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VR-Brille Kaufberatung
Von:
Fabian
Fabian

VR Brillen auf einen Blick - Das musst du wissen!

Eine VR-Brille entführt dich in die virtuelle Realität, die ein völlig neues Gaming-Erlebnis liefertVR-Brillen sind das Tor zur virtuelllen Realität. Sie ermöglichen dank eines nahezu perfekten 3D-Effekts und hochauflösender Displays direkt vor deinen Augen ein unnachahmliches Mittendringefühl und sind in aller Munde. 

Worauf gilt es zu achten und welche VR-Brille ist für dich am besten geeignet? Für deine Produktsuche haben wir die hilfreichsten und wichtigsten Fakten zu VR-Brillen zusammengetragen:

  • Viele Spiele, Apps und Plattformen: Der VR-Markt ist bezüglich Hard- und Software hart umkämpft. Für dich gibt es folgende Möglichkeiten die virtuelle Realität zu erleben:
    • SteamVR unterstützt fast alle VR-Brillen für PCs und bietet eine große Auswahl an Apps und Spielen.
    • Der Oculus Store von Facebook lockt mit aufwendig produzierten Exklusivtiteln, ist aber nur mit VR-Brillen von Oculus und einem verpflichtendem Facebook-Account nutzbar.
      • Der Oculus Quest Store läuft nur auf den autarken VR-Brillen Quest und Quest 2.
    • Der Viveport ist von HTC und überzeugt mit vielen lohnenswerten VR-Spielen im monatlichen Abo für 10 Euro.
    • Playstation VR Spiele findest du im PSN-Store oder als Disc-Version im Handel. Voraussetzung ist eine Playstation 4, 4 Pro oder 5 und die PSVR-Brille.

  • Erfassung deiner Bewegungen in Echtzeit: Vollwertige VR Systeme erfassen (tracken) die Brillen und auch die Controller im Raum. Im Idealfall hast du ein paar QuadratmeterSpielfläche” zur Verfügung. Brille und Controller werden entweder mit Kameras in der Brille oder von Sensoren im Raum getrackt. Erste Variante ist leicht einzurichten, aber nicht so genau wie externe Sensoren. Fast alle Headsets sind zudem kabelgebunden.

HP Reverb G2 - Ultra HD für beide Augen

Die HP Reverb G2 kommt mit zwei Controllern daherDie Reverb G2 ist der Nachfolger der Reverb G1, HPs hauseigener VR-Headset-Reihe, die vor allem mit einer unglaublichen hohen Auflösung punkten konnte. Während die erste Iteration noch einige Kinderkrankheiten hatte, soll die G2 mit allen aufräumen. Kann sie im Vergleich mit den Platzhirschen, der Valve Index und der Oculus Quest 2, mithalten oder geht ihr auf halber Strecke die Puste aus? Wir haben die Virtual Reality-Brille einem Test unterzogen.

Die Vorteile der HP Reverb G2

  • Linsen der Oberklasse: Die Auflösung ist die Paradedisziplin der Reverb G2. Mit einer Auflösung von 4320x2160 Pixeln (2160x2160 Pixeln bietet jede Linse pro Auge) wird dir hier echtes 4K mit 90 Hz Bildwiederholungsrate und einer Pixeldichte von etwa 1000 ppi geboten. Mit derart vielen Bildpunkten gibt es absolut keinen Fliegengittereffekt.
    • Im Test stellte sich heraus: Das ist nicht nur leeres Marketinggewäsch. Spiele sehen schlichtweg grandios aus. Besonders Blockbuster-Titel wie Half-Life: Alyx profitieren hiervon.
    • Das Sichtfeld der Brille liegt bei etwa 114°. Das ist kein Spitzenwert, aber mehr als ausreichend. Der Linsenabstand lässt sich angenehm via Regler an deine Augen anpassen.

  • Tragekomfort: In einem Satz: Der Tragekomfort ist hervorragend. Das wird durch verschiedene Faktoren gesichert. Die Polster sind aus Stoff und nicht aus Leder, wodurch man nicht so schnell anfängt zu schwitzen. Die Kopfhörer liegen nicht direkt auf den Ohren auf, was längeres Tragen problemlos möglich macht.

    Übrigens: Auch für Brillenträger (selbst bei sehr großen Gestellen) ist im Vergleich zu vielen anderen Headsets genügend Platz. Da hat im Test wirklich nichts gedrückt!

  • Tracking (bei Tageslicht): Das Tracking sowohl der Brille selbst als auch der Controller funktioniert gut, allerdings sollte es in deinem Zimmer dafür nicht zu dunkel sein. Wenn das Tageslicht nicht mehr ausreicht, genügen aber auch ein paar Lampen.

  • Hohe Bewegungsfreiheit: Wie auch der Vorgänger, der Reverb G1, ist die Reverb G2 kabelgebunden. Bei der G1 war das Kabel mit ungefähr 4 Meter etwas kurz. Das Kabel der G2 ist mit 6 Metern 50 % länger. Deine Bewegungsfreiheit im Raum ist also gesichert, auch wenn das Kabel etwas aufgrund der soliden Gummierung etwas steif ist.

    Achtung: Das Kabel solltest du nicht zu oft an- und abmontieren. Besonders das Ende, das in die Brille kommt, da sonst das Risiko rapide ansteigt, den sensiblen Anschluss zu beschädigen. Du kannst zwar offizielle Ersatzkabel von HP nachbestellen, diese fangen aber schon bei 80 Euro an und sind derzeit nur selten verfügbar.

Weitere Besonderheiten der HP Reverb G2

Die Controller der Reverb G2 sind eher zweckmäßig als ein bestechendes MerkmalDie Bluetooth-Controller erfüllen ihren Job und das machen sie gut. Sie haben eine angenehme Haptik und sind nicht zu leicht, wodurch sie sich während der Benutzung wertig anfühlen. Verglichen mit den Top-Modellen auf dem Markt, offenbaren sich einige kleinere Schwächen, wie beispielsweise ein etwas unsicherer Halt, da bei der G2 nur eine Schlaufe angebracht ist. Am Tracking im Spiel gibt es aber nicht viel auszusetzen.

Wenn du dir Sorgen um den Stromverbrauch der G2 machst, kannst du jetzt guten Gewissens damit aufhören. Im Test lag der Verbrauch im Ruhezustand (Strom angeschlossen, aber nicht in Benutzung) die G2 bei mageren 5,8 Watt. In Benutzung steigt der Verbrauch, allerdings lediglich auf etwa 7,8 Watt. Verwendest du das Headset eine Stunde pro Tag für ein ganzes Jahr, kostet dich das gerade mal rund 1 Euro.

Die Kopfhörer der G2 liefern einen guten Sound. Anders als bei anderen VR-Brillen liegen sie übrigens nicht direkt auf den Ohren auf. Zwischen Ohr und Kopfhörer ist immer etwas Platz. Das hat Vor- und Nachteile. Du kannst die Brille länger tragen, da kein Druck auf deine Ohren ausgewirkt wird. Allerdings kannst du stets noch Umgebungsgeräusche hören, was die Immersion mitunter durchbrechen kann (zum Beispiel, wenn ein Auto an deinem Fenster vorbeifährt). Geschmackssache, uns gefiel der höhere Tragekomfort im Test aber sehr.

Übrigens: Selbst wenn es im Spiel mal etwas lauter wird, störst du damit keinen. Auch wenn die Kopfhörer nicht aufliegen, schallen sie nicht nach außen.

Das hat uns an der HP Reverb G2 gestört

Die Hardwareanforderungen sind bei einer VR-Brille mit so vielen Bildpunkten recht hoch. HP empfiehlt mindestens eine Nvidia GTX 1080. Im Test nutzen wir eine GTX 1080, eine RTX 2080 und eine RTX 3070 und hatten keine Probleme.

Tipp: Für schwächere Grafikkarten lässt sich in den Einstellungen in Windows die Auflösung von 4K auf 1440p senken.

Die Einrichtung ist zwar nicht schwer, aber dennoch etwas tricky. Beim ersten Einrichten während des Tests hatten uns die Raumgrenzen und vor allem die Kamera im Spiel Probleme bereitet. Die Kamera war zu hoch, die Raumgrenzen mussten zweimal abgemessen werden. Das hatten wir uns einfacher erhofft.

Um das Kopfband der Reverb G2 einzustellen bedarf es etwas FummeleiSo gut die Controller auch funktionieren, so sehr ziehen sie an den Batterien. Je nachdem wie stark das Rumble-Feature beansprucht wird, geht ihnen schon nach 8-10 Stunden die Puste aus. Wiederaufladbare Akkus sind nicht im Lieferumfang enthalten. Wenn du selbst keine hast oder nicht in ein paar investieren möchtest, solltest du immer Ersatzbatterien parat haben. Für jeden Controller werden zwei AA-Batterien benötigt, also vier insgesamt.

HP empfiehlt übrigens sogar die etwas unüblichen 1,5 Volt bei Akkus bzw. Batterien, da diese genug Strom haben. Nur so wird dir nicht ständig angezeigt, dass die Controller nicht mehr ganz voll sind. 1,3 Volt funktionieren aber auch, sind nur vergleichsweise schnell leer.

Der Tragekomfort ist gut und durch die Stoffpolster schwitzt man nicht so schnell. Vollständig dagegen gefeit wirst du mit der G2 trotzdem nicht sein. Solange die Brille mit dem Strom verbunden ist, produziert sie Wärme und das nicht zu knapp. Wenn du regelmäßige stundenlange VR-Sitzungen planst, kann es schnell zur wortwörtlichen schweißtreibenden Angelegenheit werden. Besonders der Bereich um das HP-Logo auf der Brille kann sehr heiß werden.

Der Pupillenabstand lässt sich durch einen Regler an der Unterseite der Brille eingestelltDie Feinjustierung der VR-Brille ist alleine etwas nervig. Anstelle eines Rädchens bist du auf diverse Klettbänder vom Kopfband angewiesen. Einmal eingestellt hält alles bombensicher. Der Weg dahin ist holprig und mit viel Auf- und Absetzen verbunden. Solange die Brille durch Kopfbewegungen noch verrutscht, gilt es, sie weiter einzustellen. Der Linsenabstand lässt sich über einen Regler am unteren Rand der Brille einstellen.

Unser Testfazit zur HP Reverb G2

Auch wenn die Reverb G2 in einigen Kategorien wie bei den Controllern schwächer abschneidet als die Platzhirsche des VR-Markts, haben wir sie ins Herz geschlossen. Die Auflösung zauberte uns im Test wiederholt ein Lächeln ins Gesicht. Durch die hervorragenden Linsen mit einem guten Sichtfeld verfügt sie über das derzeit wohl beste VR-Display auf dem Markt. Durch den hohen Tragekomfort können wir diese auch entsprechend lange genießen, auch als Brillenträger. Sie ist ein würdiger Konkurrent für die Valve Index und kostet dabei immerhin etwa 400 Euro weniger. Wirklich günstig ist sie mit rund 600 Euro aber auch nicht.

Wenn dein Computer die hohen Mindestanforderungen erfüllt, ist die HP Reverb G2 eine hervorragende VR-Brille, die vor allem mit unglaublich klaren und scharfen Display punkten kann. Bei den Controllern und dem Tracking gibt es kleine Abstriche, aber beides erfüllt seinen Zweck. Sie hindern dich nicht daran, in atemberaubend schöne virtuelle Welten einzutauchen. Am Ende ist es ebendieses immersive Gefühl, was den Zauber von VR ausmacht und der HP Reverb G2 ist es möglich, dieses magische Gefühl überzeugend zu vermitteln.

VR-Brillen Kaufberater - Revolution oder Spielerei?

Brauche ich für meine neue VR-Brille extra einen PC oder eine Konsole? Wo bekomme ich die Spiele her und was kann ich überhaupt erwarten?

Fragen über Fragen, die wir in unserer Tabelle beantworten.

VR-Brillen im Überblick - Diese drei Methoden für Virtual Reality gibt es

VR-Brillen-Typ

Das brauchst du

Diese VR-Brillen musst du kennen

Das kannst du erwarten

Ungefähre Kosten

Mobile VR

Nur die VR-Brille

  • Oculus Quest
  • Oculus Quest 2

Ein hochwertiges und freies VR-Gefühl, welches je nach Modell sogar mit VR-Erfahrungen der PC- und Konsolen-Headsets mithalten kann.

VR-Brille:

250 - 500 Euro

VR-Brillen für Konsolen

Die dazugehörige Konsole

  • Sony PSVR
  • Nintendo Labo VR

Einen technisch etwas eingeschränkten, aber nicht minder faszinierenden Spielspaß in virtuellen Welten. Den Spielen merkt man vereinzelt ihre professionelle Entwicklung und das Budget eines großen Spieleherstellers an.

Konsole:

200- 500 Euro

VR-Brille:

80 - 200 Euro

VR-Brillen für PCs

Gaming PC, Gaming Laptop bzw. Computer mit guter Grafikkarte und viel Rechenleistung

  • Oculus Rift / Rift S, Oculus Quest / Quest 2 via Oculus Link (kabelgebunden oder via WiFi)
  • HTC Vive
  • Pimax
  • Valve Index
  • WMR-Brillen

Das beste VR-Erlebnis mit der neusten Technik. Abhängig von deinem Computer und deinem Budget bist du anderen VR-System technisch teilweise deutlich überlegen. Außerdem bekommst du eine riesige und abwechslungsreiche Auswahl an Spielen von großen und kleinen Entwicklern.

PC:

500 - 1500 Euro

VR-Brille:

250 - 1000 Euro

Welche VR-Brille ist die beste? - Das sind unsere Empfehlungen

Die Frage nach der besten VR-Brille ist fast schon zu einer Plattformfrage geworden. Nur mit der richtigen Soft- und Hardware kannst du richtig in die virtuelle Realität eintauchen. Die in der Tabelle aufgeführten VR-Typen haben alle ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Mal ist eine Spielekonsole oder ein leistungsstarker Gaming-PC notwendig, mal nur die VR-Brille selbst. 

In jedem Fall ist auch für dich die richtige VR-Brille dabei. Folgende Virtual Reality Headsets haben sich als empfehlenswert herausgestellt:

Playstation VR - Die PS4 VR-Brille von Sony

Die Sony PSVR ist eine Ergänzung zu den mehr als 45 Millionen verkauften Playstation 4 bzw. PS4 Pro Konsolen und bald auch zur PS5.

Dass Sonys Konsole nicht die Rechenleistung wie ein High-End-Rechner hat, spiegelt sich in der geminderten Auflösung des verbauten OLED-Displays von 960 x 1080 pro Auge (samt sichtbarem Fliegengittereffekt) und der geringeren Grafikqualität der Spiele wider. Dank OLED sind immerhin die Schwarzwerte sehr gut.

Trotzdem bietet die PSVR einige Besonderheiten, welche sie für  VR-Neugierige interessant macht:

  • Bewegungssteuerung: Echtes VR-Feeling kommt nur mit zusätzlich erhältlichen Move-Controllern auf, deren Tracking mit der PS Kamera erstaunlich gut klappt. Die Symbiose der PSVR mit den Move Controllern ist außerdem optional, da auch der DualShock Controller über die Farbleiste räumlich getrackt werden kann und in vielen Spielen funktioniert.

  • Geringe Einstiegshürde: Tragekomfort, Preis und Spieleangebot des Headsets überzeugen. Keine Brille ist so bequem und langfristig komfortabel zu tragen wie die Playstation VR - auch für Brillenträger.

  • Top VR Spiele: Sony fördert aktiv die Entwicklung von exklusiven VR Spielen, weshalb du dir um zukünftige Highlights kaum Sorgen machen musst. Blockbuster wie Skyrim VR, Moss, und den Exklusivtiteln Blood & Truth, Astro Bot Rescue Mission und Hitman VR große Games auf der Heimkonsole verfügbar.
PS VR Packungsinhalt mit allen KabelnTipp: Virtuelles Kino für Zuhause

Zusätzlich kannst du seit dem Update 4.50 mit der PSVR auch 3D Blu-rays mit der Brille schauen. Dieser Kino-Modus, wie er schon bei der YouTube-App zum Einsatz kommt, setzt dich in ein virtuelles Kino und zeigt dir deinen Lieblingsfilm so auf einer riesigen, simulierten Leinwand.

Und die Nachteile?

Der etwas komplizierte Aufbau mit den vielen Kabeln ist ein Ärgernis, welches allerdings nur einmal ertragen werden muss. Etwas schwerer wiegt hingegen die vergleichsweise geringe Auflösung des Displays. Andere Konkurrenten sind da schon wesentlich schärfer unterwegs, was das Spielgefühl verschlechtert. Zwar sind die Bildpunkte aufgrund der Konstruktion des Displays nicht so einfach sichtbar, ein Fliegengittereffekt ist bei genauem Hinsehen dennoch auszumachen.

Auch merkt man dem Tracking-System via PS Move-Controller und PS4-Kamera an, dass es nicht von Grund auf für die virtuelle Realität entwickelt wurde. Sind die Bedingungen (Licht, Positionierung, Winkel) nicht perfekt, ist es merklich fehleranfälliger als die anderen Tracking-Systeme.

Darum empfehlen wir Sonys PSVR:

Sonys VR-Brille für die Playstation 4 und sogar für die kommende Playstation 5 überzeugt durch ihren attraktiven Preis und die niedrige Einstiegshürde. Zwar ist der Aufbau etwas fummelig und die Auflösung niedriger als bei der teureren Konkurrenz, dafür bekommst du eine sehr bequeme VR-Brille mit der du dich in Sonys Exklusivtitel stürzen kannst.

Echte Pappe, virtuelle Welten - Nintendo Labo VR

Nintendo hat das Prinzip von Google Cardboard mit seinem Toy-Con VR-Bastelset für die Nintendo Switch, bei dem du aus Pappe, Gummis und Schnüren kleine Spielzeuge herstellst, auf die Spitze getrieben. Diese nutzen dann die verschiedenen Sensoren der Joycon-Controller und Tabletkonsole, um kreative Minispiele zu verwirklichen und lassen dich überraschend einfach in die virtuelle Realität eintauchen.

Nitnendo Labo VR-Brille aufgebaut mit SwitchMit dem vierten Toy-Con-Set kannst du dir tatsächlich deine eigene VR-Brille zusammenstecken. Mit weiterem gebastelten Zubehör bzw. Aufsätzen für die VR-Brille wirst du z.B. zum Vogel, Frosch oder Elefant. Weitere kleine Minispiele zeigen dir weitere Möglichkeiten des Systems. Zudem kannst du auch hier wieder deine eigenen Spielchen auf der Konsole programmieren.

Mit VR-Updates für bekannte Switch-Titel wie Super Smash Bros. Ultimate, Mario Odyssey und The Legend of Zelda: Breath of the Wild erweiterte Nintendo zudem den Funktionsumfang. Während du in Marios Abenteuer nur kleine Minispiele durch die Brille spielst, erlaubt dir ein kleiner Menüpunkt in Zelda das ganze Spiel in VR zu spielen. Bei Smash Bros. begrenzt sich die Interaktion auf eine Art Kinomodus. Da die Labo VR-Brille jedoch kein Kopfband hat, musst du die Konsole samt Brille bei jedem Ausflug in die virtuelle Realität hochhalten.

Labo VR hat viele clevere Ideen in der Zusammensetzung der Pappspielzeuge, welche du auch direkt beim Aufbauen zu Gesicht bekommst. Dadurch ergibt sich ein toller Lerneffekt und viel Spaß beim Folgen der sehr detaillierten Bauanleitung - ideal für Kinder und junggebliebene Erwachsene

Nachteilig ist aber vor allem die Technik. Die Switch hat nur ein einfaches HD-Display. Die virtuelle Realität wird durch das Teilen des Bildes für die zwei Linsen noch mal unschärfer und ein Fliegengittereffekt (Pixelmuster des Displays) ist deutlich erkennbar. Die Bildqualität ist mitunter so schlecht, dass du in manchen Spielen nur nahe Objekte erkennen kannst. Auch gibt es kein Erfassen der Position im Raum. Dennoch eignet sich Labo VR als ein guter Einblickeinblick in die VR-Welt. Dafür sorgt das Einfallsreichtum und die hohe Qualität von Spiel und Bastelspaß.

Oculus Quest 2 - Kabelloses und hochauflösendes VR-Erlebnis

ACHTUNG: Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es einen kompletten Verkaufstopp für alle Oculus-Headsets in Deutschland aufgrund der Notwendigkeit eines Facebook-Kontos.

Schluss mit aufwendigen Set-Ups und Kabel-Chaos: Mit der Oculus Quest 2 präsentiert Oculus einen echten Gamechanger in puncto Virtual Reality:

  • Autarkes VR-Gaming: Die Oculus Quest 2 arbeitet autark, ist also nicht auf externe Zuspieler wie PC oder Konsole angewiesen. 6 GB RAM, ein Snapdragon XR2 und die Auflösung von 1.832 × 1.920 Pixeln pro Auge (fast 4K und damit ohne Fliegengittereffekt) liefern dennoch in puncto Bildqualität ein Spielerlebnis, das sich sehen lassen kann.

  • Kabellose Freiheit: Wie beim Vorgänger werden weder für Positionstracking (Insight-Tracking) noch für die Controller der Quest 2 werden Kabel benötigt. Die Raumerfassung erfolgt über vier Kameras, die im Gehäuse der modernen VR-Brille verbaut sind. Auch die Controller werden drahtlos verbunden und ermöglichen freie Bewegungen in alle Himmelsrichtungen, was dem Spielgefühl stark zugutekommt.

  • Das Beste aus beiden Welten: Zwar ist die Quest nicht kabelgebunden, lässt sich aber via Kabel mit dem PC verbinden, um so die Spiele am PC in besserer Qualität am PC berechnen zu lassen. Neben dem Oculus Store ist sie auch mit SteamVR kompatibel. Das Ganze geht sogar kabellos via WLAN. Aufgrund der Datenkomprimierung kann es aber zu einer schlechteren Bildqualität kommen.

  • Hochwertige Spieleauswahl: Die Oculus Quest 2 greift auf den prall gefüllten Spielekatalog der ersten Quest zurück. Viele Spiele, Apps und Filme erhalten zudem Updates, um die höhere Auflösung und die 90 statt 72 Hz Bildwiederholungsrate der Quest 2 zu nutzen.
    Darüber hinaus lässt sich die Quest 2 via Oculus Link einfach als PC-VR Brille nutzen - sogar kabellos mit der Virtual Desktop-App.
Und die Nachteile?

Oculus Quest 2 mit ZubehörSeit Oktober 2020 ist für das Benutzen der Oculus-Headsets zwingend ein Facebook-Account nötig. Natürlich lassen sich die Privatsphäre-Einstellungen anpassen, doch was Facebook beim Benutzen der Quest 2 von dir aufzeichnet und analysiert, bleibt Firmengeheimnis und fließt in den großen Datenpool zur Weiterverwertung.

Ein weiterer großer Nachteil ist das schlechte und unbequeme Kopfband. Der etwa 50 Euro teure Elite Strap (wahlweise auch mit integriertem Akku) ist ein Kopfband mit zusätzlicher Stütze und quasi ein Pflichtkauf. Für Brillenträger wird es ebenfalls etwas eng. Große Gestelle passen nicht immer unter die Maske.

Ebenfalls unschön: Das Einstellen des Augenabstands bei den Linsen (Linsenabstand) ist nicht mehr stufenlos. Der Linsenabstand wird in drei festen Stufen festgelegt. Bitter für alle, die dazwischenliegen.

Darum empfehlen wir die Oculus Quest:

Die Oculus Quest 2 ist der fast perfekte Nachfolger: Sie ist günstiger, das Display bietet eine bessere Bildqualität, die Batterien der Controller halten länger, der Chip ist leistungsstärker und bietet dieselbe atemberaubende Bewegungsfreiheit. Wenn dich Facebooks Datenhunger im Hintergrund nicht stört, ist die Oculus Quest 2 das beste autarke VR-System.

Diese VR-Brillen und Hersteller musst du kennen

Im noch jungen VR-Markt haben sich seit 2016 drei große Plattformen bzw. Hersteller etabliert, welche dir den Einstieg in die virtuelle Welt ermöglichen:

Oculus (Facebook) - Der VR-Pionier

OculusDer populärste VR-Brillen-Hersteller startete den Hype um Virtual Reality mit einer Kickstarterkampange der Oculus Rift. An Unterstützer ausgelieferte Entwicklermodelle verhalfen dem Thema zusätzlich zu Popularität

Inzwischen hat Oculus bzw. Facebook neben der Rift mit drei weiteren Headsets nachgelegt (Rift S, Quest und Quest 2), aber mit der Quest 2 sein Portfolio reduziert. Zum aktuellen Zeitpunkt wird nur eben noch die autarke Quest 2 produziert, welche sich aber mit einem Link-Kabel auch am PC verwenden lässt. Alle anderen Oculus-Headsets werden nicht mehr hergestellt, können aber weiterhin benutzt werden.

Zudem ist seit Oktober 2020 ein Facebook-Account zum Benutzen der VR-Brillen zwingend notwendig. Facebook kaufte Oculus 2015 und investiert seitdem in die Entwicklung von Spielen und weiteren Technologien. Vor allem die exklusiven und qualitativ hochwertigen Titel im Oculus-Store sind erwähnenswert.

Valve bzw. SteamVR-Headsets - Steam als zentraler Anlaufpunkt

Steam PC-Spieleplattform für VR-SpieleDas von Valve entwickelte Lighthouse-Tracking-System bietet dir das genaueste Erfassen von Brille und Controller - etwas Platz und Aufbauzeit vorausgesetzt. Kleine Würfel schießen Lichtstrahlen durch den Raum, womit die Brille und Controller punktgenau erkannt werden. 

Die Spielfläche von Room-Scale-VR (raumfüllend) hat sich mittlerweile als Standard entwickelt. Vorbei sind die Zeiten, wo eine VR-Brille ausschließlich sitzend vor dem PC benutzt werden kann.

Das Lighthouse-Tracking-System ist offen und wird auch von HTC (HTC Vive und HTC Vive Pro) oder von Pimax (Pimax 5K, Pimax 8K) genutzt, deren Headsets z.B. ein größeres Sichtfeld bieten.

Valves eigene SteamVR-Brille ist die Valve Index, die mit neuartigen Controllern punktet, welche die kompletten Finger erfassen und in Spielen wie Half Life: Alyx einen echten Mehrwert bieten.

Zentrale Anlaufstelle für Spiele, Apps und weitere Erfahrungen in VR ist die PC-Spieleplattform Steam. Hier findest du große Spiele von Publishern wie EA, Ubisoft, Activision oder Valve selbst (Half Life: Alyx, The Lab), vor allem aber auch viele kleine innovative VR-Spiele von unabhängigen Entwicklern.

Windows Mixed Reality - Günstig, aber auf Steam angewiesen

Windows Mixed Reality LogoAuch Microsoft möchte bei Virtual Reality nichts verpassen. Aus diesem Grund etablierte das Redmonder Unternehmen einen eigene VR-Standard namens Windows Mixed Reality und implementierte die nötigen Treiber direkt in das Windows 10 Betriebssystem.

Zudem wurden das Inside-Out-Tracking-System ohne externe Sensoren und die damit verbundenen Controller entwickelt und Vertragspartnern zur Verfügung gestellt. Diese sind bei allen WMR-Brillen immer gleich. Hardware-Hersteller wie Acer, HP, Dell, Lenovo oder Medion verkaufen seit 2017 ihre WMR-VR-Brillen. 

Microsoft möchte natürlich, dass du die VR-Apps aus dem Microsoft Store beziehst. Die Auswahl ist allerdings überschaubar. Zum Glück funktionieren alle WMR-Headsets nativ mit SteamVR.

Playstation VR - Starke Exklusivtitel und bequeme Brille

Playstation VR LogoDie Sony PSVR erschien Anfang Dezember 2016. Der große Vorteil: Sie ist ein Zubehör zu den mehr als millionenfach verkauften Playstation 4 Konsolen. Die etwas schlechter Grafikqualität wird aber durch starke Optimierung weitgehend kaschiert. Der von der PS3 und als Reaktion auf den Erfolg der Wii bekannte PlayStation Move Controller mit der PlayStation 4 Kamera ermöglichen das Tracking-System.

Auch das normale PlayStation 4 Gamepad, der Dualshock 4 Controller, wird aufgrund der LED erkannt und getrackt. Viele Spiele setzen nicht die Move-Controller voraus. Zudem ermöglicht eine kleine Box ein aufbereitetes Bild des Headsets oder einen anderen Blickwinkel des Spielgeschehens auf dem Fernseher. Lokale Multiplayer-Spiele wie Playroom VR machen davon Gebrauch.

Hintergrundwissen: Die Technik hinter Virtual-Reality-Brillen

Wie funktionieren VR-Brillen?

Der Grundgedanke einer Virtual-Reality-Brille ist nicht neu, aber erst jetzt durch die aktuelle Technik überzeugend umsetzbar. Das Prinzip: Vor die Augen wird ein hochauflösendes Display positioniert, auf das der Nutzer mit vergrößernden Linsen schaut. Die so entstehende optische Verzerrung wird vom Spiel ausgeglichen. Das Bild wird in der Mitte geteilt und abgeschirmt, sodass jedes Auge ein eigenes zu sehen bekommt. Zusätzlich sind die Perspektiven leicht voneinander versetzt, um einen 3D-Effekt hervorzurufen.

VR ist also immer auch 3D VR (Nach demselben Prinzip arbeiten 3D Fernseher oder 3D Beamer in Verbindung mit 3D-Brillen). Zudem werden Sensoren genutzt, um die Bewegung des Kopfes ins Spiel zu übertragen. Bei mobilen VR-Headsets lassen sich mittlerweile sogar die Positionsdaten erfassen. Das “Positional-Tracking” getaufte System funktioniert seit der Oculus Quest auch bei autarken Headsets.

Es droht Übelkeit bei schlechter Umsetzung

Wenn du unter Motion Sickness leidest, solltest du regelmäßige Pausen einlegenDurch die Einnahme des Sichtfeldes (field of view - fov) entstehen neue Herausforderung für die Entwickler. Das Gehirn glaubt wirklich im virtuellen Raum zu sein. Alle unnatürlichen Aktionen in der Ich-Perspektive wie Rollen, Rutschen, Gleiten oder zu schnelle Bewegungen können Übelkeit verursachen. Dieses Phänomen nennt sich “Motion Sickness” und kann zusätzlich bei schlechter Performance der Anwendung auftreten.

Wenn die Bildwiederholungsrate (Framerate) zu gering ist, fehlen Bildinformationen, welche die Wahrnehmung stören. Als ideal wird ein Wert von mindestens 72 Bilder pro (72 Hz oder 72 fps) Sekunde besser noch 80, 90 oder sogar 120 Hz angesehen. Der Inhalt wird also mit einer sehr hohen Framerate, mit hoher Auflösung und aus zwei Perspektiven berechnet. Dementsprechend leistungsfähig muss das Zuspielgerät (PC, Videospielkonsole oder Handychip) sein, oder die grafische Darstellung reduziert werden.

OLED-Displays hatten zu Beginn der technologischen Entwicklung den Vorteil der kürzeren Reaktionszeiten. Die Darstellung verwischte bei schnellen Kopfbewegungen nicht. Heute sind auch LCD-Displays schnell genug und haben zudem den Vorteil eines besseren Füllfaktors. Das bedeutet: Der Fliegengittereffekt ist weniger stark wahrnehmbar, da die Grundfarben der Pixel mehr Fläche ausfüllen. Auf der Seite von OLED stehen aber noch die kräftigen Farben und die unerreichten Schwarzwerte.
Aus Kostengründen werden heute aber vermehrt LCD-Displays in modernen VR-Brillen verbaut - auch wegen immer besseren Auflösungen, die hinter den Linsen das Gezeigte noch realer erscheinen lassen.

Warum sind VR-Brillen gerade jetzt so beliebt?

2016 war das Jahr in dem Virtual Reality mit einer großen Sause die Wohnungen von Endkunden eroberte und dem Medienkonsum eine neue Dimension von Intensität, Interaktivität und Immersion eröffnete. Als Zugpferd dient die Videospielindustrie, deren dreidimensionale Welten sich wunderbar dafür eignen.

Frühere Gehversuche in virtuelle Welten sind teilweise kolossal gescheitert. Selbst so ein renommierter Videospiel-Hersteller wie Nintendo scheiterte mit dem Virtual Boy kläglich. Doch heute ist ein regelrechter Trend zu verzeichnen. Woran liegt das?

Neueste Technik machte VR erst möglich

Ausgangspunkt ist die sich rasend schnell entwickelnde Mobile-Industrie. Maßgeblich beeinflusst vom Erfolg des iPhones, haben sich Smartphones in den letzten 10 Jahren von kleinen unscheinbaren Telefonen, zu extrem effizienten Mini PCs mit großem Funktionsumfang entwickelt. Die Abstände in denen große Hardware Hersteller wie Samsung, Sony, LG, Apple oder HTC ihre Vorzeigemodelle updaten, schrumpfen jedes Jahr. Vor allem die technische Evolution von Bildschirmen und Sensoren ist ausschlaggebend für VR-Brillen. Heutzutage hat nahezu jedes Smartphone einen HD-Bildschirm und etliche Sensoren an Bord, die günstig in der Produktion und extrem klein sind.

Facebook kaufte 2015 Oculus für 2 Milliarden Dollar und machte spätestens mit diesem Deal klar, dass auch große Firmen an das Potenzial von VR glauben.

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