Ecovacs Deebot T50 Max Pro Omni Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Der Ecovacs Deebot T50 Max Pro Omni kombiniert ein flaches Design und eine ansehnliche technische Ausstattung mit einer leistungsstarken Saugleistung von 18.500 Pascal und einer vielseitigen Omni-Station, die das Reinigen und Trocknen der Mopps übernimmt. Neben einer funktionalen Kindersicherung und der Fähigkeit, unter flachen Möbeln zu arbeiten, hat er jedoch deutliche Schwächen in der Navigation und stellt unnötige Hürden bei der Zubehörversorgung dar. Bei alltäglichen Aufgaben zeigt der Roboter zwar seine Stärken, aber unzuverlässige Aussetzer bei der Navigation trüben das positive Gesamtbild erheblich. Der Roboter eignet sich am besten für Anwender, die mit gelegentlichen Navigationsproblemen umgehen können und den Wert in der technischen Ausstattung sehen.Vorteile
- Flaches Design Passt unter niedrige Möbel, sehr platzsparend
- Starke Saugleistung Leistungsstark mit 18.500 Pascal, effizient unterwegs
- Omni-Station Automatisch waschbare und trocknende Mopps
- Kindersicherung Verhindert ungewollte Startversuche durch Kinder
Nachteile
- Unzuverlässige Navigation Verliert Einstellungen und irrt herum
- Knauseriges Zubehör Fehlen von Ersatzteilen und Reinigungsmitteln
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Ecovacs Deebot T50 Max Pro Omni im Test: Smarter Saugroboter mit gruseligen Aussetzern
Ecovacs hat mit dem Deebot T50 Max Pro Omni einen Saug- und Wischroboter im Programm, der auf dem Papier alles mitbringt, was man sich 2025 von einem High-End-Modell wünscht. Gleichzeitig hatten wir im Test immer wieder das Gefühl, dass dieses Ding ein Eigenleben entwickelt – und das ist bei einem Gerät, das alleine durch die Wohnung fährt, nicht unbedingt das, was man haben will.
Optisch wirkt der T50 Max Pro Omni modern und aufgeräumt. Besonders auffällig ist die flache Bauweise: Statt des typischen Laserturms auf der Oberseite gibt es nur eine glatte Fläche mit einem Touch-Button. Dadurch kommt der Roboter auf eine Höhe von nur 9,8 Zentimetern. Für den Alltag bedeutet das: Er passt unter deutlich mehr Möbel als viele Konkurrenten in der gleichen Preisklasse. Wer niedrige Sofas oder Sideboards hat, könnte genau davon profitieren.
Unter der Haube steckt ein Akku mit rund 6400 mAh. Damit liegt der Ecovacs in Sachen Kapazität vor vielen Modellen anderer Hersteller. In unseren Tests hielt er bei maximaler Saugleistung etwas über zwei Stunden durch. Die angegebene Saugleistung von rund 18.500 Pascal reiht sich im oberen Mittelfeld moderner Premium-Roboter ein. Kurz gesagt: Die Hardware verspricht viel und liefert in diesen Punkten auch ab.

Station und Zubehör
Beim Zubehör bremst Ecovacs die Anfangseuphorie aber direkt wieder ein. Im Karton liegt nur das absolute Minimum. Eine Anleitung ist dabei, klar – aber keine Ersatz-Wischmopps, kein zusätzlicher Staubbeutel, kein kleines Fläschchen Reinigungsmittel. Gerade bei einem Modell dieser Preisklasse wirkt das unnötig knauserig. Wer den Roboter in Betrieb nehmen möchte, sollte das passende Reinigungsmittel von Anfang an mit einplanen, sonst ist die Wischfunktion zunächst nur halb nutzbar.
Die Station selbst ist dafür das genaue Gegenteil von minimalistisch. Sie bietet eine Rampe, Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sowie einen Extra-Behälter für das Reinigungsmittel. Der Roboter dosiert dieses automatisch und mischt es beim Reinigen der Wischpads in das Wasser. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde dieser Prozess verbessert: Das Reinigungsmittel wird nun während des Waschvorgangs der Mopps beigemischt, was zu gründlicheren Ergebnissen führt.

Natürlich gehört auch eine automatische Staubentleerung dazu. Nach der Reinigung fährt der Roboter in die Station und entleert sich je nach Einstellung in einen Staubbeutel. Zusätzlich können die Mopps nach der Wäsche mit Heißluft getrocknet werden, um Gerüche und Bakterien zu vermeiden. In der App lässt sich festlegen, wie lange der Trocknungsvorgang dauern soll, mindestens zwei Stunden sind Pflicht. All das sorgt insgesamt für ein hohes Maß an Komfort – zumindest auf dem Papier.
Einrichtung und Kartierung
Die Einrichtung über die Ecovacs-App ist schnell erledigt. Roboter verbinden, ins WLAN einbinden, ein paar Einstellungen vornehmen, fertig. Ein Punkt stört allerdings: Ohne Registrierung mit einer E-Mail-Adresse geht nichts. Eine lokale Nutzung ohne Konto ist nicht vorgesehen, was datenschutzbewusste Nutzer definitiv nerven dürfte.
Anschließend startet der Deebot die erste Kartierung. Dabei fiel uns direkt eine Eigenheit auf: Unser Testraum hat eine schräge Wand, an der wir die Station platziert haben. Auf der Karte des Ecovacs war davon nichts zu sehen. Die Software bestand hartnäckig darauf, dass der Raum ein perfektes Rechteck ist – auch nach mehreren Kartierungsdurchgängen. Für die Reinigung ist das kein Drama, denn der Roboter findet sich grundsätzlich zurecht. Trotzdem wirkt die Kartendarstellung unausgereift und vermittelt softwareseitig keinen besonders feinen Schliff.
Saugtest auf Hartboden und Teppich
Auf Hartboden zeigt der T50 Max Pro Omni, dass seine technischen Daten nicht nur Marketing sind. In unserem Test hatte er mit typischen Verschmutzungen wie Staub, Krümeln und Haferflocken keine Mühe. Fliesen und Parkett wurden zuverlässig sauber, Kanten und Ecken erreichte er solide. Die Saugleistung reicht locker, um den typischen Alltagsschmutz zu beseitigen.
Ein interessantes Detail: Gröbere Partikel wie kleine Steinchen oder ganze Kaffeebohnen neigen dazu, sich im Profil der Räder zu verfangen. Wer so etwas häufiger auf dem Boden hat, sollte den Roboter gelegentlich umdrehen und einen Blick auf die Räder werfen. Das ist kein riesiger Aufwand, aber eine zusätzliche Wartungsaufgabe, die man einplanen sollte.

Auf Kurzflor-Teppichen schlug sich der Ecovacs ebenfalls ordentlich. Der Großteil einer Testmenge von 60 Gramm Haferflocken wanderte nach einem Reinigungslauf im Staubbehälter. Für eine wirkliche Tiefenreinigung reicht es jedoch nicht ganz. Feinere Partikel und tiefsitzender Schmutz bleiben zum Teil im Teppich zurück. Das ist bei Saugrobotern keine Seltenheit und kein exklusives Problem des T50 Max Pro Omni, zeigt aber gut, wo ihre Grenzen liegen. Für die Grundreinigung des Teppichs ist der Roboter gut geeignet, bei stark verschmutzten Teppichen bleibt ein klassischer Staubsauger die bessere Wahl.
Bei Hochflor-Teppichen war dann endgültig Schluss. Der Ecovacs tat sich schwer, den Teppich überhaupt als Fläche zu akzeptieren und nicht als Hindernis. Wenn er es dann doch versuchte, blieb es bei einem halbherzigen Reinigungsversuch vom Rand zur Mitte, bevor er die Mission abbrach. Hier sieht man deutlich, dass lange, dichte Teppichfasern nach wie vor ein großes Problem für die meisten Roboter darstellen.
Wischen im Alltag
Beim Wischen reiht sich der Deebot T50 Max Pro Omni im oberen Mittelfeld ein. Das Wischbild ist gleichmäßig, die Wasserabgabe lässt sich in mehreren Stufen in der App anpassen und der Roboter hinterlässt auf Hartböden insgesamt einen sauberen Eindruck. Typische leichte Verschmutzungen oder kleine Flecken lassen sich zuverlässig entfernen.
Mit größeren Flüssigkeitsmengen kommt er – wie so ziemlich jeder Wischroboter – nicht gut zurecht. Wird zu viel Flüssigkeit auf dem Boden verteilt, verschiebt der Roboter diese eher, als sie vollständig aufzunehmen. Das Ergebnis ist dann eher eine großflächig verteilte, verdünnte Pfütze. Für solche Fälle empfiehlt es sich, den gröbsten Schmutz manuell zu entfernen und den Roboter danach zur Feinarbeit loszuschicken. In der App kannst du einstellen, dass die Mopps häufiger in der Station durchgewaschen werden, was bei klebrigen Flecken durchaus hilft.
Spannend war im Test der Umgang mit eingetrocknetem Ketchup. Hier hat sich der Ecovacs überraschend gut geschlagen. Den Fleck restlos entfernen konnte er zwar nicht, aber im Vergleich zu vielen Konkurrenzmodellen war die Reinigungsleistung deutlich besser. Mehrere Durchgänge mit höherer Wasserabgabe reduzieren hartnäckige Verschmutzungen sichtbar. Von einer echten, manuellen Tiefenreinigung ist das trotzdem noch entfernt, aber es zeigt, dass die Wischfunktion nicht nur Show ist.

Wartung und Pflege
Die Station nimmt dir im Alltag einiges ab. Nach dem Wischen fährt der Roboter zurück, wäscht die Mopps und startet anschließend die Trocknung. So lässt sich verhindern, dass feuchte Pads tagelang in der Station vor sich hin gammeln und unangenehme Gerüche entstehen. Bei starker Verschmutzung stößt die automatische Reinigung aber an ihre Grenzen, dann ist ein manueller Waschgang im Waschbecken oder der Waschmaschine sinnvoll.
Ganz ohne eigene Arbeit läuft es bei diesem System nicht. Die Waschschale in der Station sollte regelmäßig herausgenommen und gesäubert werden, da sich dort Dreck, Haare und Schmutz sammeln. Der Schmutzwassertank muss geleert, der Frischwassertank wieder befüllt werden. Beides wird sowohl in der App als auch am Gerät selbst rechtzeitig angezeigt. Außerdem steht ab und zu das Nachfüllen des Reinigungsmittels und der Wechsel der Staubbeutel an. Der Wartungsaufwand ist insgesamt überschaubar und mit wenigen Minuten pro Woche erledigt, aber komplett „hands-off“ ist das System nicht.
Wenn die Navigation zum Problem wird
Bis hierhin liest sich vieles wie ein solider Oberklasse-Roboter. Die eigentliche Schwachstelle zeigt sich jedoch bei der Navigation – und das leider sehr deutlich. Ecovacs verzichtet auf den typischen Laserturm und verbaut den LiDAR-Sensor in der Front des Geräts. In der Theorie spart das Bauhöhe, in der Praxis wirkt das Navigationssystem in unserem Test unausgereift.
Der T50 Max Pro Omni verhedderte sich regelmäßig in Kabeln und stieß relativ grob gegen Möbelkanten, obwohl moderne Sensorik genau das verhindern soll. In einem Fall hat er sich an einer Teppichkante eines seiner Wischpads ausgerissen. Solche Ausrutscher können bei jedem Roboter vorkommen, aber hier sind sie kein Einzelfall geblieben.
Richtig problematisch wird es, wenn der Roboter beginnt, deine Einstellungen zu ignorieren. In unserem Test war in der App eingestellt, dass der Deebot mit nassen Wischpads keine Teppiche überfahren darf. Trotzdem hat er mehrfach genau das getan. Das Ergebnis waren deutliche Ketchup-Schlieren auf dem Teppich. Dass solche Restriktionen einfach ignoriert werden, ist in dieser Geräteklasse ein absolutes No-Go.

Auch auf dem Rückweg zur Station schaltet der Roboter gefühlt in einen „alles egal“-Modus. Hindernisse, denen er vorher ausgewichen ist, werden plötzlich einfach überfahren. Selbst die aktivierte "AIVI 3.0 Obstacle Avoidance"-Funktion, die eigentlich für verbesserte Hinderniserkennung sorgen soll, konnte das in unserem Test nicht zuverlässig verhindern.
Im Hindernisparcours zeigte sich dieses Verhalten noch deutlicher. Größere Objekte wurden anfangs umfahren, kleine Gegenstände wie Spielzeug-Dinos dagegen konsequent ignoriert. Nachdem sich etwas in der Bürste verfangen hatte, brach der Roboter seine Aufgabe ab. Nach der Reinigung der Bürste starteten wir neu – und der Ecovacs begann plötzlich damit, den Raum neu zu kartieren, als wäre nichts gewesen. Virtuelle Wände, die wir in der App eingezeichnet hatten, wurden einfach überfahren. An anderer Stelle saugte er minutenlang an der falschen Stelle auf der Stelle, um danach stolz zu melden, die Reinigung sei abgeschlossen. In der App gab es weder eine sinnvolle Erklärung, noch die Möglichkeit, diesen Vorgang sauber abzubrechen.
Solche Aussetzer sind nicht nur nervig, sie zerstören auch das Vertrauen in die Automatisierung. Ein Saugroboter soll dir Arbeit abnehmen, nicht zusätzliche Aufsicht erzeugen
Immerhin ein kleiner Pluspunkt: Türschwellen von etwa zwei Zentimetern Höhe haben wir mit einer Holzleiste simuliert, die der Ecovacs letztlich überwinden konnte. Er brauchte mehrere Anläufe und sah zwischendurch so aus, als würde er sich festfahren, kam am Ende aber drüber. Das ist funktional in Ordnung, wirkt aber nicht besonders souverän.
App, Kamera und Extras
Die App von Ecovacs wirkt insgesamt solide, aber wenig spektakulär. Es gibt Reinigungspläne, Raumaufteilung, Zonenreinigung, Einstellungen für die Teppichbehandlung, Anpassungen für Wischintensität und Trocknungsdauer – alles, was man grundsätzlich erwartet. Einige Konkurrenzmodelle gehen hier jedoch einen Schritt weiter und markieren etwa auf der Karte, wo Hindernisse erkannt wurden und welche Objekte im Weg lagen. Der T50 Max Pro Omni bringt zwar die Technik mit, verzichtet aber auf genau solche Komfortfunktionen. Dazu kommen vereinzelt unglückliche Übersetzungen und widersprüchliche Beschriftungen, die die Bedienung unnötig komplizierter machen, als sie sein müsste.
Spannend ist die eingebaute Kamera. Über die App lässt sich der Roboter fernsteuern, du kannst live durch die Wohnung „fahren“ und über das Mikrofon deines Smartphones mit Personen in der Wohnung sprechen. Die Bildqualität ist eher funktional als beeindruckend, aber für gelegentliche Kontrollblicke reicht sie aus. Man darf dabei nicht vergessen, dass hier kein Überwachungsgerät, sondern ein Staubsauger am Werk ist.
Praktisch ist die Kindersicherung: In der App lassen sich sämtliche Tasten am Gerät sperren. Wenn Kinder gerne mal auf Knöpfe drücken oder Haustiere neugierig auf den Roboter reagieren, verhindert das ungewollte Startversuche oder spontane Programmwechsel.
Fazit: Starke Technik, schwache Zuverlässigkeit
Unterm Strich hinterlässt der Ecovacs Deebot T50 Max Pro Omni einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite stehen starke Hardware, flaches Design, gute Saug- und ordentliche Wischleistung, eine komfortable Omni-Station, automatische Moppwäsche samt Trocknung und interessante Zusatzfunktionen wie Kamera und Kindersicherung. Vieles von dem, was einen modernen Premium-Saugroboter ausmacht, ist hier vorhanden.
Auf der anderen Seite steht ein Navigationsverhalten, das wir in dieser Preisklasse so nicht durchgehen lassen können. Ein Saugroboter soll dir Arbeit abnehmen und möglichst unauffällig im Hintergrund laufen. Wenn du aber ständig ein Auge auf ihn haben musst, weil er Einstellungen ignoriert, sich merkwürdig verhält oder im schlimmsten Fall Teppiche verschmutzt, dann verfehlt das Gerät seinen eigentlichen Zweck.

Viele der beobachteten Probleme ließen sich theoretisch mit Software-Updates beheben. Der T50 Max Pro Omni ist allerdings bereits seit März 2025 auf dem Markt, sodass man inzwischen deutlich mehr Stabilität erwarten dürfte. In seinem aktuellen Zustand würden wir ihn daher nur sehr eingeschränkt empfehlen. Wer einen zuverlässigen Alltagshelfer sucht, findet in derselben Preisklasse Alternativen, die weniger spektakulär wirken, dafür aber deutlich berechenbarer arbeiten.
In unserer Saugroboter-Bestenliste kannst du dir einen Überblick über die Modelle verschaffen, die in unseren Tests am meisten überzeugen konnten, und sie direkt miteinander vergleichen – inklusive Preisübersicht und Detailwerten zu Saug- und Wischleistung, Navigation und Ausstattung. So findest du am Ende den Roboter, der wirklich zu deinem Alltag passt, statt einen, der gelegentlich zur Geisterbahn mutiert.