Entsafter Kaufberatung
Entsafter Test 2026 – welcher holt den meisten Saft raus?
Frisch gepresster Saft ohne Zuckerzusatz und Konservierung: Dafür braucht es nur den richtigen Entsafter. Wir haben fünf der beliebtesten Zentrifugalentsafter selbst getestet und dafür Äpfel, Möhren und Kirschen durch die Geräte geschickt. Am stärksten zählte die Saftausbeute, dazu kamen Handhabung, Lautstärke und Reinigung. Slow Juicer haben wir bewusst außen vor gelassen, die vergleichen wir auf einer eigenen Seite. Wie unsere Urteile zustande kommen, zeigen wir dir weiter unten Schritt für Schritt.
Vergleichstabelle
Die besten Entsafter
Alle fünf Empfehlungen stammen aus unserem eigenen Test. Testsieger ist der Philips HR1856/70 mit der besten Saftausbeute im Feld, den Preis-Leistungs-Sieg holt sich der kompakte Severin ES 3566. Dahinter folgen der Bosch VitaJuice 2, der Braun J700 und der Sage the Nutri Juicer Cold.
Philips HR1856/70 – Unser Testsieger mit der besten Saftausbeute
Der Philips HR1856/70 hat in unserem Test die beste Saftausbeute geliefert, vor allem bei Äpfeln und Möhren. Dass es nur eine Geschwindigkeitsstufe gibt, hat uns in der Praxis nie gebremst: Der Motor zerkleinert auch ganze Äpfel mühelos, das Glas ist in Sekunden voll. Weil der Tresterbehälter unterhalb der Reibe sitzt, wirkt das Gerät eher wie ein Mixer und bleibt angenehm kompakt, ideal für kleine Küchen. Zum Entleeren musst du dafür allerdings die Reibe abnehmen, und die sitzt so fest, dass etwas Kraft nötig ist. Punkten kann dafür die QuickClean-Funktion: Etwas Leitungswasser durchlaufen lassen, und die gröbste Reinigung ist erledigt, der Rest darf in die Spülmaschine. Ehrlich ist: Im Betrieb ist der Philips deutlich zu hören. Wenn du das verschmerzen kannst, bekommst du hier den besten Allrounder unseres Tests.
Severin ES 3566 – Unser Preis-Leistungs-Sieger
Der Severin ES 3566 beweist, dass guter Saft kein teures Gerät braucht: Er kostet einen Bruchteil der großen Modelle und lieferte in unserem Test trotzdem eine hervorragende Saftausbeute mit angenehm trockenem Trester. Dazu ist er der kompakteste Entsafter im Testfeld und findet auch in einer kleinen Küche dauerhaft Platz. Mit seinen zwei Geschwindigkeitsstufen kommt er auch mit härterem Gemüse klar, durch die geringere Motorleistung dauert das nur einen Moment länger als bei den großen Geräten. Leise ist er dabei allerdings nicht. Klar ist aber auch: Der Saftbehälter fasst nur einen halben Liter, und in das schmale Einfüllrohr passen große Äpfel erst halbiert. Wer literweise Saft auf Vorrat pressen will, greift deshalb besser zu einem größeren Modell. Für Einsteiger und kleine Haushalte ist der Severin dagegen unser klarer Preis-Leistungs-Sieger.
Bosch VitaJuice 2 – Leistungsstark und sicher verriegelt
Wie von Bosch erwartet, bringt der VitaJuice 2 einen kräftigen Motor mit, der festes Obst in Sekundenschnelle zerkleinert. In das Einfüllrohr passen ganze Äpfel, die schon auf der ersten von zwei Stufen problemlos durchlaufen. Eine Besonderheit hat sonst kein Gerät in unserem Test: Der Saftauslass lässt sich komplett verriegeln. Zur Seite geschoben arbeitet er als normaler Tropfstopp, hineingedrückt ist er dicht, das hält die Arbeitsplatte sauber. Dazu startet der Motor nur, wenn die Haltebügel fest sitzen. Beim Apfelsaft macht der Bosch eine richtig gute Figur, bei Möhren fiel die Ausbeute in unserem Test dagegen überraschend gering aus, und für weiches Obst wie Kirschen ist der Motor selbst auf kleinster Stufe zu stark. Wer vor allem Äpfel und anderes festes Obst entsaftet, bekommt hier ein grundsolides, durchdacht gesichertes Gerät.
Braun J700 – Der starke Allrounder für große Mengen
Der Braun J700 ist der richtige Entsafter, wenn regelmäßig größere Mengen anstehen: In unserem Test waren 750 g Äpfel in unter einer Minute entsaftet, und weil das Einfüllrohr ganze Äpfel und lange Möhren fasst, entfällt das lästige Vorschneiden fast komplett. Die Saftausbeute liegt bei Äpfeln wie Möhren auf gutem Niveau, und der Saft fließt bemerkenswert klar ins Glas, quasi ohne Fruchtfleisch. Für Birnen, Sellerie und anderes festes Obst und Gemüse ist der starke Motor wie gemacht, weiches Obst wie Kirschen zerreißt er dagegen eher, als es zu entsaften. Sein größtes Ärgernis ist der lockere Tresterbehälter: Er wackelt deutlich und löst sich schon bei einem kleinen Stoß. Zudem braucht das Gerät spürbar mehr Platz als die kompakte Konkurrenz. Unterm Strich ein verlässlicher Allrounder für alle, die viel entsaften.
Sage the Nutri Juicer Cold – Leiser Riese mit Schwächen
Der Sage the Nutri Juicer Cold ist der größte Entsafter unseres Tests und wirkt mit seiner robusten Verarbeitung wie fürs Dauerentsaften gebaut. Sein riesiges Einfüllrohr schluckt mehrere ganze Äpfel auf einmal, der 2-l-Saftbehälter mit Deckel reicht für die ganze Familie und darf direkt in den Kühlschrank. Dazu arbeitet der Sage angenehm leise und erwärmt den Saft kaum, was die Vitamine schont. Verschweigen wollen wir aber nicht: Bei Möhren war die Saftausbeute in unserem Test die schwächste im Feld, auch weiches Obst wie Kirschen landete größtenteils feucht im Trester. Dazu kommen kleine Konstruktionsärgernisse, etwa der Saftbehälter, der nur mit Anheben des Geräts unter den Auslauf passt. Für den stolzen Preis erwartest du mehr. Wenn du hauptsächlich Äpfel in großen Mengen entsaftest und Wert auf leisen Lauf legst, kann der Sage dennoch passen.

So haben wir getestet

Übersicht unserer Bewertungskriterien:
- Entsaften (Saftausbeute) - Entscheidend war hier der Saftanteil und die Feuchte des Tresters. Der Geschmack war stark von den Sorten bzw. Arten von Gemüse und Obst abhängig. Die Klarheit des Saftes wurde ebenfalls zu einem kleinen Teil berücksichtigt, war aber auch stark von den gewählten Früchten und Gemüse abhängig. Zentrifugalentsafter sind grundsätzlich bei der Saftausbeute nicht mit Dampfentsaftern oder Slow Juicern vergleichbar, weshalb die Saftausbeute nur mit den vorhandene Testgeräten verglichen wurde.
- Lautstärke - Manche Testgeräte waren unerträglich laut und sind mit einem schrillen Ton aufgefallen. Solche Eigenheiten haben wir bei der Lautstärke berücksichtigt. Bei Geräten mit mehreren Geschwindigkeitsstufen wurden entsprechend alle Stufen bewertet.
- Reinigung - Die Reinigung erfolgte per Hand in einer Spüle mit entsprechendem Reinigungszubehör wie einem Lappen und einem kleinen Besen. Bei allen Entsaftern haben wir die vorherige Zugabe von Wasser ausprobiert, die das Reinigen erleichtern kann. Dabei wurde das Wasser vorsichtig mit einem Messbecher dem laufenden Entsafter zugeführt und so im Inneren verteilt. Dabei war auch wichtig, dass die Geräte das Wasser nicht direkt verlieren, um Verschmutzungen auf der Arbeitsplatte zu vermeiden.
- Handhabung - Unter die Handhabung fiel die generelle Bedienung. Dazu gehören Sicherheitsmechanismen, das Zusammen- und Auseinanderbauen, das Entleeren der Trester und des Saftes, die Einstellungsmöglichkeiten am Tropf und den Geschwindigkeitsreglern sowie die generelle Verarbeitungsqualität der Geräte.
Alle getesteten Geräte haben wir selbst im Handel erworben, um bei unserem Test unabhängig zu bleiben.
Darauf musst du beim Kauf achten
Säfte aus dem Supermarkt enthalten oft viel Zucker, Konzentrat und Aromen, und richtig frisch sind sie nach der Konservierung auch nicht mehr. Mit einem eigenen Entsafter weißt du dagegen genau, was im Glas landet. Damit das Gerät zu dir passt, solltest du vor dem Kauf ein paar Fragen klären: Welche Zutaten willst du verarbeiten, wie viel Saft brauchst du auf einmal, und wie viel Reinigungsaufwand bist du bereit zu tragen? Die wichtigsten Kaufkriterien gehen wir hier der Reihe nach durch.

Kurz erklärt: So funktioniert ein Zentrifugalentsafter
Zentrifugalentsafter (auch Zentrifugen- oder Automatikentsafter genannt) arbeiten mechanisch: Eine Reibe aus Edelstahl zerkleinert das Obst, anschließend trennt die Zentrifugalkraft bei bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute den Saft vom Fruchtfleisch. Zum Vergleich: Ein Slow Juicer kommt auf etwas über 100 Umdrehungen. Das macht Zentrifugalentsafter besonders schnell und ideal für härtere Zutaten wie Äpfel, Birnen oder Karotten. Der Preis dafür: Durch das rasante Verfahren gelangt viel Sauerstoff in den Saft, er oxidiert schneller und sollte zügig getrunken werden. Auch die Saftausbeute bei weichem Obst ist geringer, Steinobst wie Kirschen, aber auch Zitrusfrüchte landen oft noch feucht im Trester. So nennt man übrigens die Reste der geriebenen Früchte, die als möglichst trockenes Fruchtfleisch zurückbleiben.
Zentrifugalentsafter, Slow Juicer oder Zitruspresse: Welcher Typ passt zu dir?
Nicht jeder Entsafter passt zu jedem Einsatz. Die Tabelle zeigt die vier gängigen Bauarten im Überblick:
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Entsafter-Art |
Vorteile |
Nachteile |
Besonders geeignet für |
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Zentrifugalentsafter |
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Slow Juicer |
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Zitruspresse |
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Dampfentsafter |
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Für die meisten Haushalte ist der Zentrifugalentsafter die praktischste Wahl: Er ist günstiger als ein Slow Juicer, hat größere Einfüllöffnungen und presst auch größere Mengen in kurzer Zeit. Wenn du vor allem hartes Obst und Gemüse wie Äpfel, Birnen oder Karotten verarbeitest, bist du hier goldrichtig.
Slow Juicer pressen das Obst langsam mit einer Schnecke aus. Das dauert länger, hält aber mehr Vitamine und Enzyme im Saft und holt auch aus Blattgemüse und Beeren viel heraus. Dafür kosten die Geräte mehr, und die Einfüllöffnungen sind schmaler. Welche Modelle sich lohnen, liest du auf unserer Seite zu Slow Juicern.

Zitruspressen sind auf Orangen, Zitronen und Grapefruits spezialisiert: wenige Teile, schnell gereinigt und unkompliziert im Alltag, aber eben nur für Zitrusfrüchte. Dampfentsafter gewinnen den Saft mit Hitze und eignen sich vor allem für große Mengen aus dem eigenen Garten sowie für Gelee und Sirup, kosten dafür aber Zeit und Nährstoffe. Übrigens: Für manche Küchenmaschinen gibt es Entsafter-Aufsätze, eine platzsparende Alternative, wenn die Maschine ohnehin schon in der Küche steht.
Saftausbeute: das entscheidende Kriterium
Die Saftausbeute ist der Maßstab für die Effizienz eines Entsafters: Wie viel Saft holt das Gerät aus einer bestimmten Menge Obst und Gemüse? In unserem Test variierte die Saftmenge zwischen den Modellen erheblich, teils beim selben Pressgut. Erkennen kannst du eine gute Ausbeute nicht nur an der Menge im Saftbehälter, sondern auch am Trester: Je trockener die Reste, desto effektiver arbeitet das Gerät. Wie viel Saft am Ende wirklich im Glas landet, hängt daneben immer von Sorte und Reife der Zutaten ab.
Leistung und Geschwindigkeitsstufen
Die Geräte in unserem Test leisten zwischen 400 und 1.250 W. Viel Leistung hilft bei hartem Gemüse und beim schnellen Verarbeiten großer Mengen, ist aber kein Garant für eine hohe Ausbeute: Gerade weiches Obst fliegt bei zu viel Kraft halb entsaftet in den Trester. Praktisch sind deshalb mehrere Geschwindigkeitsstufen, mit denen du das Tempo an die Zutaten anpasst: hohe Stufe für Äpfel und Möhren, niedrige für Weiches. Bedenke außerdem: Mehr Leistung bedeutet meist auch mehr Lärm. Mit 70 bis 90 dB sind kraftvolle Entsafter etwa so laut wie ein Standmixer und können morgens das ganze Haus wecken.
Fassungsvermögen und Einfüllschacht
Das Fassungsvermögen entscheidet, wie viel Saft du am Stück herstellen kannst, und zwar an zwei Stellen: Saftbehälter und Tresterbehälter. Kleine Geräte starten bei etwa einem halben Liter Saftvolumen, die meisten Modelle für den Hausgebrauch schaffen 0,75 bis 1,25 l pro Durchgang, große Familiengeräte noch mehr. Wichtig ist auch ein ausreichend großer Tresterbehälter, damit du nicht mitten im Entsaften leeren musst.
Genauso entscheidend ist der Einfüllschacht: Ab etwa 7 bis 8 cm Durchmesser passen ganze Äpfel hinein, bei schmaleren Öffnungen musst du alles vorschneiden. Auch die Länge zählt, denn ein langer Schacht hält die Finger auf Abstand zur messerscharfen Reibe und nimmt mehr Zutaten auf einmal auf.
Verarbeitung und Reinigung

Nach jedem Einsatz steht die Reinigung an, und hier trennt sich Komfort von Frust. Ideal sind Geräte, die sich leicht auseinandernehmen lassen und deren Teile spülmaschinenfest sind; das ist längst nicht bei jedem Modell der Fall. Manche Entsafter bieten zusätzlich eine Vorspül-Funktion, bei der Leitungswasser die gröbsten Rückstände schon im zusammengebauten Zustand löst. Bei der Verarbeitung lohnt ein Blick auf die Materialien: Edelstahl ist langlebig und bleibt ansehnlich, während sich Kunststoff durch farbintensive Zutaten wie Möhren oder Rote Bete mit der Zeit verfärben kann. Ein Tipp aus der Praxis: Reinige Sieb und Tresterbehälter möglichst direkt nach dem Entsaften, angetrocknete Reste kosten später ein Vielfaches der Zeit.
Sicherheit und Zubehör
In einem Entsafter rotiert eine messerscharfe Reibe mit hoher Geschwindigkeit, gute Geräte sichern das mehrfach ab: Eine Sicherheitsverriegelung lässt den Motor nur starten, wenn alles korrekt zusammengesetzt ist, ein Überhitzungsschutz schaltet bei zu heißem Motor ab, und rutschfeste Füße sorgen für sicheren Stand. Schiebe das Pressgut außerdem nie mit den Fingern nach, sondern immer mit dem Stopfer, und sei beim Auseinanderbauen vorsichtig: In unserem Test haben wir uns an der Reibe eines Geräts geschnitten. Beim Zubehör lohnen sich ein Saftbehälter mit Deckel, ein Tropfstopp gegen klebrige Arbeitsflächen, ein Schaumtrenner für klaren Saft im Glas und eine Reinigungsbürste für das feine Sieb. Und für den perfekten Genuss: Ein paar Eiswürfel aus der Eiswürfelmaschine machen den frischen Saft im Sommer erst richtig erfrischend.
Diese Entsafter empfehlen wir dir außerdem
Nicht jedes empfehlenswerte Gerät stand in unserem eigenen Testfeld. Diese fünf Modelle haben wir zusätzlich verglichen und können sie dir je nach Einsatzzweck ans Herz legen.
NutriBullet NBJ100G – Smart gelöst bis zum Saftbehälter
Der NutriBullet NBJ100G macht vieles anders und das meiste davon richtig. Sein Tresterbehälter sitzt im Gerät statt daneben, dadurch bleibt die Stellfläche kompakt und die Arbeitsplatte frei. Noch cleverer ist der Saftbehälter mit Deckel und Verschluss: Frisch gepresster Saft wandert damit direkt in den Kühlschrank, ohne Umfüllen. Bei der Saftausbeute liefert der NutriBullet starke Ergebnisse mit hartem Obst und Gemüse, selbst fasrige Kandidaten wie Sellerie verarbeitet er zuverlässig. Die Reinigung geht dank spülmaschinenfester Teile und mitgelieferter Bürste leicht von der Hand. Zwei Dinge solltest du wissen: Im Betrieb wird das Gerät mit rund 90 dB richtig laut, und bei Zitrusfrüchten oder Blattgemüse bleibt vergleichsweise viel Saft im Trester zurück. Für den schnellen Apfel-Möhren-Saft am Morgen auf engem Raum ist er dennoch eine richtig durchdachte Wahl.
Braun J300 – Effizienter Entsafter für kleines Geld
Der Braun J300 konzentriert sich auf das, was zählt: Er holt viel Saft aus Obst und Gemüse, und die Konsistenz stimmt dabei auch. Im Betrieb bleibt er angenehm leise und verbraucht wenig Strom, den morgendlichen Saft bekommst du also, ohne den Rest der Wohnung zu wecken. Der Saftbehälter fasst 1,25 l und gehört damit zu den größeren seiner Klasse, in den breiten Einfüllschacht passen kleinere Äpfel unzerteilt. Nach dem Entsaften darf bis auf den Motorblock alles in die Spülmaschine, das macht die Reinigung unkompliziert. Schwächen leistet sich der Braun bei der Verarbeitung: Das Kunststoffgehäuse wirkt weniger robust, als man es von der Marke erwartet, und mehr als zwei Geschwindigkeiten gibt es nicht. Wer einen unkomplizierten, leisen Entsafter mit ordentlicher Ausbeute sucht, macht hier wenig falsch.
Gastroback Design Multi Juicer Digital – Das starke Multitalent
Der Gastroback Design Multi Juicer Digital ist die Wahl für alle, die regelmäßig größere Mengen pressen: Er holt besonders viel Saft aus Obst und Gemüse, auch harte Möhren bremsen ihn nicht aus. Ganze Äpfel verschwinden ohne Vorschneiden im breiten Einfüllschacht, und über das Display mit fünf Geschwindigkeitsstufen passt du das Tempo an weiches oder hartes Pressgut an, die Bedienungsanleitung brauchst du dafür kaum. Eine Seltenheit in dieser Klasse ist das optionale Zubehör: Mit Mixer- und Mühlenaufsatz wird aus dem Entsafter ein Mehrzweckgerät für Smoothies und Kaffee. Das titanbeschichtete Edelstahl-Sieb ist auf Langlebigkeit ausgelegt, eine Reinigungsbürste liegt gleich mit im Karton. Perfekt ist er nicht: Details wie der hakelige Stößel und der Tropfstopp trüben den Eindruck, und der schmale, hohe Tresterbehälter macht am Spülbecken etwas Mühe. Dafür bekommst du ein ausgesprochen saftstarkes Gerät mit Ausbaureserve.
Severin ES 3570 – Der preiswerte Große für ganze Äpfel
Der Severin ES 3570 zeigt, wie schon sein kleinerer Bruder aus unserem Testfeld, dass solide Entsafter-Technik nicht teuer sein muss. Sein besonders breiter Einfüllschacht schluckt mittelgroße Äpfel am Stück, der 2,5-l-Tresterbehälter erlaubt lange Saftsessions ohne Zwischenleeren. Bei Äpfeln und Roter Bete holt der 800-W-Motor ordentlich Saft heraus, und die Edelstahl-Verarbeitung wirkt deutlich hochwertiger, als der Preis vermuten lässt. Auch die Bedienung ist erfreulich unkompliziert. Seine Schwächen liegen im Komfort: Einen Tropfstopp gibt es nicht, beim Abstellen des Glases tropft es also gern nach, sämtliche Teile müssen von Hand gespült werden, und leise ist der Severin im Betrieb auch nicht. Zudem setzen sich Fruchtreste gern am Deckel fest. Wenn dich das nicht schreckt, bekommst du hier viel Entsafter fürs Geld, gerade für größere Mengen festes Obst.
Braun MultiJuice 7 SJ 7000 – Schneller Neuzugang für eilige Safttrinker
Mit dem MultiJuice 7 SJ 7000 stellt Braun seiner bewährten J-Serie ein modernes Modell zur Seite. Das Versprechen ist Tempo: Ein Glas Saft soll in rund 15 Sekunden fertig sein, und die ColdXtract-Technik hält den Saft laut Braun beim Pressen kühl, damit hitzeempfindliche Vitamine erhalten bleiben. Ganze Äpfel passen ohne Vorschneiden in den breiten Einfüllschacht, der große Tresterbehälter erlaubt bis zu 2,5 l Saft in einem Durchgang, und nach getaner Arbeit dürfen die abnehmbaren Teile in die Spülmaschine. Die mitgelieferte Kanne mit Schaumtrenner fällt mit 0,8 l allerdings eher klein aus, und die Geschwindigkeit lässt sich nur in zwei Stufen regeln. Wichtig zu wissen: Unabhängige Testurteile stehen noch aus. Wer bewusst auf das neueste Braun-Modell setzen will, findet hier ein durchdachtes Datenblatt und flotte Technik.
Häufige Fragen (FAQs)
Wir haben nach unserer Recherche die wichtigsten Fragen und Antworten zu Entsaftern für dich zusammengefasst. Hier findest du auch einige nützliche Tipps zur Nutzung und Pflege deines Entsafters.
Was ist der Unterschied zwischen einem Entsafter und einer Saftpresse?
Entsafter und Saftpressen sind beides ideale Geräte, um leckeren Saft aus Obst und Gemüse zu zaubern. Der Hauptunterschied liegt in der Art, wie sie den Saft gewinnen: Entsafter arbeiten meist flott mit rotierenden Klingen, während Saftpressen langsamer und schonender vorgehen. Dadurch bleiben bei Saftpressen mehr Vitamine und Nährstoffe erhalten.
Welche Arten von Entsaftern gibt es?
Es gibt im Wesentlichen vier Arten von Entsaftern: Zentrifugalentsafter, Slow Juicer, Zitruspressen und Dampfentsafter. Zentrifugalentsafter sind schnell und eignen sich besonders für hartes Obst und Gemüse. Slow Juicer arbeiten langsamer und schonender, wodurch mehr Nährstoffe erhalten bleiben. Zitruspressen sind speziell für Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits konzipiert. Dampfentsafter gewinnen den Saft mit Hitze und eignen sich vor allem für große Erntemengen sowie für Gelee und Sirup.
Wie reinige ich meinen Entsafter am besten?
Die meisten Entsafter lassen sich einfach auseinandernehmen, sodass du die einzelnen Teile sauber machen kannst. Achte darauf, dass die Teile spülmaschinenfest sind oder reinige sie von Hand mit warmem Wasser und Spülmittel. Verwende eine Bürste, um hartnäckige Rückstände zu entfernen. Vergiss nicht, den Filter regelmäßig zu reinigen, um eine optimale Saftqualität zu gewährleisten.
Welche Obst- und Gemüsesorten eignen sich am besten zum Entsaften?
Grundsätzlich eignen sich fast alle Obst- und Gemüsesorten zum Entsaften. Besonders gut geeignet ist ein Zentrifugalentsafter jedoch für Äpfel, Birnen und Karotten sowie Sellerie, Rote Beete, Kiwis, Beeren und Ananas. Achte darauf, dass das Pressgut frisch und reif ist, um den besten Geschmack und die meisten Nährstoffe zu erhalten.
Wie lange ist frisch gepresster Saft haltbar?
Frisch gepresster Saft sollte idealerweise sofort getrunken werden, um den vollen Geschmack und die Nährstoffe zu genießen. Wenn du den Saft aufbewahren möchtest, fülle ihn in eine luftdichte Flasche oder einen Behälter und lagere ihn im Kühlschrank. So bleibt der Saft etwa 24 bis 48 Stunden frisch.
Welche Vorteile hat das Entsaften gegenüber dem Kauf von fertigen Säften?
Selbst gepresster Saft ist in der Regel gesünder und schmackhafter als gekaufte Säfte. Du kannst die Zutaten selbst auswählen und weißt genau, was in deinem Saft enthalten ist. Zudem bleiben bei frisch gepresstem Saft mehr Nährstoffe und Vitamine erhalten, da er nicht pasteurisiert oder konserviert wird.
Wie viel Saft kann ich aus einer bestimmten Menge Obst oder Gemüse gewinnen?
Die Saftausbeute hängt von der Art des Entsafters und dem Pressgut ab. Im Allgemeinen gilt: Je saftiger das Obst oder Gemüse, desto höher die Saftausbeute. Bei Zentrifugalentsaftern liegt die Saftausbeute meist zwischen 60 und 80 Prozent, bei Slow Juicern kann sie sogar über 80 Prozent liegen.
Kann ich mit einem Entsafter auch Nüsse und Samen verarbeiten?
Einige Slow Juicer sind in der Lage, Nüsse und Samen zu verarbeiten, um beispielsweise Nussmilch oder Nussbutter herzustellen. Achte darauf, dass dein Entsafter für diese Funktion geeignet ist, bevor du Nüsse oder Samen verarbeitest. Bei Zentrifugalentsaftern und Zitruspressen ist diese Funktion in der Regel nicht vorhanden.
Sollte ich Obst und Gemüse vor dem Entsaften schälen?
Ob du Obst und Gemüse schälen solltest, hängt von der Art des Entsafters und den verwendeten Zutaten ab. Bei Zentrifugalentsaftern ist es oft nicht notwendig, das Pressgut zu schälen, da die Schalen während des Entsaftens von den Klingen zerkleinert und vom Saft getrennt werden. Bei Slow Juicern kann es sinnvoll sein, das Pressgut zu schälen, um eine bessere Saftqualität zu erzielen. Bei konventionell angebautem Obst und Gemüse empfiehlt es sich, die Schale zu entfernen, um Pestizidrückstände zu reduzieren.
Kann ich die trockenen Reste aus dem Entsafter sinnvoll weiterverwerten?
Ja, die sogenannten Tresterrückstände können vielseitig weiterverwendet werden. Sie werden im Tresterbehälter gesammelt. Du kannst sie beispielsweise als Basis für Gemüsebrühe, in Smoothies, als Zutat für vegane Burgerpatties oder in Backrezepten verwenden. Auch im Garten können die Reste als Kompost oder Mulchmaterial dienen. So trägst du zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen bei und reduzierst Lebensmittelabfälle.