Der Smeg TSF01 ist der Toaster, den du nicht in den Schrank räumst. Die Retro-Form im Stil der fünfziger Jahre gibt es in einer ganzen Reihe Farben, und das lackierte Edelstahlgehäuse steht satt und stabil auf der Arbeitsplatte. Wenn du nur das Design siehst, unterschätzt du allerdings, was er sonst noch kann: Die Bräunung fällt über die gesamte Scheibe gleichmäßig aus, im Auftaumodus ebenso wie bei Sandwichtoast. Sechs Stufen mit hörbar einrastenden Zwischenschritten geben dir die Bräunung genau in die Hand, und die 36 mm breiten Schlitze nehmen auch Bagels, Sauerteig und dicke Scheiben auf. Zwei Dinge musst du in Kauf nehmen: Der Brötchenaufsatz kostet extra, und mit rund zweieinhalb Minuten lässt er sich mehr Zeit als die meisten Geräte. Dafür bleibt das Ergebnis konstant, und der Toaster sieht auch in zehn Jahren noch gut aus.
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Darauf musst du beim Kauf achten
Toaster wirken auf den ersten Blick austauschbar: Schlitz rein, Hebel runter, warten. Tatsächlich entscheiden ein paar Bauentscheidungen darüber, ob du zufrieden bist, und der Preis ist dabei ein schlechter Ratgeber. Ein Gerät für 30 Euro kann gleichmäßiger bräunen als eines für 150. Diese Punkte lohnen einen Blick, bevor du dich festlegst.
Doppelschlitz, Langschlitz oder Doppellangschlitz?
Die Bauform ist die wichtigste Entscheidung, weil sie festlegt, was überhaupt in das Gerät passt. Der Doppelschlitztoaster ist der Klassiker mit zwei kurzen Schlitzen nebeneinander. Der Langschlitztoaster hat einen durchgehenden Schlitz, in den zwei normale Toastscheiben nebeneinander oder eine große Scheibe am Stück passen. Der Doppellangschlitztoaster kombiniert zwei lange Schlitze und schafft damit vier Scheiben gleichzeitig.
| Bauart |
Passt gut zu |
Stärke |
Schwäche |
| Doppelschlitz |
Singles, Paare, Toastbrot-Esser |
Kompakt, große Designauswahl, bäckt Brötchen am besten auf |
Große Brotscheiben ragen heraus und bleiben oben blass |
| Langschlitz |
Bauernbrot- und Sauerteig-Fans |
Nimmt große Scheiben am Stück, meist schmale Stellfläche |
Weniger Hitze auf dem Brötchenaufsatz |
| Doppellangschlitz |
Familien ab drei Personen |
Vier Scheiben auf einmal, Schlitze liegen platzsparend hintereinander |
Deutlich größer, höherer Stromverbrauch |
Isst du überwiegend klassisches Toastbrot, brauchst du keinen Langschlitz. Kaufst du dein Brot dagegen beim Bäcker und schneidest es selbst, etwa mit einem Allesschneider oder frisch aus dem Brotbackautomaten, führt am langen Schlitz kaum ein Weg vorbei.
Wie viele Scheiben brauchst du wirklich?
Für Singles und Paare reicht ein Zwei-Scheiben-Gerät fast immer. Erst ab drei Personen am Frühstückstisch wird das Nachlegen lästig, und zwar aus einem Grund, den viele unterschätzen: Der zweite Durchgang bräunt anders als der erste, weil das Gerät schon aufgeheizt ist. In der Praxis wird die zweite Runde bei gleicher Stufe merklich dunkler. Wer nacheinander toastet, dreht also ständig nach.
Ein Vier-Scheiben-Toaster löst das, kostet dafür mehr Stellfläche und mehr Strom. Mehr als vier Scheiben gibt es im Haushaltsbereich praktisch nicht, das ist die sinnvolle Obergrenze.
Bräunungsstufen: Auf die Gleichmäßigkeit kommt es an
Sechs bis neun Stufen sind heute üblich, und die reine Anzahl sagt weniger aus, als die Verpackung suggeriert. Wichtiger sind drei andere Dinge. Die Stufen müssen sich spürbar unterscheiden, denn bei manchen Geräten liegen Stufe 3 und Stufe 5 optisch kaum auseinander. Die Bräunung muss bis zum Rand reichen, nicht nur in der Mitte. Und sie muss über mehrere Durchgänge konstant bleiben, damit der dritte Toast nicht schwarz aus dem Gerät kommt.
Rastende Drehregler oder Tasten mit Anzeige helfen dir, eine einmal gefundene Lieblingseinstellung wiederzufinden. Stufenlose Regler sehen eleganter aus, machen das exakte Reproduzieren aber schwerer. Einzelne Geräte zeigen die Restzeit auf einem kleinen Display an, was den Blindflug beendet.
Die Funktionen, die wirklich zählen
An Extras mangelt es Toastern nicht, aber nur eine Handvoll benutzt du wirklich täglich:
- Auftaufunktion: Röstet gefrorenes Brot in einem Durchgang, ohne dass die Oberfläche verbrennt, während die Mitte noch kalt ist. Wenn du Brot einfrierst, willst du das nicht missen.
- Aufwärmfunktion: Macht eine abgekühlte Scheibe wieder warm, ohne sie weiter zu bräunen. Praktisch, wenn das Spiegelei länger braucht als geplant.
- Stopptaste: Bricht den Vorgang sofort ab. Sollte jedes Gerät haben, sonst bleibt dir nur der Stecker.
- Lift- oder High-Lift-Funktion: Hebt kleine Scheiben so weit heraus, dass du sie greifen kannst, ohne mit den Fingern in den heißen Schlitz zu müssen. Besonders relevant, wenn Kinder mit am Tisch sitzen.
- Brotzentrierung: Drückt die Scheibe mittig zwischen die Heizdrähte. Ohne sie bräunt eine dünne Scheibe schnell einseitig.
Brötchenaufsatz: integriert schlägt beigelegt
Fast jeder Toaster bringt einen Röstaufsatz mit, aber es macht einen Unterschied, ob er fest im Gerät verbaut ist und per Hebel aus- und einfährt oder als loses Drahtgitter beiliegt. Das lose Gitter verschwindet zuverlässig in irgendeiner Schublade, steht wackeliger und braucht Stauraum. Bei einigen Design-Modellen ist der Aufsatz gar nicht enthalten und muss als Zubehör nachgekauft werden. Wenn du regelmäßig Brötchen aufbäckst, wirf vor dem Kauf einen Blick in die Lieferumfangsliste.
Verarbeitung: Woran du ein langlebiges Gerät erkennst
Die Technik im Toaster ist ausgereift und simpel: Heizdrähte, ein Zeitglied, ein Auswurfmechanismus. Deshalb halten die meisten Geräte lange. Den Unterschied macht das Drumherum. Günstige Modelle bestehen fast vollständig aus Kunststoff, teurere setzen auf Edelstahl mit engen Spaltmaßen. Edelstahl ist dabei nicht nur Optik, er verzieht sich weniger und lässt sich leichter abwischen.
Achte darauf, dass das Gehäuse verschraubt oder vernietet ist und nicht nur geklipst. Und teste den Hebel: Läuft er hakelig oder fühlt sich lose an, ist das oft das erste Bauteil, das nach ein paar Jahren aufgibt. Ein wärmeisoliertes Gehäuse bleibt außen deutlich kühler. Ohne Isolierung wird gerade bei Metallgehäusen die Außenfläche nach mehreren Durchgängen unangenehm heiß.
Reinigung und Sicherheit
Krümel zwischen den Heizdrähten sind der häufigste Grund für verbrannten Geruch und ab einer gewissen Menge eine echte Brandgefahr. Eine herausnehmbare Krümelschublade nimmt dir die Arbeit ab: aufziehen, ausklopfen, zurückschieben. Ohne sie bleibt dir nur, den Toaster über der Spüle umzudrehen und zu schütteln, wobei sich Reste in allen Ritzen verteilen. Beim Langschlitztoaster sollte die Schublade entsprechend lang und aus Blech statt dünnem Kunststoff sein, damit sie nicht bricht.
Der zweite Pflichtpunkt ist die Abschaltautomatik. Sie beendet den Röstvorgang, wenn sich eine Scheibe verklemmt und der Hebel nicht hochschnellen kann. Ohne sie röstet das Gerät weiter, bis es qualmt. Im Alltag gilt außerdem: nie mit Metallgegenständen in den laufenden Toaster, feuerfeste Unterlage, und die Steckdose nicht mit weiteren Großverbrauchern überlasten. Steckt eine Scheibe fest, zieh erst den Stecker und hilf dann mit einem Holz- oder Kunststoffgegenstand nach.
Toaster, Kontaktgrill oder Heißluftfritteuse: Wo die Grenzen liegen
Ein Toaster röstet trockenes Brot, mehr nicht. Belegte Brote, Sandwiches mit Käse oder alles, aus dem Fett oder Soße laufen kann, gehören nicht in einen Schlitztoaster. Die Reste tropfen auf die Heizdrähte und kokeln bei den nächsten Durchgängen unangenehm vor sich hin.
Für belegte Varianten ist ein Kontaktgrill oder ein Sandwichmaker die richtige Wahl, beide grillen zwischen zwei geschlossenen Platten. Ein Waffeleisen arbeitet nach demselben Prinzip. Geht es um Pommes, Auflauf oder Aufbackbrötchen in größerer Menge, ist eine Heißluftfritteuse oder ein Minibackofen deutlich flexibler. Der Toaster bleibt dafür unschlagbar schnell und sparsam bei dem, wofür er gebaut ist.
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