Cleverer 2in1-Hybrid

Ninja Prestige DualBrew Test

Unser Testergebnis

Kaffeemaschine
Sehr gut (1,4)
Ninja Prestige DualBrew
06/2026
Einzelergebnisse
Geschmack:
2,0
Bedienung:
1,0
Ausstattung:
1,0
Verarbeitung :
1,0
Lautstärke:
1,0
Reinigung:
1,0

Unser Test-Fazit

Die Ninja DualBrew ist eine clevere Hybridmaschine, die Filterkaffee und Nespresso-Kapseln in einem Gerät vereint und so wertvollen Platz in der Küche spart. Im Test überzeugte der Filterkaffee mit rundem, schokoladigem Geschmack, während der Espresso heiß und zügig in rund 60 Sekunden in der Tasse landet. Das hochwertige Edelstahlgehäuse, die vielen Füllmengen sowie Extras wie Warmhalteplatte und Vorprogrammierung machen den Alltag angenehm. Schwächen zeigt der einfache Milchaufschäumer, der eher schaumige statt cremige Milch liefert. Ideal für Haushalte, die flexibel zwischen Filterkaffee und Espresso wechseln möchten und keine Barista-Ansprüche an die Milch stellen.

Vorteile

  • Zwei Systeme in einem Filterkaffee und Nespresso-Kapseln in einem Gerät
  • Toller Filterkaffee Rund und schokoladig mit Bestnote im Geschmack
  • Viele Füllmengen Von kleiner Tasse bis zur großen Karaffe wählbar
  • Hochwertiges Gehäuse Edelstahl mit angenehm griffigen Reglern

Nachteile

  • Schwacher Aufschäumer Milch wird sehr schaumig statt cremig, nicht beheizt
  • Lange Entkalkung Reinigungsprogramm dauert rund 75 Minuten

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Ninja Prestige DualBrew im Test: Drei Kaffeewelten in einem Gerät?

In vielen Haushalten trinkt jeder seinen Kaffee anders: Der eine drückt sich morgens schnell eine Kapsel rein, die andere will den großen Pott Filterkaffee, der Dritte ist ohne Cappuccino nicht ansprechbar. Genau hier setzt die Ninja Prestige DualBrew an: eine einzige Maschine für Filterkaffee, Kapsel-Kaffee und Milchschaum – drei Geräte in einem. Die spannende Frage: Kann ein Gerät, das alles können will, am Ende auch irgendwas richtig gut? Wir haben es getestet.

Die Ninja Prestige DualBrew im Test

Foto: Die Ninja Prestige DualBrew im Test

Edelstahl und cleanes Display: der erste Eindruck

Ein Gerät, das gleich drei Aufgaben erledigt, könnte schnell wuchtig und überladen wirken – die DualBrew macht das Gegenteil. Sie ist rundum mit Edelstahl verkleidet, setzt viele Metallapplikationen und ein angenehm cleanes Display darauf und wirkt trotz ihrer Vielseitigkeit schlicht, fast minimalistisch. Auch die Glaskaraffe kann sich sehen lassen: hochwertig verarbeitet, mit einem Henkel, der gut in der Hand liegt, und 1,8 Litern Fassungsvermögen – genug Kaffee für die ganze Familie auf einmal. Kurz: eine Maschine, die man gern offen auf der Arbeitsplatte stehen lässt – mit rund 41 cm Höhe braucht sie unter dem Hängeschrank allerdings etwas Platz. Der einzige Kritikpunkt ist jedoch, dass der Deckel der Glaskaraff sich im Test nicht immer ganz sauber schließen lässt. Dementsprechend sitzt er dann nicht so satt, wie man es sich bei dieser sonst so wertigen Verarbeitung wünschen würde. Das ist kein Beinbruch und ändert nichts am insgesamt hochwertigen Eindruck von Material und Verarbeitung – es ist aber genau die Art von Detail, die einem im täglichen Gebrauch immer wieder auffällt.

Design und Optik der Ninja Prestige DualBrew

Foto: Design und Optik der Ninja Prestige DualBrew

Ein Drehregler, der alles steuert

Beim Aufstellen punktet die DualBrew sofort: Sie lässt sich super leicht zusammenbauen, hat keine fummeligen Einzelteile, und der mitgelieferte Quick-Start-Guide erklärt jeden Schritt verständlich. Herzstück der Bedienung ist ein großer Drehregler in der Mitte, über den du die Getränkegröße einstellst und den Brühvorgang startest. Drumherum sitzen eigene Tasten für Filterkaffee, Kapsel, die Warmhaltefunktion (Keep Warm) und Delay Brew, mit dem du den Start vorprogrammierst; ein Display zeigt Uhrzeit und gewählte Größe. Das sind viele Knöpfe, aber alles ist übersichtlich angeordnet.

Das Bedienfeld der Ninja Prestige DualBrew

Foto: Das Bedienfeld der Ninja Prestige DualBrew

Beim Filterkaffee wählst du aus zehn Größen, von der einzelnen Tasse bis zur 1,8-Liter-Kanne, und aus drei Zubereitungsarten: Classic, das kräftigere Rich und Over Ice für Eiskaffee. Clever ist dabei: Die Maschine zieht sich automatisch nur so viel Wasser, wie sie für die eingestellte Menge braucht – so ist auch eine einzelne Tasse möglich, statt dass immer der ganze Tank durchläuft. Mit 59 Dezibel arbeitet sie dabei angenehm leise, etwa so laut wie ein normales Gespräch.

Die verschiedenen Größen beim Ninja Prestige DualBrew

Foto: Die verschiedenen Größen beim Ninja Prestige DualBrew

Zwei Brühsysteme, ein Wassertank

Ihren Namen verdankt die DualBrew den zwei Brühsystemen in einem Gehäuse: links die klassische Filtereinheit mit Glaskanne, rechts eine Einheit für Nespresso-kompatible Kapseln. Beide speisen sich aus demselben Wassertank – ein durchdachtes Konzept statt zweier halber Maschinen. Beim Kapsel-Kaffee wählst du zwischen Ristretto, Espresso und Lungo, ein 19-Bar-Drucksystem soll für Crema sorgen. Praktisch ist der verstellbare Tassenhalter, unter den vom Espresso-Tässchen bis zum großen To-Go-Becher alles passt.

Als dritte Funktion klappt seitlich ein Milchaufschäumer heraus, mit dem du Spezialitäten wie Cappuccino zubereitest. Er schäumt allerdings nur passiv und erwärmt die Milch nicht selbst – die musst du vorher anwärmen. Ein Wermutstropfen ist der Tropfstopp: Er funktioniert manuell, du musst den Hebel selbst öffnen und schließen. Immerhin warnt dich die Maschine mit einem Ton und einem Zeichen im Display, wenn du bei geschlossenem Verschluss loslegen willst.

Der Milchaufschäumer der Ninja Prestige DualBrew

Foto: Der Milchaufschäumer der Ninja Prestige DualBrew

Der Geschmackstest: Filter top, Kapsel durchwachsen

Für den Test haben wir den Filterkaffee sowohl mit dem mitgelieferten Dauerfilter als auch mit einem normalen Melitta-Papierfilter aufgebrüht, bei den Kapseln Ristretto und Lungo probiert und zum Schluss einen Cappuccino aufgeschäumt. Beim Filterkaffee macht die DualBrew richtig was her: Er läuft zwar gemächlich durch – ein kegelförmiger Brühkorb verteilt das Wasser dabei gleichmäßig –, schmeckt dafür aber schön ausgewogen und rund: nicht sauer, nicht bitter, sondern vollmundig. Das ist klar die stärkste Disziplin der Maschine. Spannend ist der Vergleich der beiden Filter: Mit einem normalen Papierfilter kommt der Kaffee spürbar dunkler und kräftiger heraus als mit dem mitgelieferten Dauerfilter – uns gefiel die Papier-Variante sogar besser. Viel macht am Ende aber die Dosierung aus, die du selbst in der Hand hast. Die Brühtemperatur liegt bei rund 78 °C: angenehm trinkwarm, aber nicht kochend heiß. Den Over-Ice-Modus haben wir ebenfalls ausprobiert – er brüht direkt auf Eis und landet bei rund 8 °C in der Tasse. Das dauert etwas länger, und die Kühle kommt hauptsächlich von den Eiswürfeln; mit einem echten Cold Brew ist das Ergebnis nicht zu verwechseln.

Die Temperatur in der Tasse nach der "over ice"-Funktion

Foto: Die Temperatur in der Tasse nach der "over ice"-Funktion

Bei den Kapseln schwächelt die Maschine dagegen. Nach dem Start dauert es ein paar Sekunden, bis überhaupt etwas in die Tasse läuft, und dann bleibt die Crema dünn: Der Ristretto schmeckt eher bitter und etwas wässrig, der Lungo wird naturgemäß noch dünner. An eine echte Nespresso-Maschine, einen Siebträger oder Vollautomaten reicht das nicht heran. Der Milchaufschäumer wiederum ist ein gut gemachtes Gimmick: Der Schaum gelingt überraschend cremig und der Cappuccino schmeckt ordentlich – nur das Vorwärmen der Milch musst du eben selbst übernehmen.

Der Espresso aus der Ninja Prestige DualBrew

Foto: Der Espresso aus der Ninja Prestige DualBrew

Reinigung: erfreulich unkompliziert

Im Alltag macht es die DualBrew bei der Reinigung leicht. Die Tassenablage samt Fach und den Kapselbehälter darfst du in die Spülmaschine geben, die Glaskanne spülst du nach Gebrauch kurz von Hand aus, und den Brühkorb nimmst du zum Filterwechsel einfach heraus. Ein intelligenter Reinigungszyklus mit Anzeige meldet sich, wenn wieder geputzt werden sollte. Entkalker liegt allerdings nicht bei, den musst du separat kaufen; das Entkalkungsprogramm selbst läuft dann rund 90 Minuten.

Unser Fazit: drei Geräte in einem

Kann eine einzige Maschine wirklich jeden im Haushalt glücklich machen? Zum größten Teil ja. Die Ninja Prestige DualBrew beherrscht keine einzelne Disziplin perfekt, macht aber erstaunlich viel erstaunlich gut: Der Filterkaffee ist richtig lecker, Verarbeitung und Design sind top, die Bedienung ist kinderleicht, und leise ist sie obendrein. Kapsel-Kaffee und Milchschaum sind nette Zugaben, ohne in ihrer Disziplin zu glänzen.

Drei Welten in einer: Die Ninja Prestige DualBrew

Foto: Drei Welten in einer: Die Ninja Prestige DualBrew

Der entscheidende Punkt ist der Preis: Für rund 200 Euro bekommst du im Grunde drei Geräte in einem. Für einen Haushalt, in dem jeder seinen Kaffee anders trinkt, ist das ein richtig guter Deal. Ist dir dagegen der Espresso heilig, ist die DualBrew das falsche Gerät – dann lohnt eher eine Siebträgermaschine. Und wenn bei dir ohnehin nur Filterkaffee in die Tasse kommt, tut es auch eine schlichte Filtermaschine für weniger Geld. Als Allrounder aber, der den ganzen Haushalt zufriedenstellt, macht die Ninja ihren Job richtig gut.

Vergleichstabelle

Weitere Testberichte

20.04.2026
Note: 1,0
Sehr gut
Test-Fazit
Die DualBrew kombiniert Filterbrühung, Nespresso-Kapseln und Milchaufschäumer in einem hochwertig verarbeiteten Edelstahlgehäuse. Der Filterkaffee schmeckt rund und schokoladig, die Bedienung gelingt flott. Schwächen zeigen sich beim Quirl-Aufschäumer ohne Heizfunktion, dem manuellen Tropfstopp und der rund 75-minütigen Entkalkung.
Vorteile
Ausgewogener, schokoladiger Filterkaffee mit Bestnote im Geschmack
Hochwertige Edelstahlverarbeitung mit haptisch starken Reglern
Zieht nur so viel Wasser wie für die eingestellte Menge nötig
Nachteile
Milchaufschäumer arbeitet nur mit Quirl ohne Heizfunktion
Manueller Tropfstopp tropft ohne Bedienung weiter
Entkalkungsprogramm dauert rund 75 Minuten
06.01.2026
Note: 2,0
Gut
Test-Fazit
Zwei Wochen im Familientest zeigte die Maschine ihre Stärke: Sie wechselt mühelos zwischen Filterkaffee und Nespresso-Espresso, der Shot läuft in gut 60 Sekunden. Jede Tasse schmeckte ausgewogen und heiß. Schwachpunkt ist der Milchaufschäumer – die Milch muss vorab in die Mikrowelle und wird sehr schaumig statt cremig.
Vorteile
Filter und Espresso aus Nespresso-Kapseln in einem Gerät
Espresso-Shot mit 19 bar in gut 60 Sekunden
Warmhalteplatte und Delay-Brew-Vorprogrammierung
Nachteile
Milch muss vor dem Aufschäumen in der Mikrowelle erwärmt werden
Aufschäumer liefert sehr schaumige statt cremige Milch
Schlichtes, rein funktionales Design ohne Eleganz
24.10.2025
Note: 2,0
Gut
Test-Fazit
Zwei Brühsysteme in einem Gerät: Die DualBrew kombiniert Filterkaffee mit Nespresso-Original-Kapseln und spart so Platz in der Küche. Im Test überzeugten einfache Einrichtung, vier Pod-Größen und Extras wie Warmhalteplatte und Tropf-Stopp. Der ausklappbare Milchaufschäumer bleibt allerdings rudimentär.
Vorteile
Vereint Filterkaffee und Kapsel-Espresso in einem Gerät
Vier Pod-Größen und drei Filter-Brühstile wählbar
Warmhalteplatte bis vier Stunden und Tropf-Stopp
Nachteile
Milchaufschäumer eher simpel, nicht auf Barista-Niveau
Aufschäumen klappt mit Pflanzenmilch schlechter als mit Kuhmilch
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