Eismaschine Kaufberatung
Eismaschinen Test 2026 – welche Maschine macht wirklich cremiges Eis?
Eis selbst zu machen klingt nach einer einfachen Sache, und beim Rezept ist es das auch. In der Praxis entscheidet die Maschine darüber, ob du danach cremiges Eis portionieren kannst oder eine süße Suppe im Topf hast. Wir haben sieben Eismaschinen getestet, vier davon mit Kompressor und drei ohne. Bewertet haben wir vor allem die Eisqualität und die Handhabung, dazu die Rezeptvielfalt und die Verarbeitung. Am Ende setzte sich die Ninja Creami Deluxe an die Spitze, den besten Preis pro Leistung liefert die Severin EZ 7407.
Vergleichstabelle
Die besten Eismaschinen mit Kompressor
Diese Geräte kühlen selbst. Du füllst die Eismasse direkt ein, ohne vorher einen Behälter ins Gefrierfach zu legen, und hast nach rund einer Stunde fertiges Eis. Das kostet Platz auf der Arbeitsfläche und deutlich mehr Geld, dafür kannst du mehrere Portionen hintereinander machen. Unsere Empfehlung ist die Severin EZ 7407, mehr Volumen bekommst du bei der Unold Gusto 48845, und die Medion MD 10169 ist der günstigste Weg in diese Klasse. Ein viertes Kompressor-Gerät lief bei uns mit, die Springlane Elisa. Sie landete im Mittelfeld und ist derzeit kaum noch lieferbar, weshalb wir sie hier nicht empfehlen.

Severin EZ 7407 – Unser Preis-Leistungs-Sieger
Die Severin EZ 7407 war die Überraschung im Test: Sie ist günstiger als die großen Kompressor-Maschinen und holt trotzdem das beste Gesamtergebnis dieser Klasse. Nach etwa einer Stunde kommt Vanilleeis heraus, das sich sauber portionieren lässt statt vom Löffel zu tropfen. Auch Sorbet gelingt fruchtig und fest, und die eigene Joghurtfunktion liefert nach einer Nacht eine feste, gleichmäßige Masse statt eines Milchgetränks. Dabei bleibt sie mit unter 60 dB so leise, dass du in der Küche normal weiterreden kannst, und ihre hohe, schmale Bauform braucht wenig Stellfläche. Sie ist eine von nur drei Maschinen im Test, die ein richtiges Rezeptbuch mitbringen. Die 1,2 l Fassungsvermögen sind weniger als bei der Konkurrenz, im Alltag stört das kaum, weil du kleine Mengen schneller aufbrauchst. Lässt du das Sorbet zu lange laufen, friert es am Rand an, und bei unserem Testgerät war der Deckel ab Werk leicht beschädigt. Unter allen Kompressor-Maschinen im Test bringt sie Ergebnis, Ruhe und Preis am besten zusammen.
Unold Gusto 48845 – Der Solide für große Runden
Wenn Eis für die ganze Familie reichen soll, ist die Unold Gusto 48845 die richtige Adresse. 2 l gehen in einem Durchgang in den Edelstahltopf, und sie gehört zu den am besten verarbeiteten Geräten im Testfeld: keine scharfen Kanten, nichts wackelt, alles sitzt. Beim Eis liefert sie zuverlässig ab, braucht aber einen Handgriff. Nach einer Stunde hatten sich bei uns zwei kleine Türmchen gebildet, unten fest und oben noch flüssig. Ein kurzes Umrühren genügte, danach war das Vanilleeis fest und cremig. Sorbets kommen richtig formstabil aus dem Topf, und auch Joghurt gelingt angenehm löffelfest. Praktisch ist die Nachfüllklappe im Deckel, die offen stehen bleibt, während du Schokostücke einstreust. Mit rund 72 dB ist sie allerdings deutlich hörbar, die Hochglanzoberfläche zeigt jeden Fingerabdruck, und das Touch-Bedienfeld gibt kein spürbares Feedback. Für große Runden nehmen wir das in Kauf.
Medion MD 10169 – Cremiges Eis zum kleinen Preis
Die Medion MD 10169 ist der Beweis, dass selbstkühlende Technik nicht teuer sein muss. Sie ist besonders kompakt gebaut und passt auch in eine kleine Küche. Beim Ergebnis hat sie uns ehrlich verblüfft: Ihr Vanilleeis war samtig cremig, ohne spürbare Eiskristalle, und damit besser als das aus deutlich teureren Geräten. Der Eisbehälter ist aus Metall und fühlt sich robust an, im Betrieb liegt sie mit rund 65 dB im Mittelfeld der Kompressor-Geräte. Bedient wird alles über ein einziges Drehrad, mehr gibt es nicht einzustellen. Diese Sparsamkeit hat ihren Preis. Es fehlt ein Timer, du stellst dir die Zeit selbst am Handy. Ein Rezeptheft liegt gar nicht bei, was für ein Einsteigergerät schade ist, und ohne Nachfüllklappe musst du für Extras den ganzen Deckel abnehmen. Mit 600 ml reicht eine Ladung für zwei bis drei Portionen. Wer sein Grundrezept schon kennt, macht hier ein Schnäppchen.
Die besten Eismaschinen ohne Kompressor
Ohne eingebaute Kühlung wird die Kälte vorher im Gefrierfach geholt: Bei den klassischen Rührmaschinen friert der Behälter einen Tag vor, bei der Ninja die fertige Eismasse. Spontan geht damit nichts, dafür sind diese Geräte kompakter und leichter. Die beiden Rührmaschinen sind zudem die günstigsten unserer Testkandidaten, während die Ninja preislich im oberen Feld liegt. Unser Gesamtsieger steht ausgerechnet hier: die Ninja Creami Deluxe. Viel Eis fürs Geld gibt es bei der ProfiCook PC-ICM 1140, und für einzelne Portionen reicht die WMF Küchenminis.
Ninja Creami Deluxe – Unser Testsieger
Die Ninja Creami Deluxe geht das Thema komplett anders an. Statt eine flüssige Masse langsam kalt zu rühren, fräst ein schnelles Messer von oben durch einen fertig gefrorenen Block. Das Ergebnis ist die mit Abstand cremigste Textur im Test, praktisch ohne Eiskristalle, und das bleibt auch nach dem zweiten Durchlauf so. Dazu kann sie Gelato, Sorbet, Frozen Joghurt, Milchshakes und Slushis, und über die Mix-In-Funktion arbeitest du Nüsse oder Kekse nachträglich ein. Clever ist die Wahl zwischen oberer Hälfte, unterer Hälfte und ganzem Becher: So bekommst du zwei Schichten in einer Portion, unten Schokolade, oben Erdbeersorbet. Das Rezeptbuch ist das beste im Feld, und alles außer der Motorbasis darf in die Spülmaschine. Den Komfort bezahlst du an drei Stellen. Die Masse muss 24 Stunden vorher einfrieren, mit Spitzenwerten von 88 dB ist sie während ihrer zwei bis fünf Minuten Laufzeit richtig laut, und echten Joghurt kann sie nicht ansäuern. Wer vorausplanen kann, bekommt hier das beste Eis.
ProfiCook PC-ICM 1140 – Der Familien-Eismacher zum Sparpreis
Die ProfiCook PC-ICM 1140 ist das günstigste Gerät im Test und liefert trotzdem die größte Menge: 1,8 l in einem Durchgang, genug für einen Kindergeburtstag. Geschmacklich hat sie uns überrascht. Das Vanilleeis nach beiliegendem Rezept war voll im Aroma und besser als bei mancher teureren Maschine. Weil sie nur rührt und nicht kühlt, ist sie dabei praktisch nicht zu hören, und ein Timer lässt sich frei einstellen. Ihr Behälter muss allerdings vorgefroren werden, und nach rund 20 Minuten ist das Eis eher weich als formfest. Für Softeis und Milchshakes passt das gut, für saubere Kugeln braucht es Nachfrieren. Auch die Deckelkonstruktion wirkt etwas klapprig, und ein Rezeptheft im eigentlichen Sinn fehlt, die Anleitung bringt nur Grundrezepte mit. Als Einstieg für große Mengen ist sie kaum zu schlagen.
WMF Küchenminis – Die Mini für den kleinen Eishunger
Die WMF Küchenminis ist die kleinste Maschine in unserem Testfeld und meint das ernst: 300 ml pro Durchgang, also eine gute Portion für eine Person. Genau dafür ist sie gemacht. Sie passt in jede noch so voll gestellte Küche, im Cromargan-Look sieht sie dabei wertiger aus, als ihr Preis vermuten lässt. Weil sich die Kälte im kleinen Behälter schnell verteilt, war das Eis schon nach 20 Minuten erstaunlich cremig und direkt nach dem Rühren gut formbar. Behälter, Deckel, Rührer und der beigelegte Servierlöffel dürfen in die Spülmaschine. Technisch ist sie allerdings nicht mehr als ein Rührwerk mit Timer: kein Kompressor, keine Programme, kein Joghurt. Ihr Behälter muss vorgefroren werden, dazu ist viel Kunststoff verbaut, bei unserem Testgerät war ein Häkchen im Deckel bereits beim Auspacken gebrochen, und in der Anleitung fehlt ausgerechnet das Rezept für klassisches Vanilleeis. Sie ist eine Maschine für den kleinen Hunger, nicht für die Party.
So haben wir getestet

Unsere Testmethodik umfasst vier Kriterien, um jede Eismaschine im Alltag vollständig zu bewerten. Am schwersten wiegen Eisqualität und Handhabung mit je 30 Prozent. Für die Eisqualität stellen wir in jedem Gerät ein klassisches Vanilleeis her, dazu ein Fruchtsorbet und, wo die Maschine es anbietet, Joghurt oder Frozen Joghurt. Unter Handhabung fällt alles, was du beim Eismachen tatsächlich anfassen musst: Zusammenbau, Bedienelemente, Entnahme des fertigen Eises und die Reinigung. Rezeptvielfalt und Verarbeitungsqualität runden die Bewertung ab.
Bei der Eisqualität schauen wir auf zwei Dinge, die im Datenblatt nicht stehen. Erstens den Geschmack, zweitens die Konsistenz nach Ablauf der Standardlaufzeit: Lässt sich das Eis zu Kugeln formen oder fließt es noch vom Löffel? Wir prüfen, ob sich Eiskristalle bilden, ob der Rührer die Behälterränder erreicht und wie sich das Eis verhält, wenn es nach dem Servieren wieder ins Gefrierfach kommt. Weil Sorbet und Joghurt andere Anforderungen stellen als Milcheis, bewerten wir sie getrennt.
Bei der Handhabung zählt der Alltag. Wir messen die Lautstärke im Betrieb, notieren welche Teile in die Spülmaschine dürfen und wie aufwendig der Rest von Hand zu reinigen ist. Wir prüfen, ob sich während des Betriebs Zutaten nachfüllen lassen und ob ein Timer die Arbeit übernimmt. Zur Rezeptvielfalt gehört, welche Eissorten ein Gerät überhaupt beherrscht und wie brauchbar das beiliegende Rezeptheft ist. Die Verarbeitungsqualität bewerten wir an Materialien, Spaltmaßen und daran, ob ein Gerät bereits mit Schaden aus dem Karton kommt.
Darauf musst du beim Kauf achten
Eine Eismaschine verspricht, was der Tiefkühlregal-Kauf nicht kann: Du bestimmst selbst, wie viel Zucker, welche Frucht und welche Sahne im Eis landen. Das lohnt sich vor allem, wenn Allergien im Haushalt eine Rolle spielen, wenn vegan gegessen wird oder wenn dich Sorten wie Basilikum-Zitrone reizen, die es so nirgends zu kaufen gibt. Der Haken ist die Vorbereitung: Fast jede Maschine will Zeit, manche Rezepte wollen erst aufgekocht und abgekühlt werden. Die Preise reichen von rund 50 Euro für ein einfaches Rührwerk bis knapp 300 Euro für ein Gerät mit eingebauter Kühlung.
| Worauf achten | Warum es zählt | Gut, wenn … |
|---|---|---|
| Kompressor | Entscheidet, ob du spontan Eis machen kannst oder einen Tag vorher planen musst | eingebaut, wenn du öfter und ungeplant Eis willst |
| Fassungsvermögen | Zu groß bedeutet Reste, die du kaum noch aus dem Behälter bekommst | 0,3 bis 0,6 l für ein bis zwei Personen, ab 1,2 l für Familien |
| Konsistenz nach Standardlaufzeit | Weiches Eis lässt sich nicht portionieren und schmilzt schneller, als du servierst | das Eis nach der angegebenen Zeit formfest ist |
| Nachfüllklappe | Ohne sie musst du den Deckel abnehmen und riskierst die Konsistenz | eine Klappe im Deckel vorhanden ist, die offen stehen bleibt |
| Spülmaschinenfeste Teile | Eismasse trocknet zäh an, Handwäsche kostet jedes Mal Zeit | Topf, Rührer und Deckel in die Maschine dürfen |
| Rezeptheft | Mengen müssen zum Behälter passen, sonst läuft es über oder bleibt zu wenig | ein bebildertes Heft mit abgestimmten Mengen beiliegt |
Mit Kompressor, ohne Kompressor oder nach dem Fräs-Prinzip?
Diese Entscheidung ist die wichtigste, alles andere ordnet sich ihr unter. Eine Maschine mit Kompressor kühlt selbst. Du füllst die Masse ein und hast nach etwa einer Stunde Eis, danach kannst du direkt die nächste Runde starten. Das ist der Komfortweg, kostet aber Platz, Gewicht und Geld: Solche Geräte wiegen 7 bis 14 kg und beginnen bei rund 100 Euro.
Bei einer Maschine ohne Kompressor steckt die Kälte in der doppelten Wand des Behälters, der dafür vorgefroren werden muss. Je nach Modell verlangen die Hersteller 12 bis 24 Stunden. Das ist die günstige Variante ab etwa 50 Euro, sie ist leichter und deutlich leiser. Zwei Nachteile hat sie: Du brauchst Platz im Gefrierfach, und nach dem Durchgang ist der Behälter warm. Für eine zweite Ladung wartest du wieder einen Tag, es sei denn, du kaufst einen Ersatzbehälter dazu.
Die dritte Variante ist noch jung und arbeitet nach dem Fräs-Prinzip: Du frierst die fertige Eismasse als Block ein, ein schnell drehendes Messer fräst sie anschließend in wenigen Minuten in cremiges Eis. Das liefert die feinste Textur, verlangt aber am meisten Vorausplanung und ist im Betrieb sehr laut. Wenn du ohnehin eher Fruchtsorbets aus gefrorenen Früchten machen willst, schaffen das übrigens auch ein kräftiger Standmixer oder ein Slow Juicer mit Sorbet-Aufsatz. Und wer die Eismaschine nur für Kühlgetränke bräuchte, ist mit einer Eiswürfelmaschine besser bedient.
Fassungsvermögen: Wie viel Eis brauchst du wirklich?
Hier greifen die meisten zu großzügig zu, und das ist ein Fehler. Selbstgemachtes Eis enthält keine Stabilisatoren und wird im Gefrierfach innerhalb weniger Stunden blockhart. Mit dem Löffel kommst du dann kaum noch hinein. Die realistische Rechnung lautet also: So viel Eis, wie deine Runde am selben Tag isst.
Für einen Single-Haushalt reichen 300 bis 600 ml vollkommen, das sind eine bis drei Portionen. Paare und kleine Familien fahren mit 1,2 l gut, das ist erfahrungsgemäß der beste Kompromiss aus Menge und Aufbrauchbarkeit. Die 2-Liter-Klasse lohnt sich nur, wenn regelmäßig Besuch kommt oder Kindergeburtstage zu versorgen sind. Beachte auch die Stellfläche: Ein 2-Liter-Gerät mit Kompressor ist gut 40 cm breit und bleibt meist dauerhaft auf der Arbeitsplatte stehen, weil es zu schwer ist, um es ständig wegzuräumen.

Woran cremiges Eis wirklich hängt
Cremigkeit entsteht nicht durch Leistung in Watt, sondern durch kleine Eiskristalle. Und die entstehen, wenn die Masse während des Gefrierens dauernd bewegt wird. Deshalb ist die Kombination aus Kühlleistung und Rührwerk entscheidend, nicht die Wattzahl auf dem Karton. Ein guter Rührer erreicht dabei auch die Behälterränder, sonst friert die Masse dort an und der Rest bleibt flüssig.
Verlass dich nicht blind auf die angegebene Zubereitungszeit. In unseren Tests hat dieselbe Standardlaufzeit von rund einer Stunde bei einem Gerät formfestes Eis geliefert und beim nächsten eine Masse, die du noch trinken konntest. Wenn dir das Ergebnis zu weich ist, hilft in aller Regel einfach längere Laufzeit. Zweiter Faktor ist das Rezept: Fett und Zucker machen Eis cremig und halten es weich. Ein Sorbet aus reiner Frucht wird immer härter und kristalliner als eine Sahnebasis, ganz unabhängig von der Maschine.

Zeit einplanen: Vorfrieren, Aufkochen, Abkühlen
Der häufigste Frust beim ersten Eis hat nichts mit der Maschine zu tun, sondern mit der Zeitrechnung. Viele klassische Rezepte, besonders die mit Ei, wollen erst aufgekocht und dann vollständig abgekühlt werden. Kommt eine lauwarme Masse in die Maschine, dauert alles länger und das Ergebnis leidet. Rechne bei solchen Rezepten mit zwei bis drei Stunden Vorlauf, auch bei einem Kompressor-Gerät.
Ohne Kompressor kommen die 12 bis 24 Stunden Vorfrieren obendrauf. Ein praktischer Trick: Lass den Behälter einfach dauerhaft im Gefrierfach, dann ist er immer einsatzbereit. Wichtig ist dabei, ihn vorher gut abzutrocknen, denn Restfeuchte kann ihn festfrieren lassen. Und noch ein Detail, das in vielen Anleitungen untergeht: Bei Geräten ohne Kompressor schaltest du erst den Motor ein und füllst dann die Masse ein. Andersrum friert sie sofort an der kalten Wand fest und blockiert den Rührer.

Rezeptheft, Nachfüllklappe und Zubehör
Diese Punkte klingen nach Kleinkram und entscheiden im Alltag mehr als jede Spezifikation. Ein gutes Rezeptheft ist bei einer Eismaschine kein Beipackzettel, sondern Teil des Produkts: Die Mengen müssen zum Behälter passen, sonst läuft dir die Masse über oder der Topf bleibt halb leer. In unserem Testfeld hatte nur ein Teil der Geräte ein brauchbares Heft, ein Modell lieferte gar keine Rezepte mit. Für Einsteiger ist das ein echtes Problem.
Die Nachfüllklappe im Deckel ist der zweite unterschätzte Punkt. Nur mit ihr kannst du Schokostücke, Nüsse oder Keksbrocken einstreuen, während die Masse schon fest wird. Fehlt sie, musst du den kompletten Deckel abnehmen und störst den Prozess.

Achte außerdem auf einen zweiten Behälter im Lieferumfang. Bei Geräten ohne Kompressor verdoppelt er die Tagesleistung, weil der zweite Topf schon vorgefroren wartet. Ein Portionierlöffel und ein Messbecher gehören ebenfalls dazu, sind aber leicht nachzukaufen.
Reinigung und Lautstärke im Alltag
Eismasse trocknet zäh an, deshalb ist die Frage nach der Spülmaschine berechtigt. Bei den meisten aktuellen Geräten dürfen Topf, Rührer und Deckel hinein, die Motoreinheit nie. Achte darauf, ob sich der Motor bei Deckelmontage abnehmen lässt. Bei Maschinen, die den Antrieb fest im Deckel haben, bleibt sonst Handwäsche in einer Konstruktion mit vielen Ecken.
Bei der Lautstärke gilt eine einfache Regel: Wer kühlt, macht Geräusch. Reine Rührwerke ohne Kompressor bleiben so leise, dass du sie kaum bemerkst. Bei Kompressor-Geräten ist die Spanne groß: Das leiseste Modell in unserem Test blieb unter 60 dB, das lauteste erreichte 72 dB und damit etwa das Niveau eines lauten Gesprächs. Weil sie dabei eine ganze Stunde laufen, lohnt der Blick auf diesen Wert. In einer offenen Wohnküche merkst du den Unterschied deutlich. Die fräsenden Geräte sind mit Abstand die lautesten, arbeiten dafür aber nur wenige Minuten.
Was du ausgeben musst
Der beste Kompromiss liegt nach unserer Erfahrung bei 100 bis 200 Euro. In dieser Spanne bekommst du eine Maschine mit eingebautem Kompressor und einem Ergebnis, das sich portionieren lässt. Unterhalb von rund 70 Euro kaufst du ein Rührwerk mit vorzufrierendem Behälter. Das ist für den Einstieg oder gelegentliches Eis vollkommen in Ordnung, du musst nur mit der Vorplanung leben.
Oberhalb von 250 Euro zahlst du vor allem für Volumen, Verarbeitung und Zusatzfunktionen wie Joghurt-Programme. Bessere Eisqualität bekommst du dort nicht automatisch dazu, das war in unseren Tests deutlich zu sehen. Wenn du dir unsicher bist, ob das Eismachen bei dir zur Gewohnheit wird, starte lieber klein. Ein günstiges Gerät verrät dir nach zwei Sommern ehrlich, ob sich der Aufstieg lohnt. Sinnvolle Ergänzungen für die Eisküche sind übrigens ein Stabmixer zum Pürieren der Fruchtbasis und ein Entsafter für klare Säfte im Sorbet.

Diese Eismaschinen empfehlen wir dir außerdem
Diese fünf Geräte standen nicht in unserer aktuellen Testrunde, sind aber alle gut lieferbar. Alle drei Bauarten sind dabei, geordnet von den selbstkühlenden Modellen bis zu den einfachen Rührwerken. Eigene Messwerte haben wir zu ihnen nicht, die Angaben stammen vom Hersteller und aus unseren Produktdaten.
Severin EZ 7406 – Die Große für den Familienvorrat
Die Severin EZ 7406 ist das größere Modell der Baureihe, aus der auch unsere Preis-Leistungs-Empfehlung stammt. Sie bringt zwei Eisbehälter mit je 2 l mit, und das ist ihr eigentliches Argument: Du kannst zwei Sorten hintereinander ansetzen, ohne zwischendurch zu spülen. Ein eingebauter Kompressor macht das Vorfrieren unnötig, die Laufzeit stellst du zwischen 5 und 60 Minuten selbst ein. Severin nennt für Eis meist unter 30 Minuten, bei der kleineren Schwester haben wir allerdings eine Stunde gebraucht, plane also lieber mehr ein. Schön gelöst ist die Nachfüllöffnung im Deckel: Schokostücke fallen von dort direkt in die weiche Masse, ohne dass du den Deckel abnehmen musst. Für Joghurt gibt es ein eigenes Programm mit bis zu 24 Stunden Laufzeit. Ein Signalton zum Ende fehlt, du brauchst also einen eigenen Timer. Zwei Sorten an einem Abend, ohne Zwischenspülen: dafür ist sie gebaut.
Caso IceCreamer – Zwei Geräte in einem Gehäuse
Der Caso IceCreamer ist als 2-in-1-Gerät ausgelegt: Neben Eiscreme ist auch ein Programm für Frozen Joghurt vorgesehen. Mit 2 l Fassungsvermögen und eingebautem Kompressor deckt er größere Haushalte ab, laut Hersteller ist das Eis nach etwa 45 Minuten fertig. Am besten gelöst ist bei ihm das Verhalten nach dem Programmende: Ein Signalton meldet, dass das Eis fertig ist, und wenn du nicht sofort da bist, springt nach zehn Minuten automatisch ein Kühlmodus an. Dein Eis wartet also, statt in der Maschine weich zu werden. Über einen Einlass im Deckel lassen sich Zutaten während des Betriebs zugeben, ohne den Deckel zu öffnen. Bei der Feinsteuerung wird es dünner: Die Eishärte regelst du allein über die Laufzeit, feste Programme dafür fehlen. Wer größere Mengen ansetzt und beides braucht, spart sich hier das zweite Gerät.
Ninja Creami NC300EU – Der schlankere Weg zum Fräs-Prinzip
Die Ninja Creami NC300EU arbeitet nach demselben Prinzip wie unser Testsieger, kommt aber schlanker und günstiger daher. Auch hier frierst du die Masse als Block ein, danach fährt ein Messer von oben hindurch und zerlegt sie in wenigen Minuten zu Eis, statt sie eine Stunde lang zu rühren. Mitgeliefert werden drei Becher mit je rund 470 ml. Das ist praktischer, als es klingt: Du hältst mehrere Sorten fertig vorbereitet im Gefrierfach und verarbeitest je nach Laune eine davon, ohne den Rest anzurühren. Neben Eiscreme sind Sorbet und Frozen Joghurt vorgesehen, die Becher dürfen laut Hersteller in die Spülmaschine. Bauartbedingt bleibt die Reinigung des Deckels die lästigste Aufgabe, weil sich in seinen Kanten Eisreste halten. Und wie beim größeren Modell brauchst du eine Nacht Vorlauf. Ohne die zusätzlichen Deluxe-Programme kostet dasselbe Prinzip deutlich weniger.
Rommelsbacher IM 12 – Der Kompakte für kleine Küchen
Die Rommelsbacher IM 12, vom Hersteller „Kurt“ genannt, ist eine ausgesprochen handliche Eismaschine und misst gerade 20 cm in der Breite. Sie lässt sich nach dem Eismachen einfach in den Schrank stellen, statt dauerhaft die Arbeitsplatte zu belegen. Sie arbeitet ohne Kompressor, ihr Behälter muss also mindestens 12 Stunden ins Gefrierfach. Aus 500 ml Zutaten entstehen dabei bis zu 1,5 l fertiges Eis, weil die Masse beim Rühren Volumen aufnimmt. Das reicht für zwei bis drei Personen. Bedient wird sie über ein LCD-Display mit Timer, neben Eiscreme sind Sorbet, Frozen Joghurt und Slush vorgesehen. Ein Eisportionierer und Rezeptideen liegen bei, und für größere Runden bietet Rommelsbacher einen Zweitbehälter an. Der wartet dann schon vorgefroren und du schaffst zwei Ladungen am Tag. Wenig Platz in der Küche? Dann ist sie die naheliegende Wahl.
Unold Gelato 48855 – Der Leichte für gelegentliches Eis
Die Unold Gelato 48855 gehört zu den günstigsten Geräten auf dieser Seite und verzichtet bewusst auf einen Kompressor. Ihr Behälter gehört laut Unold 12 Stunden ins Gefrierfach, mit einer ganzen Nacht bist du auf der sicheren Seite. Danach verarbeitet sie 1,5 l Eismasse in einem Durchgang. Neben Eiscreme sind Sorbet und Frozen Joghurt vorgesehen, und ein Rezeptbuch liegt bei, was bei Geräten dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist. Bedient wird sie über ein beleuchtetes Display mit Touch-Tasten, der Timer läuft bis zu 45 Minuten und schaltet danach selbst ab. Mit gut 3 kg trägst du sie mit einer Hand, und weil sie nur rührt und nicht kühlt, bleibt sie im Betrieb angenehm leise. Der Haken liegt in der Vorplanung: Spontanes Eis geht ohne eingebaute Kühlung nicht. Wer zwei- oder dreimal im Sommer Eis macht, braucht nicht mehr als das.
Häufige Fragen (FAQs)
Wir haben für dich die Fragen recherchiert, die beim Thema Eismaschine am häufigsten aufkommen.
Welche Zutaten brauche ich für ein gutes Grundrezept?
Für cremiges Milcheis brauchst du im Kern vier Dinge: Sahne, Milch, Zucker und Geschmack, also etwa Vanille, Kakao oder Fruchtpüree. Der Fettanteil aus der Sahne ist dabei kein Luxus, sondern der Grund, warum das Eis am Ende weich bleibt. Wer lieber anders süßt, kann Honig oder Agavendicksaft nehmen und bekommt ein etwas weicheres Ergebnis. Honig gehört allerdings nicht in Eis für Kinder unter einem Jahr. Klassische Rezepte mit Eigelb werden besonders cremig, brauchen aber eine aufgekochte Grundmasse.
Warum wird mein Eis körnig statt cremig?
Meist steckt eine von zwei Ursachen dahinter. Entweder hat sich der Zucker vor dem Einfüllen nicht vollständig gelöst, dann spürst du feine Kristalle auf der Zunge. Bei den Temperaturen im Eisbehälter löst er sich nicht mehr, weshalb sich Puderzucker gut bewährt hat. Oder die Masse wurde zu langsam gefroren, wodurch die Eiskristalle Zeit hatten, groß zu werden. Dagegen hilft, alle Zutaten vorher im Kühlschrank durchzukühlen, statt sie zimmerwarm in die Maschine zu geben.
Woran erkenne ich, dass das Eis fertig ist?
Verlass dich auf zwei Anzeichen statt auf die Uhr. Erstens zieht sich die Masse am Rand sichtbar vom Behälter zurück, statt daran zu haften. Zweitens hinterlässt der Rührer eine Spur, die kurz stehen bleibt, bevor sie wieder zufläuft. Solange die Masse sofort zusammenläuft, ist sie noch zu warm. Bei fast allen Maschinen kannst du die Laufzeit einfach verlängern, und genau das ist der häufigste Grund, warum Eis beim ersten Versuch zu weich bleibt.
Kann ich die Eismasse vorbereiten und später verarbeiten?
Ja, und dem Eis tut es sogar gut. Eine fertige Grundmasse hält sich abgedeckt ein bis zwei Tage im Kühlschrank, bei aufgekochten Rezepten mit Ei solltest du sie am nächsten Tag verarbeiten. Der Vorteil: Die Masse ist dann durchgekühlt und die Aromen haben Zeit gehabt, sich zu verbinden. Gerade Vanille und Gewürze kommen nach einer Nacht deutlicher heraus. Praktisch ist das auch, weil du die aufwendige Vorbereitung so vom eigentlichen Eismachen trennst.
Wie lange hält selbstgemachtes Eis?
Etwa eine Woche, danach leidet vor allem die Konsistenz. Selbstgemachtes Eis kommt ohne Stabilisatoren und Emulgatoren aus, die Industrieeis geschmeidig halten, und wird deshalb schneller hart und kristallig. Nimm einen flachen Behälter mit Deckel und lass das Eis nicht offen stehen, sonst zieht es den Geruch anderer Lebensmittel an. Einmal angetautes Eis solltest du nicht wieder einfrieren. Bei Rezepten mit rohem Ei gilt zusätzlich: Einfrieren macht die Masse nicht sicherer, hier entscheidet allein die Zubereitung.
Ist selbstgemachtes Eis für kleine Kinder geeignet?
Das hängt am Rezept, nicht an der Maschine. Viele klassische Eisrezepte arbeiten mit rohem Eigelb, und das ist für Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen wegen möglicher Salmonellen nicht geeignet. Einfrieren hilft dagegen nicht, weil Kälte die Keime nur schlafen legt und nicht abtötet. Nimm für diese Gruppen entweder ein Rezept ganz ohne Ei oder eines, bei dem die Masse aufgekocht wird. Auf Honig als Süßungsmittel solltest du bei Kindern unter einem Jahr ebenfalls verzichten.
Kann ich Alkohol ins Eis geben?
Nur in kleinen Mengen, sonst wird das Eis nicht fest. Alkohol senkt den Gefrierpunkt, und schon ein Schuss zu viel sorgt dafür, dass die Masse selbst nach einer Stunde in der Maschine flüssig bleibt. Als Faustregel gilt etwa ein Esslöffel Spirituose pro halbem Liter. Gib ihn erst in den letzten Minuten dazu, dann bleibt das Aroma kräftiger. Beachte aber: Der Alkohol verfliegt beim Gefrieren nicht, solches Eis ist also nichts für Kinder und Schwangere.
Kann ich veganes Eis in der Eismaschine machen?
Ja, und in der Maschine gelingt es besser als per Hand. Am zuverlässigsten funktioniert Kokosmilch, weil ihr Fettanteil dem von Sahne am nächsten kommt und das Eis dadurch geschmeidig bleibt. Hafer-, Soja- und Mandeldrinks enthalten weniger Fett, weshalb das Ergebnis fester und körniger wird. Dagegen hilft ein Löffel Cashewmus oder pürierte Banane in der Basis. Fruchtsorbets sind ohnehin von Natur aus vegan und gelingen auch in einfachen Rührmaschinen.
Warum schmilzt mein Eis so schnell?
Frisches Eis aus der Maschine ist deutlich wärmer als Ware aus dem Tiefkühlfach, meist um minus 6 statt minus 18 Grad. Es ist damit servierfertig weich, verliert aber auch schneller die Form. Zwei Dinge helfen: Stell die Schälchen vorher für zehn Minuten ins Gefrierfach, und gib dem Eis nach dem Rühren noch eine halbe Stunde im Gefrierfach, wenn du saubere Kugeln formen willst. Für Softeis direkt aus der Maschine brauchst du beides nicht.
Wie viel Strom verbraucht eine Eismaschine?
Weniger, als die meisten vermuten. Ein Gerät mit Kompressor zieht etwa 100 bis 220 W und läuft rund eine Stunde, das kostet je Ladung ungefähr fünf bis zehn Cent. Reine Rührmaschinen liegen bei rund 12 W und fallen damit gar nicht auf. Die fräsenden Geräte haben mit Abstand die höchste Leistungsaufnahme, arbeiten dafür aber nur wenige Minuten und kommen unterm Strich am günstigsten weg. Ein Argument gegen den Kauf sind die Stromkosten bei keiner Bauart.