnzimmer-Maschine brauchst, einen Hybriden für beides oder ein Gerät, das nur unterwegs zählt.
Foto: Vier Freunde spielen gemeinsam mit einer Videospielkonsole auf einer Couch.
TestnoteUnsere Gesamtnote fasst die gewichteten Einzelbewertungen aus unserem Test zusammen.
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Vor- & Nachteile
Vor- & Nachteile
DualSense-Controller
Sehr kurze Ladezeiten
Volle Leistung
Laufwerk nachrüstbar
Keine Disc-Spiele
Knapper Speicher
Vor- & Nachteile
Starke Spieleleistung
Ausdauernder Akku
Gutes 120-Hz-Display
Sticks ohne Drift
Schwer und sperrig
Hakelige Software
Vor- & Nachteile
Kompakter als zuvor
1 TB SSD
4K mit 120 Hz
Laufwerk abnehmbar
Lüfter hörbar
Kein Leistungsplus
Vor- & Nachteile
Volle 4K-Power
Quick Resume
Sehr leise
Kurze Ladezeiten
Wenig Exklusivtitel
Controller altbekannt
Vor- & Nachteile
Stabile 60 FPS
2 TB SSD
Sehr leise
Schnelle Ladezeiten
Kein Laufwerk
Nur Feinschliff
Vor- & Nachteile
Bequeme Griffe
Flüssiges 120-Hz-Display
Konsolen-Bedienung
Leise und kühl
Kurze Akkulaufzeit
Kein Netzteil dabei
Vor- & Nachteile
Starkes OLED-Display
Stabiler Aufsteller
Drei Spielmodi
Kräftiger Klang
Kein Leistungsplus
Knapper Speicher
Vor- & Nachteile
Mario Kart inklusive
Starkes Display
Magnetische Joy-Cons
Abwärtskompatibel
Kein OLED-Display
Kurze Akkulaufzeit
Vor- & Nachteile
Super Display
Verbesserte Ergonomie
Bessere Grafik
2 USB-C-Anschlüsse
Preisanstieg
Kein OLED-Display
Vor- & Nachteile
Völlig lautlos
Kurze Ladezeiten
Quick Resume
Sehr kompakt
Wenig Speicher
Kein Laufwerk
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Die besten stationären Spielekonsolen
Stationäre Konsolen hängen am Fernseher und liefern dafür die mit Abstand beste Grafik pro Euro. Sie sind die richtige Wahl, wenn du abends auf dem Sofa spielst und ein großes Bild willst. Unsere Empfehlungen sind die Microsoft Xbox Series X für die maximale Leistung, die PlayStation 5 Digital Edition als günstigerer Sony-Einstieg und die PlayStation 5 Slim für alle, die Spiele auf Disc kaufen.
Foto: Die Xbox Series X steht mit Controller vor einem Monitor.
Microsoft Xbox Series X – die Leistungsspitze fürs Wohnzimmer
Die Xbox Series X ist Microsofts stärkste Konsole und die richtige Wahl, wenn dein Fernseher 4K kann und du bei der Bildrate keine Kompromisse willst. Spiele laufen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde, Raytracing inklusive. Im Alltag fällt aber etwas anderes stärker auf: Die SSD verkürzt die Ladezeiten so deutlich, dass große Titel teils in einem Drittel der früheren Zeit starten. Dazu kommt Quick Resume, mit dem du mehrere Spiele gleichzeitig pausiert liegen lässt und in Sekunden zwischen ihnen wechselst. Der Lüfter bleibt dabei so leise, dass du ihn beim Spielen praktisch nicht hörst. Die Abwärtskompatibilität reicht zurück bis zur allerersten Xbox, und im Karton steckt ein UHD-Blu-ray-Laufwerk, das gleich den Player unter dem Fernseher ersetzt. Ehrlich gesagt fehlen der Konsole aber echte Exklusivtitel, der Controller hat sich seit Jahren kaum verändert, und das Menü zeigt Werbung. Wer den Game Pass nutzt, holt hier trotzdem am meisten heraus: Neue Microsoft-Titel landen dort am Erscheinungstag.
Die PlayStation 5 Digital Edition liefert exakt die Leistung der normalen PS5 und spart nur das Blu-ray-Laufwerk ein. Sie fällt dadurch schlanker und leichter aus und kostet weniger als die Variante mit Laufwerk. Herausragend ist vor allem der Controller: Der DualSense setzt mit seinen adaptiven Triggern spürbar Widerstand entgegen, wenn du im Spiel einen Bogen spannst, und sein feines Vibrationsfeedback lässt dich Untergründe förmlich ertasten. Die SSD lädt so flott, dass Wartezeiten im Alltag kaum noch auffallen. Praktisch ist auch, dass sich ein Laufwerk nachträglich anstecken lässt, falls du es doch vermisst. Der Haken ist der Speicher: Von den 825 GB bleiben rund 667 GB nutzbar, und ein einziges großes Spiel belegt davon schnell über 100 GB. Dafür gibt es das 3D-Audio gratis dazu: Mit Kopfhörern ortest du Gegner tatsächlich hinter dir. Wer seine Spiele ohnehin digital kauft, macht hier nichts falsch.
Wenn du Spiele gebraucht kaufst, verleihst oder einfach gern ein Regal voller Hüllen hättest, ist die PlayStation 5 Slim die passende Sony-Konsole. Sie bringt ein Blu-ray-Laufwerk mit, das sich mit wenigen Handgriffen abnehmen lässt, und legt beim Speicher auf 1 TB zu – davon bleiben rund 848 GB für deine Spiele. Gegenüber dem ursprünglichen Modell ist sie rund ein Viertel leichter und spürbar kompakter, passt also auch unter schmalere Fernsehmöbel. Technisch bleibt alles beim Alten: 4K mit hohen Bildraten, Raytracing und derselbe hervorragende DualSense-Controller. Dass der Lüfter hörbarer arbeitet und die Konsole etwas wärmer wird als das erste Modell, fällt in ruhigen Spielszenen tatsächlich auf. Das 3D-Audio und die blitzschnelle SSD sind identisch zur Digital Edition, du zahlst also nur für Laufwerk und Speicher drauf. Wer schon eine PS5 der ersten Generation besitzt, gewinnt hier dagegen vor allem Platz im Regal.
Foto: Die PlayStation 5 von oben auf einem Lowboard fotografiert.
Die besten Hybrid-Konsolen von Nintendo
Nintendos Hybride sind Handheld und Fernsehkonsole in einem: Du spielst unterwegs auf dem eingebauten Bildschirm und schiebst das Gerät zu Hause ins Dock, ohne den Spielstand zu verlieren. Dafür bekommst du Nintendos Spiele, die es nirgendwo sonst gibt. Wir empfehlen die Nintendo Switch 2 mit Mario Kart World als aktuelle Generation und die Nintendo Switch OLED als deutlich günstigeren Klassiker mit dem schöneren Bildschirm.
Foto: Die Nintendo Switch OLED im Handheld-Modus.
Nintendo Switch 2 + Mario Kart World – der Generationssprung mit Spiel im Karton
Mit Mario Kart World
Nintendo Switch 2 + Mario Kart World
Mario Kart inklusiveStarkes DisplayMagnetische Joy-Cons
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Mit Mario Kart World
Nintendo Switch 2 + Mario Kart World
Mario Kart inklusive: Vollpreis-Titel liegt dem Bundle bei
Starkes Display: 7,9 Zoll, Full HD, 120 Hertz und HDR
Magnetische Joy-Cons: Halten fest, einer dient als Maus
Abwärtskompatibel: Switch-1-Spiele laufen weiter, oft besser
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Produktdetails
Acht Jahre nach der ersten Switch ist die Nintendo Switch 2 endlich der Sprung, auf den viele gewartet haben – und in diesem Bundle liegt Mario Kart World gleich mit im Karton, also genau der Titel, der die Konsole aktuell trägt. Das 7,9 Zoll große Display zeigt Spiele merklich schärfer als der Vorgänger, und am Fernseher gibt das Dock bis zu 4K aus. Die Joy-Cons haften jetzt magnetisch, statt in eine Schiene geschoben zu werden, was das Abnehmen angenehm beiläufig macht; seitlich gedreht funktioniert einer davon sogar als Maus. Deine alte Switch-Bibliothek läuft weiter, viele Titel sogar flüssiger als zuvor. Zwei Dinge trüben das Bild: Nintendo verbaut ein LCD statt eines OLED, und der Akku ist bei fordernden Spielen schon nach rund zwei Stunden leer. Der Speicher fällt mit 256 GB für Nintendo-Verhältnisse großzügig aus. Für Neueinsteiger ist das Bundle der naheliegendste Start: Konsole und der Titel, den fast jeder zuerst kauft, in einem Karton.
Die Nintendo Switch OLED ist die ältere Generation, aber für viele die klügere Wahl: Sie kostet deutlich weniger als die Switch 2 und hat ihr in einem Punkt sogar etwas voraus. Ihr 7 Zoll großes OLED-Display zeigt kräftige Farben und ein tiefes Schwarz, das ein LCD schlicht nicht hinbekommt. Im abgedunkelten Zimmer ist der Unterschied sofort sichtbar. Der breite, stufenlos verstellbare Aufsteller macht den Tischmodus endlich brauchbar, das Metallgehäuse fühlt sich wertig an, und die Lautsprecher klingen voller als beim Ur-Modell. Im Dock steckt ein LAN-Anschluss für stabiles Online-Spiel. Technisch bleibt sie allerdings auf dem Stand von 2017: kein 4K, keine höhere Bildrate, und die 64 GB Speicher sind so knapp, dass eine microSD-Karte praktisch dazugehört. Der Akku hält dafür länger durch als bei der Switch 2, und du bekommst dieselbe riesige Spielebibliothek. Für Nintendos große Klassiker reicht das locker – wer aktuelle Multiplattform-Titel spielen will, braucht die neuere Generation.
Foto: Die Nintendo Switch OLED steht im Dock und ist von vorne zu sehen.
Die besten Gaming-Handhelds
Handhelds spielst du ausschließlich unterwegs oder auf der Couch. Zwei Gattungen stehen sich gegenüber: Windows-Handhelds, die deine komplette PC-Spielesammlung mitnehmen, und Streaming-Geräte, die das Bild von einer Konsole holen. Wir empfehlen den MSI Claw 8 AI+ für die stärkste Grafik unterwegs, das ASUS ROG Xbox Ally X für den besten Griff und das PlayStation Portal, wenn du bereits eine PS5 besitzt.
MSI Claw 8 AI+ – Spieleleistung auf Augenhöhe mit den Schnellsten
Der MSI Claw 8 AI+ ist ein vollwertiger Windows-PC im Handheld-Format und richtet sich an alle, die unterwegs keine Abstriche bei der Grafik machen wollen. Sein 8 Zoll großes Display gehört zu den größten im Handheld-Feld und zeigt Spiele dank variabler Bildrate angenehm ruhig. Der Intel-Prozessor stemmt aktuelle Titel in Full HD flüssig, teils sogar mit Raytracing – Frameraten, für die du sonst deutlich mehr ausgibst. Die Hall-Effect-Sticks arbeiten berührungslos und bekommen darum auch nach Jahren keinen Stick-Drift. Der Akku hält je nach Leistungsstufe zwei bis vier Stunden. Spürbar ist dafür das Gewicht: Nach einer langen Session merkst du die knapp 800 Gramm in den Handgelenken, und MSIs Steuerungssoftware reagiert immer wieder zäh. Praktisch ist die 1-TB-SSD, die sich zudem tauschen lässt, was bei Handhelds keine Selbstverständlichkeit ist. Für Vielspieler mit großer Steam-Bibliothek lohnt er sich trotzdem, wenn dich das Gewicht nicht stört.
Beim ASUS ROG Xbox Ally X zeigt sich der Unterschied erst nach der zweiten Stunde: Die ausgeformten Griffe im Xbox-Stil liegen so gut in der Hand, dass lange Sessions nicht in verkrampften Fingern enden. Dazu kommt die Xbox-Oberfläche, die sich komplett per Gamepad bedienen lässt und dir den Umweg über den Windows-Desktop erspart. Weil darunter trotzdem ein vollwertiges Windows steckt, laufen neben dem Game Pass auch Steam, Epic und GOG. Das 7-Zoll-Display löst in Full HD auf und arbeitet mit 120 Hertz. Der Ryzen-Prozessor packt aktuelle Spiele flüssig, der Sprung zum Vorgänger fällt allerdings kleiner aus als erhofft. Praktisch ist die tauschbare 1-TB-SSD, und über USB 4 hängst du am Schreibtisch sogar eine externe Grafikkarte an. Störend sind die kurze Akkulaufzeit von zwei bis drei Stunden und das fehlende Netzteil, das du separat kaufen musst.
Das PlayStation Portal ist kein eigenständiger Handheld, und das solltest du vor dem Kauf wissen: Es ist ein Bildschirm mit geteiltem DualSense-Controller, der die Spiele deiner PS5 per WLAN überträgt. Für Remote Play brauchst du also eine eingeschaltete Konsole im Netzwerk; per PS-Plus-Abo lässt sich inzwischen zusätzlich eine Auswahl an Titeln direkt aus der Cloud streamen. Damit löst es ein sehr konkretes Problem: weiterspielen, während jemand anderes den Fernseher belegt. Das 8-Zoll-Display löst in Full HD auf und zeigt kräftige Farben, die Bedienung fühlt sich dank adaptiver Trigger und feiner Haptik exakt wie am normalen Controller an. Eingerichtet ist das Gerät per QR-Code in wenigen Minuten. Bei schnellen Shootern und Rennspielen bleibt allerdings eine spürbare Verzögerung, und beim Funk spart Sony: nur Wi-Fi 5, kein Bluetooth für Kopfhörer. Der Akku hält vier bis sechs Stunden durch, du kommst also durch einen langen Abend. Für ruhige Titel im Bett oder im Nebenzimmer ist es ideal, als eigenständige Konsole taugt es dagegen nicht.
Eine Spielekonsole kaufst du nicht für ein Jahr, sondern für fünf bis sieben. Entsprechend lästig ist es, wenn nach drei Monaten auffällt, dass die Freunde alle woanders spielen oder der Speicher ständig voll ist. Die folgenden Punkte sind die, an denen sich die Entscheidung tatsächlich festmacht, in ungefähr der Reihenfolge, in der du sie durchgehen solltest.
Stationär, hybrid oder Handheld? Die drei Bauformen
Überleg dir zuerst, wo die Konsole eigentlich stehen soll. Stationäre Konsolen wie PlayStation 5 und Xbox Series X hängen fest am Fernseher. Sie haben die stärkste Hardware, keinen Akku und liefern pro ausgegebenem Euro die beste Grafik. Wer hauptsächlich abends vor dem Fernseher spielt, fährt damit am besten.
Hybride, also Nintendos Switch-Familie, laufen unterwegs auf dem eingebauten Bildschirm und zu Hause über das Dock am Fernseher. Diese Flexibilität kostet Rechenleistung: Grafisch liegt selbst die Switch 2 unter den stationären Konsolen.
Foto: Eine Nintendo Switch wird aus ihrem Dock genommen und wechselt in den Handheld-Modus.
Reine Handhelds gibt es in zwei Sorten. Windows-Geräte wie der MSI Claw oder das ROG Xbox Ally sind kleine Spiele-PCs: Sie spielen alles, was auf Steam, Epic oder im Game Pass liegt, wiegen aber deutlich mehr als eine Switch. Die Akkulaufzeit schwankt je nach Modell und Leistungsstufe zwischen zwei und zehn Stunden. Streaming-Geräte wie das PlayStation Portal haben gar keine eigene Rechenleistung: Sie holen das Bild von einer Konsole im selben Netzwerk. Nur ein Teil der Titel lässt sich per Abo auch direkt aus der Cloud streamen.
Welches Ökosystem passt zu dir?
Diese Entscheidung hält länger als die Konsole selbst, denn gekaufte Spiele wandern nicht mit. Bei PlayStation bekommst du die größte Auswahl großer Einzelspieler-Titel, viele davon exklusiv. Xbox setzt weniger auf Exklusives und dafür auf den Game Pass: ein monatliches Abo mit einer großen Bibliothek, in der neue Microsoft-Spiele am Erscheinungstag landen. Wer viel und breit spielt, fährt damit rechnerisch günstiger.
Nintendo ist ein Sonderfall. Mario, Zelda, Pokémon und Mario Kart bekommst du ausschließlich auf Nintendo-Hardware, und daran ändert sich auch nichts. Wenn jemand im Haushalt diese Reihen spielen will, ist die Frage damit beantwortet. Windows-Handhelds wiederum spielen praktisch alles, was es auf dem PC gibt. Dafür musst du dich gelegentlich mit Treibern und Grafikeinstellungen beschäftigen.
Ein praktischer Tipp: Frag vorher, worauf deine Freunde spielen. Online-Multiplayer funktioniert zwischen den Systemen nur bei wenigen Titeln, und eine Konsole, auf der niemand aus deinem Umfeld unterwegs ist, macht auf Dauer weniger Spaß.
Mit oder ohne Laufwerk?
Sony und Microsoft verkaufen ihre Konsolen jeweils mit und ohne Blu-ray-Laufwerk. Die Version ohne ist günstiger, bindet dich aber vollständig an den digitalen Store. Das Laufwerk lohnt sich, wenn du Spiele gebraucht kaufst, sie nach dem Durchspielen weiterverkaufst oder im Freundeskreis tauschst; gebrauchte Discs kosten oft die Hälfte. Auch als Blu-ray-Player fürs Wohnzimmer taugt eine Konsole mit Laufwerk.
Bei der PlayStation 5 gibt es einen Mittelweg: Das Laufwerk lässt sich nachträglich anstecken. Du kannst also digital starten und später nachrüsten, zahlst dann in Summe allerdings etwas mehr. Bei der Xbox Series S entfällt die Wahl, sie gibt es ausschließlich ohne Laufwerk.
Speicher: wie viel brauchst du wirklich?
Der Speicher ist der Punkt, der im Alltag am schnellsten nervt. Große Spiele belegen heute problemlos 100 GB und mehr, und von der angegebenen Kapazität bleibt nach Betriebssystem spürbar weniger übrig: bei den PS5-Modellen rund 80 bis 85 Prozent, bei der Xbox Series S sogar nur gut 70. Mit 512 GB installierst du realistisch drei bis vier große Titel, danach musst du bei jedem neuen Spiel etwas löschen.
Erweitern lässt sich fast alles, aber unterschiedlich bequem und unterschiedlich teuer. PlayStation 5 und Windows-Handhelds nehmen handelsübliche M.2-SSDs auf, die vergleichsweise günstig sind. Die Xbox braucht eine spezielle Steckkarte, die deutlich mehr kostet. Nintendo setzt auf Speicherkarten, bei der Switch 2 allerdings auf das neuere und teurere microSD-Express-Format. Rechne die Erweiterung am besten gleich in dein Budget ein.
Controller, Ergonomie und wer noch mitspielt
Der Controller ist das einzige Teil der Konsole, das du ständig anfasst, und die Unterschiede sind größer, als man denkt. Sonys DualSense ist hier vorn: Die Trigger geben im Spiel Gegendruck, und die Vibration lässt Schotter und Asphalt unterschiedlich anfühlen. Microsofts Pad ist dafür seit Jahren bewährt und liegt vielen einfach besser in der Hand.
Foto: Eine Nintendo Switch liegt mit abgenommenen Joy-Con-Controllern im Vordergrund.
Nintendos Joy-Cons sind klein, lassen sich dafür aber teilen: Zwei Leute spielen sofort zusammen, ohne dass du einen zweiten Controller kaufen musst. Das ist für spontane Runden zu zweit unschlagbar praktisch, für lange Sessions aber unbequem. Denk beim Budget an zusätzliche Pads, wenn regelmäßig mehrere Leute mitspielen. Ein guter Controller kostet schnell so viel wie ein Spiel.
Was kostet dich das Spielen nach dem Kauf?
Der Kaufpreis der Konsole ist nur der Anfang. Online-Multiplayer kostet bei PlayStation, Xbox und Nintendo jeweils ein eigenes Abo. Ohne das kommst du bei den meisten Titeln nicht ins Netzwerk. Rechne mit einem laufenden Posten, den du am besten gleich mit einplanst.
Dazu kommen die Spiele selbst. Nintendo ist bei den eigenen Titeln bekannt dafür, dass die Preise auch Jahre nach Erscheinen kaum fallen. Bei PlayStation und Xbox gibt es dagegen regelmäßig Rabattaktionen im Store. Wer den Game Pass nutzt, dreht die Rechnung um und zahlt einen monatlichen Betrag statt einzelner Käufe. Das lohnt sich ab etwa zwei gespielten Titeln im Quartal.
Konsole oder Gaming-PC?
Die Grenze ist inzwischen durchlässig, vor allem seit Windows-Handhelds beides verbinden. Trotzdem bleiben die Stärken verteilt. Eine Konsole kaufst du, packst sie aus und spielst: Alle Titel sind auf exakt diese Hardware optimiert, es gibt keine Grafikeinstellungen zu justieren und keine Treiber zu aktualisieren.
Foto: Eingabegeräte für PC und Konsole stehen farblich getrennt nebeneinander.
Ein Gaming-PC kostet für vergleichbare Grafikleistung mehr, ist dafür aber aufrüstbar und danach ein vollwertiger Arbeitsrechner. Spiele sind im PC-Handel häufig günstiger, und Maus und Tastatur sind bei Strategie- und Shooter-Titeln präziser. Wer den Rechner ohnehin fürs Arbeiten braucht und sich mit Technik gern beschäftigt, fährt damit gut. Wer einfach nur spielen will, ist mit der Konsole schneller am Ziel.
Konsolen für Familien und Kinder
Bei Kindern zählen andere Dinge als Bildrate und Speicher. Nintendo hat hier die größte Auswahl an Spielen, die tatsächlich für jüngere Kinder gemacht sind, und die Hybrid-Bauform passt gut zu geteilter Bildschirmzeit: Das Gerät wandert vom Wohnzimmer mit an den Küchentisch, statt den Fernseher zu blockieren.
Foto: Eine Nintendo Switch liegt mit Controllern auf einem Tisch.
Alle drei Hersteller bieten inzwischen brauchbare Kindersicherungen: Du legst Spielzeiten fest, schränkst Altersfreigaben ein und sperrst Käufe im Store. Eingerichtet wird das per App auf deinem Smartphone. Nimm dir die zehn Minuten dafür direkt beim Aufbau. Später wird die Diskussion darüber deutlich zäher.
Diese Spielekonsolen empfehlen wir dir außerdem
Diese drei Modelle haben es nicht in unsere Top-Empfehlungen geschafft, sind aber je nach Situation genau die richtige Wahl.
Nintendo Switch 2 – dieselbe Konsole, nur ohne Spiel
Wer Mario Kart World nicht braucht oder es lieber digital kauft, nimmt die Nintendo Switch 2 einzeln. Technisch ist sie identisch zum Bundle: dasselbe 7,9-Zoll-Display mit hoher Bildrate, dieselbe 4K-Ausgabe über das Dock, dieselben magnetischen Joy-Cons mit Mausfunktion. Am deutlichsten merkst du den Sprung gegenüber der ersten Switch bei der Geschwindigkeit: Menüs reagieren flüssig, Ladezeiten schrumpfen spürbar, und alte Switch-Spiele laufen häufig besser als auf der Hardware, für die sie gemacht wurden. Die Schwächen bleiben ebenfalls dieselben: kein OLED, ein Display, das im Freien stark spiegelt, und ein Akku, der bei großen Titeln nur rund zwei Stunden durchhält. Der Speicher ist mit 256 GB dafür deutlich größer als beim Vorgänger. Wenn dir das Spiel im Bundle egal ist, greifst du hier zu.
Die Xbox Series S ist die preiswerteste aktuelle Konsole und für Gelegenheitsspieler oft völlig ausreichend. Statt echtem 4K rendert sie in 1440p, bei passenden Titeln mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde – auf einem normalgroßen Fernseher siehst du den Unterschied zur großen Schwester im Spiel kaum. Sie arbeitet praktisch lautlos, lädt dank SSD deutlich flotter als die Vorgängergeneration und beherrscht dasselbe Quick Resume. Mit ihrer sehr kompakten Bauform passt sie in jedes Regal und ins Kinderzimmer. Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Es gibt kein Laufwerk, gebrauchte Disc-Spiele fallen also weg, und von den 512 GB Speicher bleiben nur 364 GB nutzbar, also rund neun kleinere Titel. Erweitern lässt sich der Speicher nur über eine spezielle Steckkarte, die vergleichsweise teuer ist. Für Game-Pass-Nutzer bleibt sie trotzdem der günstigste Weg in die aktuelle Konsolengeneration.
Das ASUS ROG Xbox Ally ist die kleinere und günstigere Variante des Ally X – und hat ihm einen Punkt voraus, der unterwegs zählt. Im Sparmodus hält sein Akku bis zu zehn Stunden durch, während die leistungsstärkeren Handhelds nach zwei bis drei Stunden ans Ladegerät müssen. Die Griffe im Xbox-Stil gehören zu den bequemsten, die es bei Handhelds gibt, das 7-Zoll-Display arbeitet mit 120 Hertz, und der Lüfter bleibt dezent. Dafür musst du bei der Leistung Abstriche machen: Indie- und Retro-Titel laufen gut, aktuelle Blockbuster nur mit deutlich reduzierten Einstellungen. Auch der Speicher ist mit 512 GB nach zwei bis drei großen Spielen fast voll, und Windows leistet sich gelegentlich Aussetzer beim Aufwachen. Beim Cloud-Gaming spielt es dagegen seine Stärke aus: Über den Game Pass laufen auch große Titel flüssig, und der Akku hält dabei besonders lange. Für kleinere Spiele und Streaming ist es die günstigste vernünftige Wahl.
Wir haben für dich die Fragen gesammelt, die beim Konsolenkauf am häufigsten aufkommen, kurz und ohne Fachchinesisch beantwortet.
Welche Spielekonsole ist die beste?
Das hängt davon ab, wo und was du spielst. Für maximale Grafik am Fernseher ist die Xbox Series X die stärkste Wahl, bei den Spielen selbst hat PlayStation die größere Auswahl großer Einzelspieler-Titel. Willst du unterwegs und zu Hause spielen, führt an Nintendos Switch-Familie kaum ein Weg vorbei. Und wer seine PC-Spielesammlung mitnehmen möchte, greift zu einem Windows-Handheld.
Lohnt sich die Switch 2 oder reicht die Switch OLED?
Wenn du hauptsächlich Nintendos Klassiker spielst und noch keine Switch besitzt, reicht die OLED-Version aus und kostet deutlich weniger. Ihr OLED-Bildschirm ist sogar schöner. Zur Switch 2 greifst du, wenn du die neuen Titel spielen willst, die es nur dort gibt, oder wenn dir die kurzen Ladezeiten und die höhere Bildrate wichtig sind.
Was ist der Unterschied zwischen PS5 und PS5 Pro?
Die PS5 Pro hat mehr Grafikleistung und schafft in dafür optimierten Spielen stabile 60 Bilder pro Sekunde bei besserer Bildqualität. Der Unterschied fällt allerdings dezent aus und zeigt sich vor allem im direkten Vergleich. Für die meisten Spieler ist die normale PS5 die vernünftigere Wahl, zumal bei der Pro weder Laufwerk noch Standfuß im Karton liegen.
Brauche ich einen 4K-Fernseher für eine neue Konsole?
Nein, alle Konsolen funktionieren auch an einem Full-HD-Fernseher. Du schöpfst dann nur nicht das volle Potenzial aus. Wenn du keinen 4K-Fernseher hast und keinen anschaffen willst, ist die günstigere Xbox Series S die sinnvollere Wahl als die Series X.
Kann ich alte Spiele auf den neuen Konsolen weiterspielen?
Weitgehend ja. Die Xbox Series X und S spielen einen sehr großen Teil der Titel aller früheren Xbox-Generationen, viele davon sogar mit besserer Bildrate. Die PlayStation 5 läuft mit fast allen PS4-Spielen. Und die Switch 2 ist mit der Spielesammlung der ersten Switch kompatibel, wobei einige Titel dort spürbar flüssiger laufen.
Kann ich meine Spielstände von der alten Konsole mitnehmen?
Innerhalb einer Marke meistens ja. Von PS4 auf PS5 und von der Xbox One auf die Series X oder S wandern Spielstände über die Cloud oder ein USB-Laufwerk mit, sofern du dasselbe Konto nutzt. Auch die Switch 2 übernimmt die Daten der ersten Switch. Ein Wechsel zwischen den Herstellern funktioniert dagegen nicht.
Lohnt sich eine gebrauchte Konsole?
Bei den aktuellen Modellen oft ja, weil Konsolen wenig Verschleißteile haben. Achte auf ein vollständiges Zubehörpaket, denn Controller, Dock und Netzteil einzeln nachzukaufen frisst die Ersparnis schnell auf. Lass dir zeigen, dass das Gerät hochfährt und das Laufwerk eine Disc annimmt, und prüfe bei Handhelds die Analogsticks auf Drift.
Ist ein Gaming-Handheld eine echte Alternative zur Konsole?
Als Zweitgerät auf jeden Fall, als einziges Gerät nur bedingt. Windows-Handhelds spielen zwar deine komplette PC-Bibliothek, halten aber selten länger als drei Stunden durch und erreichen bei aktuellen Blockbustern nicht die Bildqualität einer stationären Konsole. Am Fernseher über ein Dock funktionieren sie trotzdem gut.
Was bringt mir das PlayStation Portal ohne PS5?
Wenig. Das Portal hat keine eigene Rechenleistung: Für Remote Play muss eine PlayStation 5 im Netzwerk laufen. Mit einem PS-Plus-Abo kannst du inzwischen auch eine Auswahl an Titeln direkt aus der Cloud streamen, das setzt aber eine schnelle Leitung voraus. Als Ergänzung zu einer vorhandenen PS5 ist es praktisch, als alleiniges Gerät taugt es nicht.
Wann lohnt es sich, auf die nächste Konsolengeneration zu warten?
Derzeit nicht. Bei keinem der drei Hersteller steht kurzfristig ein Nachfolger an. Bei Sony und Microsoft sind die aktuellen Modelle seit Jahren am Markt, entsprechend groß ist das Spieleangebot und entsprechend attraktiv sind die Preise. Wer jetzt kauft, hat noch mehrere Jahre Freude daran.