LiDAR-Allrad-Profi

Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1500 Test

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Unser Testergebnis

Mähroboter
Gut (1,6)
Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1500
05/2026
Einzelergebnisse
Ersteindruck:
1,5
Navigation:
1,5
Schnittbild:
1,8
App:
1,5

Unser Test-Fazit

Der Mammotion LUBA Mini 2 1500 ist ein beeindruckender Mähroboter für Gärten bis 1.500 Quadratmeter. Die 360-Grad-Lidar-Navigation macht ihn besonders stark in dicht bewachsenen oder verwinkkelten Gärten, wo reine Kamerasysteme an Grenzen stoßen. Der Allradantrieb mit gefederten Stoßdämpfern bewältigt selbst steile Hänge mühelos. Der neue Kantentrimmer reduziert lästige Nacharbeit spürbar. Die App ist ausgesprochen ausgereift und erlaubt detaillierte Steuerung bis hin zum Fernzugriff per 4G. Kleinere Schwächen zeigen sich bei der Umfahrung von Sperrzonen. Im oberen Preissegment angesiedelt, aber für komplexe Grundstücke eine der stärksten Optionen am Markt.

Vorteile

  • Lidar-Navigation Erkennt Hindernisse auch bei Dämmerung sicher
  • Allrad & Stoßdämpfer Meistert steile Hänge und unebenes Gelände
  • Kantentrimmer Separates Messer reduziert manuellen Nachschnitt
  • Starke App Mähpläne, Fernzugriff und Live-Stream inklusive

Nachteile

  • Sperrzonen Um Hindernisse herum etwas ungenau
  • Kein Carport Garage kostet extra, ca. 119 Euro aufwärts

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Mammotion LUBA Mini 2 1500 im Test: Lohnt sich der Aufpreis fürs Lidar?

Der Mammotion LUBA Mini 2 1500 ist der große Bruder des LUBA Mini 2 AWD 1000 — und einer der spannendsten Mähroboter, die Mammotion aktuell im Programm hat. Er vereint Allradantrieb, eine robuste Bauweise und eine Navigation ohne Begrenzungskabel und ohne separate RTK-Antenne mit einem zusätzlichen Highlight, das ihn vom kleineren Geschwistermodell abhebt: einer 360-Grad-Lidar-Navigation. Damit ist er besonders auf verwinkelte, dicht bewachsene Gärten und Flächen bis 1.500 Quadratmeter ausgelegt. Wir haben uns die Unterschiede zum AWD 1000 angesehen und geben eine klare Empfehlung, für wen der Aufpreis lohnt.

Erster Eindruck: Robust, kompakt, mit Sportwagen-Charakter 

Auch beim LUBA Mini 2 1500 ist der Lieferumfang üppig. Neben dem Roboter und der Ladestation enthält das Paket eine Bedienungsanleitung, einen Reinigungspinsel, Schrauben zur Verankerung der Station, ein Set Ersatzklingen, das Kamera-Modul, ein kleines Schutzvisier für die Station, vier Heringe und etwas Werkzeug. Eine vollwertige Garage ist allerdings nicht enthalten — Mammotion bietet zwei passende Carport-Modelle separat an. Für die kleinere Variante kommen rund 119 Euro zum Kaufpreis hinzu.

Optisch wirkt der LUBA Mini 2 1500 wie ein kompakter Sportwagen: spitze Nase, markanter Front-Bumper und drei Linsen der Triple-Kamera im Frontbereich. Direkt darunter sitzt ein LED-Scheinwerfer für den Mäheinsatz in der Dämmerung. Die gefederten Stoßdämpfer am Chassis sind ein echtes Highlight: Sie sorgen dafür, dass der Mäher Maulwurfshügel und kleine Wurzeln souverän überrollt, ohne den Rasen umzugraben.

Ein echtes Schmuckstück in deinem Garten!

Foto: Ein echtes Schmuckstück in deinem Garten!

Die Räder sind mit einem groben Stollenprofil ausgestattet. Zusammen mit dem Allradantrieb bewältigt der Mäher Steigungen bis zu 80 Prozent — das entspricht in etwa einer schwarzen Skipiste. In unseren Tests klettert das LUBA-Chassis souverän auch über deutlich anspruchsvollere Hänge, an denen klassische Mähroboter längst ins Rutschen kämen.

Die Einrichtung läuft genauso unkompliziert wie beim kleineren Schwestermodell ab. Die Kamera wird vor dem ersten Einsatz oben am Gerät angeschraubt und mit drei Kabeln verbunden — das dauert rund zehn Minuten. Danach geht es ans Platzieren der Station: am besten nicht direkt unter einem Baum, um die WLAN-Verbindung nicht zu stören und unnötige Verschmutzung zu vermeiden. Die Kartierung erfolgt anschließend per App über einen virtuellen Joystick, mit dem der Mäher einmal an den Gartengrenzen entlang gesteuert wird. Die App-Führung ist intuitiv aufgebaut, der gesamte Prozess dauert in einem mittelgroßen Garten etwa eine halbe Stunde.

Lidar-Navigation: Der zentrale Unterschied zum AWD 1000

Wo der LUBA Mini 2 AWD 1000 ausschließlich auf ein Kamera-KI-System in Kombination mit NetRTK setzt, packt Mammotion beim 1500er-Modell zusätzlich eine 360-Grad-Lidar-Navigation oben auf das Gerät. Das ist mehr als nur ein Marketing-Argument: Lidar erfasst die Umgebung mit Lasertechnik in alle Richtungen und ergänzt damit das Kamera-System dort, wo es an Grenzen stößt — also vor allem in dicht bewachsenen, unübersichtlichen oder kontrastarmen Bereichen.

Konkret heißt das: Wer einen Garten mit viel Baumbestand, dichten Sträuchern oder vielen kleineren Hindernissen hat, profitiert spürbar von der Lidar-Erweiterung. Auch in der Dämmerung oder bei schwierigem Licht arbeitet die Navigation sicherer. Die Hindernisserkennung ist schon beim AWD 1000 erstaunlich präzise und reagiert auf Objekte ab etwa 2,5 Zentimetern — also in der Größenordnung einer Streichholzschachtel. Mit Lidar gewinnt das System nochmals an Sicherheit, insbesondere bei feinen, schwer erkennbaren Strukturen.

Auch beim Tierschutz greifen die Mechanismen zuverlässig. Igel sind im Garten besonders gefährdet, weil sie sich bei Gefahr instinktiv zusammenrollen und liegen bleiben. Wir haben den LUBA Mini 2 in der Praxis mit einer Igelattrappe konfrontiert und sie ihm immer wieder direkt in den Weg gelegt. Das Ergebnis: Der Mäher stoppt jedes Mal zuverlässig — kein einziger Igel wurde im Test überfahren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Mäher dennoch nicht nachts oder in der Morgendämmerung laufen lassen, da Igel zu diesen Zeiten am aktivsten sind.

Starkes Schnittbild und ein neuer Kanten-Trimmer

Das Schnittbild gehört zum Herzstück eines Mähroboter-Tests — und hier liefert die LUBA-Mini-2-Reihe ein wirklich starkes Ergebnis. Der Mäher zieht gleichmäßig und ruhig seine Bahnen. Die Schnittbreite beträgt 20 Zentimeter. Zum Vergleich: Der größere Luba 3 kommt auf 40 Zentimeter Schnittbreite. Für die hier ausgewiesenen Gartenflächen bis 1.500 Quadratmeter ist die schmalere Bauweise vertretbar — sie verlängert lediglich die Mähzeit etwas. Die Schnitthöhe lässt sich von 20 bis 65 Millimetern einstellen, über die App stehen außerdem verschiedene Rasenmuster zur Auswahl. Besonders überzeugt die agile, gleichzeitig rasenschonende Fahrweise: Trotz seiner Beweglichkeit geht der LUBA sensibel mit dem Untergrund um und beschädigt ihn nicht.

Ein echtes Novum bei Mammotion ist das separate Messer für den Kantenschnitt. Neben dem 20-Zentimeter-Hauptmähwerk verfügt der LUBA Mini 2 nämlich über einen 12 Zentimeter breiten Trimm-Teller, der den manuellen Nachschnitt überflüssig machen soll. Frühere Mammotion-Modelle hatten genau hier ihre Schwäche: Sie ließen oft einen rund zehn Zentimeter breiten Rand entlang höherer Mauern oder Randsteine stehen. Mit dem neuen Trimm-Teller bleibt im Idealfall nur noch eine minimale Kante von etwa zwei Zentimetern übrig — eine deutliche Verbesserung. Wichtig ist allerdings, dass die Karte beim Setup sauber angelegt wird und die Grenzen tatsächlich dicht an den Kanten verlaufen. Das Kanten-Mähwerk arbeitet konstant auf einer Schnitthöhe von 50 Millimetern und lässt sich nicht verstellen — kein gravierender Mangel, aber durchaus erwähnenswert.

Die Ersteinrichtung ist ein Kinderspiel ist beim LUBA Mini 2

Foto: Die Ersteinrichtung ist ein Kinderspiel ist beim LUBA Mini 2

Erfreulich robust zeigt sich der LUBA Mini 2 auch bei Regen. Der Mäher ist nach IPX6 zertifiziert und steckt starkes Spritzwasser aus allen Richtungen problemlos weg. Das Schnittbild war in unseren Regentests fast identisch mit dem bei Sonnenschein. Empfehlenswert ist das Mähen bei Regen trotzdem nicht — die Mischung aus Erde, Gras und Wasser, die sich unter dem Gerät sammelt, belastet die Mechanik auf Dauer. Über die App lässt sich daher eine Regen-Sperre aktivieren: Der Mäher fährt dann gar nicht erst los oder unterbricht eine laufende Aufgabe automatisch.

Größerer Akku, mehr Fläche pro Ladung

Ein weiterer technischer Unterschied zum AWD 1000 betrifft die Energieversorgung. Der LUBA Mini 2 1500 ist mit einem größeren Akku ausgestattet, der zudem schneller lädt. In der Praxis bedeutet das längere Mähzyklen am Stück, weniger Standzeiten an der Ladestation und damit insgesamt eine bessere Eignung für größere Flächen. Für die ausgewiesenen 1.500 Quadratmeter Maximalfläche ist diese Auslegung des Energiesystems entscheidend — der kleinere AWD 1000 würde hier zwangsläufig länger brauchen und häufiger nachladen.

Abseits dieses Akku-Upgrades und der Lidar-Navigation sind beide Modelle technisch nahezu baugleich: gleiches Chassis, gleicher Allradantrieb, gleiches Mähsystem, gleiche IPX6-Zertifizierung, gleiche Stoßdämpfer.

Premium-App und Spülmaschinen-Lautstärke

Die Mammotion-App ist im Alltag das Gehirn des Mähers — und sie ist beeindruckend ausgereift. Nahezu jeder Aspekt des Schnitts lässt sich individuell festlegen: Muster, Schnitthöhe, Sensibilität der Hinderniserkennung. Über einen Kalender mit Uhrzeit lassen sich detaillierte Mähpläne hinterlegen, etwa damit der Mäher genau dann arbeitet, wenn das Haus leer ist.

Besonders praktisch: Der Mäher lässt sich per 4G aus der Ferne steuern und über den Kamera-Stream live beobachten. Das notwendige Datenpaket ist für die ersten drei Jahre kostenlos. Auch danach kann der Mäher uneingeschränkt mähen, denn die wichtige NetRTK-Positionierung bleibt laut Mammotion lebenslang gratis. Wegfallen würden nach Ablauf der drei Jahre lediglich Fernzugriff, Live-Streaming und Tracking. Wer diese Komfortfunktionen weiter nutzen möchte, zahlt aktuell 50 Euro pro Jahr.

Ein weiteres spannendes Feature ist DropMow: Der Mäher wird einfach an einer beliebigen Stelle im Garten abgesetzt, ein Druck auf Start genügt und er beginnt vor Ort mit der Arbeit — praktisch für kleine Ecken, die man nicht extra kartieren möchte.

Der Mähroboter findet sich überall zurecht.

Foto: Der Mähroboter findet sich überall zurecht.

Mit rund 58 Dezibel ist der LUBA Mini 2 etwa so laut wie eine Spülmaschine — meilenweit entfernt vom Lärm eines klassischen Benzin-Rasenmähers. Unterhaltungen im Garten sind problemlos möglich, während er seine Bahnen zieht.

Unser Fazit: Lohnt sich der Aufpreis für Lidar?

Der Mammotion LUBA Mini 2 1500 ist im Kern derselbe spannende Allrad-Mähroboter wie der kleinere AWD 1000 — ergänzt um zwei Komponenten, die in der Praxis spürbar etwas bringen: 360-Grad-Lidar-Navigation und ein größerer, schneller ladender Akku. Aktuell kostet er rund 1.600 Euro und liegt damit knapp 200 Euro über dem AWD 1000.

Dieser Aufpreis lohnt sich vor allem in zwei Szenarien: Erstens, wenn die Gartenfläche zwischen 1.000 und 1.500 Quadratmetern liegt und der kleinere Akku des AWD 1000 zu vielen Ladezyklen führen würde. Und zweitens — und das ist der eigentliche Mehrwert — wenn der Garten dicht bewachsen ist, viele Bäume, Sträucher oder kleinere Hindernisse aufweist und die Kamera-KI dort an ihre Grenzen kommen könnte. In solchen Szenarien spielt das Lidar seinen großen Vorteil aus.

Wer dagegen einen überschaubaren, gut zugänglichen Garten unter 1.000 Quadratmetern hat, fährt mit dem AWD 1000 in der Regel ebenfalls hervorragend. Für mittelgroße, komplexe Grundstücke mit Hanglage und Bewuchs ist der LUBA Mini 2 1500 aber eine der derzeit interessantesten Optionen am Markt — und bleibt deutlich unter den 2.000 Euro, die vergleichbar ausgestattete Spezialmäher mit Allrad sonst kosten.

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