Der Dreame Aqua10 Ultra Roller besticht durch eine innovative Wischwalze, die Wischergebnisse deutlich verbessert. Die Saugleistung auf Hartböden ist hervorragend, und auch auf Hochflorteppichen ist der Roboter überraschend gut. Die lange Laufzeit ist ein weiterer Pluspunkt. Schwächen zeigt er jedoch bei Kurzflorteppichen, wo die Reinigung nicht immer gründlich ist. Wer viele Teppiche hat, sollte in Erwägung ziehen, zusätzliche Geräte oder manuelle Nachreinigung einzuplanen.
TestnoteUnsere Gesamtnote fasst die gewichteten Einzelbewertungen aus unserem Test zusammen.
Testnote
Gut (1,8)
Testnote
Sehr gut (1,3)
Testnote
Sehr gut (1,4)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,6)
Testnote
Gut (1,7)
Testnote
Gut (1,7)
Testnote
Gut (1,8)
Testnote
Gut (1,8)
Vor- & Nachteile
Vor- & Nachteile
Stark bis Hochflor
Innovative Wischwalze
Lange Laufzeit
Kompatibel mit Alexa
Kurzflorteppiche schwach
Teure Wartung
Vor- & Nachteile
Reicht weit an Kanten heran
Hochflor wird richtig sauber
Riesiges Zubehör
Leise und smart
Hält hohe Schwellen für unpassierbar
Unrunde Navigation
Vor- & Nachteile
Wischt an Möbelbeinen
Top Kletterkünstler
Station ohne Beutel
Wäscht Mopps mit 65 °C
Navigation mit Schwächen
Recht laut
Vor- & Nachteile
Walze schafft Angetrocknetes
Klettert über 5-cm-Schwellen
Nimmt Krümel und Sand fast restlos auf
Pflegt die Walze selbst
Schwach an Kanten
Laut auf Teppich
Vor- & Nachteile
Extreme Saugkraft
Station wäscht die Pads heiß
Klettert über Schwellen
Smarte App & Steuerung
Überfährt flache Objekte
Reinigungsmittel extra
Vor- & Nachteile
Glänzt auf Hartboden
Walze fährt zum Rand aus
Effektive Hinderniserkennung
Autom. Wartungsstation
Mühe mit dickem Teppich
Komplexe App-Bedienung
Vor- & Nachteile
Kräftiger Sog für alle Böden
Steigt allein über Türschwellen
Top Wischsystem
Station erledigt die Pflege
Kurze Akkulaufzeit
Schwächen am Teppich
Vor- & Nachteile
Hervorragende Wischwalze
Hygienische Reinigung
Elegante Basisstation
Sprachsteuerung auch offline
Sehr hohe Bauweise
Schwache Eckenreinigung
Vor- & Nachteile
Flache 8 cm Bauweise
Hartboden im ersten Durchgang sauber
Automatische Station
Vielfältige App-Funktionen
Langsame Navigation
Kein Zubehör
Vor- & Nachteile
Innovatives Pad-System
Holt Schmutz tief aus Teppich
Smarte Hinderniserkennung
Hygienische Basisstation
Lässt Feinstaub liegen
App teils überladen
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Nasswischfunktion
Saugleistung
Saugleistung
30000 Pascal Pa
Saugleistung
—
Saugleistung
40000 Pascal Pa
Saugleistung
36000 Pascal Pa
Saugleistung
6400 Pascal Pa
Saugleistung
28000 Pascal Pa
Saugleistung
20000 Pascal Pa
Saugleistung
20000 Pascal Pa
Saugleistung
22000 Pascal Pa
Saugleistung
—
Navigationstyp
Navigationstyp
Laser Distance Sensor (LDS)
Navigationstyp
—
Navigationstyp
—
Navigationstyp
D-ToF lidar
Navigationstyp
—
Navigationstyp
Laser Distance Sensor (LDS)
Navigationstyp
3D Smart Navigation, Mapping
Navigationstyp
LiDAR
Navigationstyp
D-ToF lidar, Laser Distance Sensor (LDS), LiDAR
Navigationstyp
—
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
—
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Hinderniserkennung
Staubbehälter
Staubbehälter
Kombi
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Staubbeutel
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Kombi
Staubbehälter
Kombi
Staubbehälter
Staubbeutel
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Laufzeit
Laufzeit
175 min min
Laufzeit
180 min min
Laufzeit
—
Laufzeit
—
Laufzeit
200 min min
Laufzeit
—
Laufzeit
220 min min
Laufzeit
240 min min
Laufzeit
180 min min
Laufzeit
260 min min
Staubbehälter Kapazität
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
0,395 l l
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
—
Staubbehälter Kapazität
3,51 l l
Lautstärke
Lautstärke
74 dB dB
Lautstärke
55 dB dB
Lautstärke
—
Lautstärke
—
Lautstärke
63 dB dB
Lautstärke
—
Lautstärke
—
Lautstärke
65 dB dB
Lautstärke
65 dB dB
Lautstärke
70 dB dB
Steuerung per App
Steuerung per App
Steuerung per App
—
Steuerung per App
Steuerung per App
Steuerung per App
—
Steuerung per App
—
Steuerung per App
—
Steuerung per App
—
Steuerung per App
Steuerung per App
Bürstentyp
Bürstentyp
—
Bürstentyp
—
Bürstentyp
—
Bürstentyp
Seitenbürste
Bürstentyp
—
Bürstentyp
—
Bürstentyp
Walzenbürste & Seitenbürste
Bürstentyp
Walzenbürste & Seitenbürste
Bürstentyp
Walzenbürste & Seitenbürste
Bürstentyp
Walzenbürste & Seitenbürste
Ladezeit
Ladezeit
4,5 h h
Ladezeit
—
Ladezeit
—
Ladezeit
—
Ladezeit
—
Ladezeit
—
Ladezeit
—
Ladezeit
—
Ladezeit
2,5 h h
Ladezeit
4,5 h h
Funktioniert mit Amazon Alexa
Funktioniert mit Amazon Alexa
Funktioniert mit Amazon Alexa
—
Funktioniert mit Amazon Alexa
—
Funktioniert mit Amazon Alexa
—
Funktioniert mit Amazon Alexa
—
Funktioniert mit Amazon Alexa
—
Funktioniert mit Amazon Alexa
Funktioniert mit Amazon Alexa
Funktioniert mit Amazon Alexa
Funktioniert mit Amazon Alexa
Bestes Angebot
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Weitere Tests
09/2025
Sehr gut1,4
Test-Fazit
Die Wischrolle liefert auf Hartboden eine gleichmäßige, saubere Spur, und die Station übernimmt Waschen bei bis zu 100 °C, Trocknen und Dosieren zweier Reinigungsmittel. Beim Saugen reicht es mit 77,5 Prozent im Maximalmodus für gute Werte, hochfloriger Teppich verlangt aber die höchste Stufe. Flache Objekte übersieht die Hinderniserkennung.
Vorteile
Wischrolle mit konstantem Bodendruck
Station wäscht mit bis zu 100 °C, trocknet und dosiert Reinigungsmittel
Leise im Betrieb mit 9,2 Sone im Minimal- und 17,6 Sone im Maximalmodus
Nachteile
Nur 52,9 Prozent Staubaufnahme im Minimalmodus
Socken, Puppen und flache Legosteine werden oft übersehen
Station braucht viel Stellfläche
05/2026
Gut1,5
Test-Fazit
Auf Hartboden liefert der Aqua10 Ultra Roller nahezu makellose Ergebnisse, die Wischwalze wird in der Station mit 100 °C heißem Wasser gewaschen und geruchsfrei getrocknet. Weniger rund läuft die Navigation: Engstellen bleiben liegen, Teppichkanten werden zum Problem, und die App stockt spürbar.
Vorteile
30.000 Pa entfernen fast allen Testschmutz auf Hartboden
Walzenwäsche mit 100 °C plus Trocknung bei 70 °C verhindert Gerüche
Leise im Betrieb mit 36 dB(A) im Eco- und 52 dB(A) im Maximalmodus
Nachteile
Auf Teppich nur rund 80% der groben Partikel entfernt
Navigation meidet Engstellen und verhakt sich an Teppichkanten
App ruckelt beim Setzen von Reinigungszonen, nur 2,4-GHz-WLAN
08/2025
Sehr gut1,0
Test-Fazit
30.000 Pa Saugkraft, eine ständig frisch befeuchtete Wischwalze und eine KI-gestützte Objekterkennung, die Kabel und Stuhlbeine zuverlässig umkurvt: Im Test blieb der Dreame ohne erkennbare Schwäche. Die Station saugt ab, wäscht die Walze mit Heißwasser und trocknet sie. Einziger Haken bleibt der hohe Anschaffungspreis.
Vorteile
30.000 Pa Saugkraft, 50 Prozent mehr als beim Vorgänger
Wischwalze entfernt auch eingetrocknete Flecken, Teppichabdeckung verhindert Nässe
HyperStream-Bürste bleibt bei bis zu 30 cm langen Haaren frei von Wickeln
Nachteile
Hoher Anschaffungspreis im Vergleich zu anderen Topmodellen
Voluminöse Station mit 42 x 44 x 50 cm braucht viel Stellfläche
Laufende Kosten für Staubbeutel und zwei separate Reinigungsmittel
11/2025
Sehr gut1,0
Test-Fazit
Milch, Kaffee und feuchte Erde verschwinden im Test in einem Durchgang: Die Rollenbürste saugt und wischt gleichzeitig und kommt näher an Fussleisten als runde Modelle. Türschwellen von 3 cm meistert der Roboter problemlos, die Station wartet sich weitgehend selbst. Im Max-Modus halbiert sich die Laufzeit allerdings.
Vorteile
Rollenbürste reinigt bis dicht an Fussleisten heran
Überwindet Türschwellen von 3 cm dank anhebbarem Gehäuse
Station reinigt Rolle mit Heisswasser und trocknet sie mit Heissluft
Nachteile
Laufzeit sinkt im Max-Modus auf weniger als die Hälfte
Schmutzwassertank der Station muss manuell geleert werden
Spitze Ecken bleiben trotz Kantenreinigung teilweise ungereinigt
12/2025
Gut1,5
Test-Fazit
Beim Wischen liefert der Aqua10 makellose Ergebnisse, Hafermilchflecken verschwinden rückstandslos und der Teppichschutz über der Walze greift zuverlässig. Die KI-Fleckenerkennung patzt jedoch mehrfach: Kaffeepulver wurde als Flüssigkeit eingestuft und gewischt statt gesaugt, ganze Schmutzbereiche blieben liegen.
Vorteile
Wischwalze entfernt Hafermilchflecken ohne sichtbare Rückstände
Klettert Schwellen bis 8 cm, mit Zwischenstufe von maximal 4 cm
Umfangreiches Zubehörpaket mit Ersatzwalzen, Filtern und Staubbeuteln
Nachteile
KI hielt Kaffeepulver für Flüssigkeit und wischte statt zu saugen
Kleine Staubfachöffnung verstopfte bei langen Haaren
Walzenwäsche dauert jeweils über fünf Minuten
09/2025
Gut1,5
Test-Fazit
96 Prozent Schmutzaufnahme auf Hartboden, über 80 Prozent auf Teppich und alle fünf Reiskörner aus der Ecke: Der Aqua10 saugt auf Spitzenniveau. Die neue Wischwalze arbeitet stets mit Frischwasser, scheitert aber wie andere Systeme an eingetrocknetem Ketchup. Navigation und App laufen im Test tadellos.
Vorteile
96 Prozent Schmutzaufnahme auf Hartboden bei 30.000 Pascal
Wischwalze mit permanenter Frischwasserzufuhr und Schmutzwasserabsaugung
Chassis-Lift überwindet Schwellen und Teppiche über 3 Zentimeter
Nachteile
App nur mit Dreame-Konto nutzbar, keine Gast-Funktion
Stationsdeckel gibt bei leichtem Druck nach
Lange Haare verheddern sich in der Seitenbürste
08/2025
Gut2,2
Test-Fazit
99,72 von 100 g Testschmutz auf Laminat und komplett haarfreie Bürsten: Das AquaRoll-Walzensystem hebt die Wischleistung deutlich über klassische Drehmopps. Schwächer läuft es auf langfaserigen Teppichen, und der Stromhunger von 1,44 Prozent Akku pro Quadratmeter zwingt größere Wohnungen zur Ladepause.
Vorteile
99,72 von 100 g Testschmutz auf Laminat aufgesaugt
Doppelwalze nimmt Haare restlos auf, ohne Aufwicklung
Scharfe Kante von 4,7 cm im Klettertest überwunden
Nachteile
Akkuverbrauch von 1,44 Prozent pro Quadratmeter
Wischwalze bleibt auf mittelfaserigem Teppich kurz hängen
Grobguterkennung sprang auf Teppich nicht an
08/2026
Sehr gut1,1
Test-Fazit
99,1 Prozent Schmutzaufnahme auf Hartboden, 97,1 auf Kurzflor und 94,2 auf Hochflor: Der Rollenmopp mit Frischwasserzufuhr löst selbst eingetrocknete Flecken. Schwellen bis 5 cm sind kein Problem, die Hinderniserkennung patzt nur bei LEGO-Steinen. An Sockelleisten bleibt ein Streifen von 1,1 cm stehen.
Vorteile
30.000 Pa Saugkraft, 99,1 Prozent Aufnahme auf Hartboden im Test
ProLeap-Fahrwerk meistert Schwellen bis 5 cm, doppelte Hürden bis 6 cm
AutoSeal-Schutz und 14 mm Walzenlift halten Hochflorteppiche trocken
Nachteile
Kein RoboSwing, letzte 1,1 cm zur Wand bleiben ungewischt
Tiefenreinigung mit engerem Bahnmuster startete im Test nicht
Nur 78,9 Prozent auf florlosem Sisalteppich, feiner Sand bleibt liegen
Dreame Aqua 10 Ultra Roller Complete im Test: Revolutioniert die Wischwalze den Saugroboter-Markt?
Dreame gehört seit Jahren zu den Herstellern, die den Saugroboter-Markt mit immer neuen Innovationen vorantreiben. Mit dem Aqua 10 Ultra Roller Complete schickt das Unternehmen nun sein neuestes Flaggschiff ins Rennen – und setzt dabei auf einen grundlegend neuen Ansatz beim Wischen. Statt auf die bewährten rotierenden Wischpads setzt Dreame erstmals auf eine rotierende Wischwalze, die deutlich bessere Reinigungsergebnisse liefern soll. Wir haben den Aqua 10 Ultra Roller ausführlich getestet und verraten, ob er seinem Premium-Anspruch tatsächlich gerecht wird.
Ersteindruck und Verarbeitung
Schon beim Auspacken fällt auf: Der Aqua 10 Ultra Roller unterscheidet sich deutlich von seinen Vorgängern. Besonders die veränderte Frontpartie sticht ins Auge. Für die Hindernisvermeidung setzt Dreame auf eine Dual-Kamera-Einheit in Kombination mit strukturierten Lichtstrahlen. Der Kreuzlaser, den ältere Modelle noch in der Front verbaut hatten, weicht damit einem moderneren Erkennungssystem. Ergänzt wird die Sensorik durch eine LED, die in dunklen Bereichen als Kamera-Unterstützung dient – ein Feature, das sich bereits bei früheren Dreame-Modellen bewährt hat.
Das eigentliche Highlight befindet sich jedoch an der Unterseite: Die rotierende Wischwalze ersetzt die klassischen Wischpads und markiert damit einen echten Paradigmenwechsel in der Reinigungstechnologie. Zusätzlich verbaut Dreame ein Doppelwalzensystem für die Trockenreinigung, das Haare und trockenen Schmutz effektiv einfängt. In unserem mehrwöchigen Test haben sich keinerlei Haare im System verheddert – das ist vorbildlich. Die ausfahrbare Seitenbürste sorgt darüber hinaus dafür, dass auch Ecken und Kanten gründlich gereinigt werden.
Auch die Basisstation hat ein optisches Upgrade erhalten. Sie präsentiert sich mit einer schlichten, kantigen Formsprache und misst in der Höhe etwa 50 Zentimeter – etwas flacher als bei vergleichbaren Modellen wie dem Matrix 10 Ultra oder dem L40s Pro Ultra. Die Verarbeitung von Roboter und Station bewegt sich insgesamt auf dem gewohnt hohen Dreame-Niveau.
Foto: Der Aqua 10 Ultra fährt stets zielstrebig aus seiner Basisstation.
Navigation: Schnell, aber nicht fehlerfrei
Dreame hat bei der Navigation merklich nachgebessert. Im Vergleich zum Vorgänger L40s Pro Ultra ist der Aqua 10 Roller spürbar schneller unterwegs und manövriert sicher um Möbelstücke herum. Größere Hindernisse werden zuverlässig erkannt, und ein besonders praktisches Detail verdient Erwähnung: Die erkannten Objekte werden mit einem Foto auf der Karte markiert. So lässt sich später nachvollziehen, wo beispielsweise die herumliegende Fernbedienung zuletzt gesichtet wurde. Auch für Tierbesitzer gibt es gute Nachrichten – kleine „Geschenke“ des Vierbeiners werden zuverlässig erkannt und großräumig umfahren.
Allerdings zeigt die Navigation in der Praxis auch Schwächen. Auf dem Rückweg zur Station kam es im Test wiederholt zu Situationen, in denen sich der Roboter an längeren Kabeln zu schaffen machte und teilweise mehrere Minuten brauchte, um den richtigen Rückweg zu finden. Auch bei der Routenwahl greift der Aqua 10 gelegentlich zur umständlicheren Variante, obwohl eine deutlich kürzere Strecke offensichtlich wäre. In einem Fall verkantete sich der Roboter sogar zwischen Sofa und Teppichkante und ließ sich nur durch einen Neustart befreien. Solche vereinzelten Aussetzer sind zwar keine Katastrophe, bei einem Gerät in dieser Preisklasse hätten wir allerdings etwas mehr Verlässlichkeit erwartet.
Saugleistung: Hartboden top, Teppich mit Einschränkungen
In seiner Kernkompetenz, dem Saugen, schlägt sich der Aqua 10 Ultra Roller auf Hartböden hervorragend. Staub, Krümel und Haferflocken auf Parkett waren für ihn kein Problem – hier liefert er ab, wie man es von einem Premium-Saugroboter erwartet. Ein differenzierteres Bild ergibt sich allerdings auf Teppichböden.
Auf unserem Kurzflorteppich zeigte der Roboter eine etwas enttäuschende Leistung und ließ vereinzelt Haferflocken zurück. Einen komplett sauberen Teppich konnte er in unseren Tests leider nicht zustande bringen. Auch an den Teppichkanten schwächelt er etwas – ein Problem, das er allerdings mit vielen Konkurrenzprodukten teilt. Schmutzreste werden gelegentlich an die Ränder des Teppichs gedrückt und dann vom Roboter nicht mehr erreicht.
Eine echte Überraschung gab es hingegen auf Hochflorteppich: Zum ersten Mal in unserer Testhistorie hat es ein Saugroboter geschafft, sich auf einem solchen Teppich frei zu bewegen und dabei ein passables Saugergebnis zu liefern. Restlos sauber war das Ergebnis nicht, aber deutlich besser als alles, was wir von anderen Robotern in dieser Disziplin gewohnt sind. Das ist eine bemerkenswerte Leistung.
Foto: Navigiert sich gut durch den Raum: der Dreame Aqua10 Ultra Roller.
Wischfunktion: Die Walze macht den Unterschied
Beim Wischen spielt der Aqua 10 Ultra Roller seinen größten Trumpf aus. Die neue Wischwalze wird während des Betriebs konstant mit Wasser befeuchtet und leicht auf den Boden gedrückt. Das Besondere: Das Schmutzwasser wird direkt an der Rückseite der Walze herausgepresst und in den separaten Schmutzwassertank geleitet. Dadurch bleibt die Walze während der Reinigung deutlich sauberer als klassische Wischpads, die den Schmutz nach kurzer Zeit nur noch über den Boden verteilen. Eine clevere Verschlussklappe schützt zudem den Teppich, indem sie den Kontakt zwischen Walze und Teppichfläche verhindert – vorausgesetzt, der Teppichbereich wurde in der App korrekt markiert oder automatisch erkannt.
In der Praxis überzeugt das System. Flüssiger Ketchup wurde im Test nicht einfach verschmiert, sondern tatsächlich aufgenommen – ein deutlicher Fortschritt gegenüber herkömmlichen Wischpads. Bei eingetrocknetem Ketchup blieb zwar noch ein Rest zurück, das Ergebnis war aber dennoch besser als bei älteren Systemen. Für wirklich hartnäckige, eingetrocknete Verschmutzungen bleibt einem allerdings nach wie vor nur der Griff zum Putzlappen. Bei trockenem Schmutz und kleineren Flüssigkeitsmengen hinterlässt die Walze aber einen sehr guten Eindruck. Der Boden fühlt sich nach dem Wischen sauber und gepflegt an – ohne unangenehm nass zu sein.
Foto: Ob Wischen oder Saugen - beides ist mit dem Aqua 10 Roller möglich.
Basisstation und Wartung
Die Basisstation zeigt sich im Alltag ausgesprochen praktisch. Der Frischwassertank fasst großzügige 4 Liter, der Schmutzwassertank immerhin 3,5 Liter. Damit muss nicht nach jedem Reinigungsvorgang sofort nachgefüllt oder ausgekippt werden – je nach Wohnungsgröße reicht eine Füllung problemlos für mehrere Durchgänge.
Nach der Reinigung fährt der Roboter automatisch zur Station zurück und reinigt dort seine Wischwalze. Dreame verspricht eine Reinigung mit bis zu 100 Grad heißem Wasser, wobei wir die beworbene Temperatur im Test nicht durchgängig nachvollziehen konnten. Das Reinigungsergebnis der Walze war aber dennoch zufriedenstellend – nach der automatischen Reinigung sah sie stets sauber aus und war bereit für den nächsten Einsatz. Anschließend wird die Walze mit warmer Luft getrocknet, was einige Stunden dauert, aber unangenehme Geruchsbildung zuverlässig verhindert.
Im Alltag beschränkt sich die Wartung auf das regelmäßige Auskippen des Schmutzwassers und Nachfüllen des Frischwassers. Die App erinnert rechtzeitig daran – zu lange sollte man mit dem Auskippen allerdings nicht warten, da das Schmutzwasser sonst schnell unangenehm riecht.
Pro Leap: Kletterfunktion mit Potenzial
Zu den besonderen Features des Aqua 10 Ultra Roller gehört eine verbesserte Kletterfunktion namens Pro Leap, mit der er Türschwellen und Teppichkanten besser überwinden soll. Zwei Modi stehen zur Auswahl: Im Hürdenmodus hebt der Roboter erst eine Seite an, dann die andere – eine Art Mini-Klettertechnik. In unseren Tests kletterte er bis zu 4,2 Zentimeter hohe Testkanten, scheiterte allerdings auch regelmäßig an denselben Hindernissen. Auffällig war, dass der Roboter sich erfolgreiche Überwindungsversuche scheinbar nicht merkt und bei jedem neuen Anlauf anders agiert.
Eine automatische Erkennung solcher Hindernisse wäre wünschenswert gewesen. Aktuell wirkt die Kletterfunktion eher wie eine vielversprechende Spielerei, die noch Feinschliff braucht. Das Potenzial für Verbesserungen durch künftige Firmware-Updates ist aber definitiv vorhanden.
Foto: Der Dreame Aqua 10 Roller besitzt auch eine Kletterfunktion.
App und Bedienung
Die Dreame-App lässt im Grunde keine Wünsche offen. Verschiedene Reinigungsmodi, individuelle Raumauswahl, benutzerdefinierte Zonen und die Möglichkeit, mehrere Karten abzuspeichern – alles ist an Bord. Erkannte Teppiche werden auf der Karte angezeigt, und man kann individuell festlegen, wie der Roboter mit ihnen umgehen soll. Die Kamerafunktion mit Fernsteuerung funktioniert nach PIN-Eingabe zuverlässig mit angenehm geringer Latenz, und über den integrierten Lautsprecher lässt sich sogar mit Personen im Raum kommunizieren.
Kleine Kritikpunkte bleiben allerdings bestehen: Die Benutzerführung ist stellenweise etwas verwirrend, und die deutsche Übersetzung weist an einigen Stellen noch Schwächen auf. Auch die automatische Teppicherkennung ist zwar besser geworden, aber noch nicht perfekt – flache Teppiche werden gelegentlich nicht erkannt, während an anderen Stellen Teppiche eingezeichnet werden, wo gar keine liegen. Im Gesamtbild funktioniert die App aber zuverlässig und bietet alles, was man von einem Premium-Saugroboter erwarten darf.
Foto: Die App des Aqua 10 Rollers bietet viele Funktionen.
Fazit: Ein starkes Flaggschiff mit kleinen Schönheitsfehlern
Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller Complete kommt verdammt nah an das perfekte Flaggschiff heran. Die rotierende Wischwalze ist zweifellos die größte Innovation und ein echter Gamechanger: Verschmutzungen werden tatsächlich aufgenommen statt nur über den Boden verteilt – das ist ein spürbarer Fortschritt gegenüber klassischen Wischpads. Auf Hartböden liefert der Roboter beim Saugen hervorragende Ergebnisse, und selbst auf Hochflorteppich hat er uns mit einer für Saugroboter ungewöhnlich guten Leistung überrascht.
Abzüge gibt es bei der Kurzflorteppich-Reinigung, der gelegentlich umständlichen Navigation und der noch nicht ganz ausgereiften Kletterfunktion. Und wie bei allen Saugrobotern gilt: Bei wirklich hartnäckigen, eingetrockneten Verschmutzungen oder vielen Teppichen in der Wohnung bleibt einem der gelegentliche Griff zum Wischmopp oder Handstaubsauger nicht erspart.
Wer hauptsächlich Hartböden wie Parkett oder Laminat zu Hause hat und bereit ist, für die aktuell beste Wischtechnologie am Markt etwas tiefer in die Tasche zu greifen, bekommt mit dem Aqua 10 Ultra Roller einen Saugroboter, der jede Menge lästige Putzarbeit abnimmt. Die Wischwalze setzt einen neuen Standard – und man darf gespannt sein, wie schnell die Konkurrenz nachzieht.