Der Dyson PencilVac ist ein innovativer Stabstaubsauger der Extraklasse: federleicht, hauchdünn und erstaunlich wendig. Für Hartböden mit Alltagsschmutz wie Krümel, Staub und Haare leistet er zuverlässige Arbeit. Selbst kurze Teppiche meistert er überraschend gut. Schwächen zeigen sich bei feinem Material wie Sand und beim kleinen Staubbehälter. Ideal für kleinere Wohnungen oder als smarte Ergänzung zum Saugroboter. Wer regelmäßig groben Schmutz bewältigen muss, greift besser zu einem leistungsstärkeren Modell. Das Gerät liegt in der oberen Preisklasse und überzeugt vor allem durch Design und Handhabung.
Dyson PencilVac im Test: Reicht ein Bleistift-dünner Staubsauger für den Alltag?
Ein Akkustaubsauger, der gerade einmal 3,8 Zentimeter dünn und 1,8 Kilogramm leicht ist — das klingt nach einer Designstudie, nicht nach einem ernsthaften Haushaltsgerät. Doch genau das verspricht Dyson mit dem PencilVac: ein vollwertiger Stabstaubsauger, der so schlank ist, dass man ihn fast übersieht. Für rund 500 Euro soll er den Saugalltag neu definieren. Wir haben den PencilVac durch unsere Standardtests geschickt — mit Haferflocken, Katzenstreu und Vogelsand — und dabei sowohl echte Stärken als auch eine überraschend deutliche Schwäche gefunden.
Dünn wie ein Haartrockner-Griff: Der erste Eindruck überzeugt
Schon beim Auspacken wird klar, dass Dyson mit dem PencilVac einen anderen Weg geht als mit seinen bisherigen Akkusaugern. Statt den Motor und Akku als klobigen Block am oberen Ende zu verbauen, steckt beim PencilVac die gesamte Technik im schlanken Stab. Laut Dyson haben sich die Ingenieure dabei am hauseigenen Supersonic-Haartrockner orientiert — der Handgriff des PencilVac ist tatsächlich genauso breit wie der des bekannten Föhns.
Der eigens entwickelte Motor dreht mit bis zu 140.000 Umdrehungen pro Minute, und ein integrierter Filter soll 99,99 Prozent aller Partikel aus der Luft entfernen. Zusammengebaut ist das Gerät in wenigen Sekunden: drei hörbare Klicks, und der PencilVac steht einsatzbereit da. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck, die Materialien fühlen sich wertig an. Allerdings fasst der integrierte Staubbehälter lediglich 80 ml — Dyson verspricht hier eine Kompression des Schmutzes, doch ob das im Alltag reicht, zeigt sich erst im Praxistest.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Sauger selbst eine Fugendüse mit Haaraufsatz sowie die Basisstation. Ein QR-Code auf der Verpackung und auf der kleinen LED-Anzeige am Gerät führt zur Dyson-App, die Videoanleitungen und eine Verbrauchsübersicht bietet. Im Alltag fungiert die App allerdings eher als digitale Bedienungsanleitung — regelmäßig braucht man sie nicht.
Foto: Der Lieferumfang des PencilVac ist nicht ganz so groß wie bei anderen Dyson-Produkten.
Saugen wie Spazierengehen: So fühlt sich der PencilVac an
Der erste Sauggang macht tatsächlich Spaß. Der PencilVac gleitet fast schwerelos über den Boden und lässt sich in alle Richtungen lenken. Die Wendigkeit erinnert an einen hochwertigen Koffer-Trolley, der mühelos über den Flughafenboden rollt. Man bewegt sich entspannt durch die Wohnung und saugt quasi nebenbei — ein Sauggefühl, das Dyson damit tatsächlich neu erfunden hat.
Die sogenannte „Fluffy Cones"-Bürste ist clever konstruiert: Haare wickeln sich zur schmaleren Seite der konischen Walze ab und bilden ein kleines Knäuel, das anschließend eingesaugt wird. Die Bürsten stehen zudem seitlich leicht über, sodass auch direkt an Fußleisten und Kanten alles aufgenommen wird. Einen Nachteil hat die konkave Bürstenform allerdings: 90-Grad-Ecken lassen sich nicht sauber erreichen. Fährt man gerade an eine Wand heran, bleibt links und rechts ein schmaler Staubrand zurück. Man muss die Ecke also seitlich abfahren — das funktioniert, erfordert aber einen zusätzlichen Handgriff.
Zum Entleeren muss man sich leider bücken: Der Saugkopf wird abgetrennt und der gesamte Stab nach unten geschoben, um den Schmutz freizugeben. Die Technik dahinter ist durchdacht, aber das Bücken passt nicht so recht zum ansonsten ergonomischen Konzept. Ein Knickgelenk fehlt dem PencilVac ebenfalls — bei einem Staubsauger, dessen gesamte Technik in einem vier Zentimeter dünnen Aluminiumstab steckt, ist das verzeihbar. Dafür lässt sich der Stab um bis zu 170 Grad nach unten biegen, sodass der PencilVac flach unter jedes Sofa passt und plötzlich Stellen erreicht, die vorher noch nie einen Staubsauger gesehen haben.
Foto: Mit dem PencilVac kommst du quasi unter jedes Sofa.
Reichen 55 AirWatt? Der Saugtest zeigt klare Grenzen
Die Saugleistung des PencilVac liegt bei lediglich 55 AirWatt. Zum Vergleich: Der aktuelle Dyson V16 kommt auf 315 AirWatt — also fast das Sechsfache. AirWatt allein sagen jedoch wenig darüber aus, wie ein Gerät im echten Alltag performt. Deshalb testen wir mit drei Materialien: jeweils 30 Gramm Haferflocken, Katzenstreu und Vogelsand.
Die Haferflocken auf Hartboden saugt der PencilVac elegant und restlos weg — mit Ausnahme der 90-Grad-Ecken. Nach dem Durchgang wirkt der kleine Staubbehälter optisch bereits halb voll und erinnert an ein gefülltes Müsliglas. Auch 30 Gramm Katzenstreu stellen kein Problem dar: Ein kurzes Knirschen, und die Körnchen verschwinden im Rohr. Selbst bei vollem Behälter lässt sich kein nennenswerter Abfall der Saugleistung feststellen.
Beim Vogelsand zeigt sich jedoch eine deutliche Schwäche. Der feine Sand gelangt teilweise am Staubschutzmechanismus vorbei und rieselt sogar wieder aus dem Behälter heraus. Bei größeren Mengen klemmt die Mechanik so stark, dass sich das Gerät kaum noch entleeren lässt. Vogelsand ist zwar feiner als herkömmlicher Haushaltsschmutz, doch 30 Gramm sind keine unrealistische Menge — hier muss Dyson aus unserer Sicht noch nachjustieren.
Positiv überrascht hat hingegen der Teppichtest. Obwohl Dyson den PencilVac ausdrücklich nicht für Teppiche konzipiert hat, werden 30 Gramm Haferflocken auf Kurzflor sauber aufgenommen. Man muss zwar häufiger hin- und herfahren als etwa mit dem V16, aber einen Kurzflorteppich eben mal abzusaugen, ist durchaus möglich.
Foto: Eigentlich nicht dafür gemacht: Aber zur Not kannst du auch auf dem Teppich mit dem PencilVac saugen.
Fugentest: Hier fehlt die Power
Die mitgelieferte Fugenbürste eignet sich gut zum Absaugen von Fußleisten oder zum Einsammeln von Spinnweben. Bei unserem standardisierten Fugentest — drei Fugen mit jeweils 1,8 Zentimeter Tiefe und Breiten von 2, 5 und 8 Millimetern — schafft der PencilVac allerdings nur rund 80 Prozent des eingestreuten Katzenstreus. Der Rest bleibt zwischen den Brettern stecken. Der Dyson V16 besteht diesen Test sogar ohne Fugenbürste — hier zeigt sich der Leistungsunterschied dann doch sehr deutlich.
Die Akkulaufzeit liegt im Boost-Modus bei 8 Minuten und 43 Sekunden, im Eco-Modus bei knapp 30 Minuten. Für einen Akku, der im dünnen Stiel verbaut ist, sind das solide Werte. Dyson kündigt an, dass der Akku austauschbar sein soll — zum Testzeitpunkt sind auf der Dyson-Website allerdings noch keine Ersatzakkus verfügbar.
Foto: Im Härtetest: Der PencilVac während der Fugenreinigung mit seinem Standardaufsatz
Elegant geparkt: Die Basisstation
Die Ladestation fügt sich nahtlos ins minimalistische Designkonzept ein. Sie besteht aus einer kleinen runden Schale, die per Netzkabel mit Strom versorgt wird. Der PencilVac wird einfach eingesetzt und hält dank zweier Magnete sicher in Position, während er gleichzeitig lädt. Die Fugenbürste findet auf einer integrierten Halterung Platz und ist so jederzeit griffbereit. Das Gesamtbild wirkt elegant und wohnzimmertauglich — wobei eine schlichte Wandhalterung, wie bei anderen Dyson-Modellen üblich, zum minimalistischen Charakter des PencilVac vielleicht sogar noch besser passen würde.
Foto: Eine der Kleinsten ihrer Art: Die Basisstation des PencilVac.
Unser Fazit: Spaßfaktor hoch, aber nicht für jeden Schmutz gemacht
Der Dyson PencilVac ist ein Staubsauger, der eine ganz eigene Kategorie eröffnet. Das Saugen macht mit ihm tatsächlich Spaß — er gleitet mühelos durch die Wohnung, liegt hervorragend in der Hand und sieht dabei auch noch gut aus. Für alltäglichen Schmutz wie Krümel, Staub und Haare auf Hartböden erledigt er seinen Job zuverlässig und sogar auf Kurzflorteppich überraschend ordentlich.
Doch von der reinen Saugleistung bleibt er hinter seinen großen Brüdern zurück. Das betrifft nicht nur das geringe Fassungsvermögen des Staubbehälters, sondern vor allem die Empfindlichkeit gegenüber feinem Material wie Sand. Die filigrane Mechanik des PencilVac ist für größere Mengen feinen Schmutzes schlicht nicht ausgelegt.
In kleineren Wohnungen oder als Ergänzung zu einem guten Saugroboter kann der PencilVac aber durchaus die richtige Wahl sein — denn er kann mehr, als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Wer allerdings regelmäßig mit grobem Schmutz wie Erde oder kleinen Steinchen zu kämpfen hat, greift besser zum robusteren V16 oder Gen5. Für 500 Euro bekommt man mit dem PencilVac ein innovatives, wunderschön designtes Gerät, das den Saugalltag spürbar angenehmer macht — solange man seine Grenzen kennt.
TestnoteUnsere Gesamtnote fasst die gewichteten Einzelbewertungen aus unserem Test zusammen.
Testnote
Gut (1,7)
Testnote
Sehr gut (1,2)
Testnote
Sehr gut (1,4)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,6)
Testnote
Gut (1,9)
Testnote
Gut (2,0)
Testnote
Gut (2,0)
Testnote
Gut (2,1)
Vor- & Nachteile
Vor- & Nachteile
Federleicht & schlank
Spaßiges Saugen
Haare kein Problem
LCD & App
Feiner Sand problematisch
Kleiner Behälter
Vor- & Nachteile
Starke Saugleistung
Haare wickeln kaum
Angenehm leise
Akku aus Bosch-System
Kleiner Behälter
Anzeige ungenau
Vor- & Nachteile
315 AW Saugkraft
Grüner Laser
Einfache Entleerung
Vielseitige Aufsätze
Wischen mit Abstrichen
Lauter Boost-Modus
Vor- & Nachteile
Top Saugleistung
HEPA-Filterung
Wechselakku
LCD-Display
Laut & schwer
Lange Ladezeit
Vor- & Nachteile
Starke Saugleistung
Saug- und Wischkombi
LCD-Display
Leuchtendes Fugentool
Haare wickeln sich auf
Wischaufsatz-Reinigung
Vor- & Nachteile
3-in-1 flexibel
Lange Laufzeit
HEPA-Filter
Auto-Bodenerkennung
Lange Ladezeit
Filter nicht waschbar
Vor- & Nachteile
Automatische Absaugung
Zweiter Akku dabei
Top auf Parkett
Viel Zubehör
Schwach auf Teppich
Laden nur in Station
Vor- & Nachteile
Automatikmodus
Gute Saugleistung
Großer Lieferumfang
Einfache Entleerung
Automatikmodus nicht immer optimal
Abhängigkeit von der Wandhalterung
Vor- & Nachteile
Gute Saugleistung
Umfangreiches Zubehör
Einfache Bedienung
Lange Akkulaufzeit
Schwierigkeiten beim Zurückziehen
Kein Display
Vor- & Nachteile
Starke Saugleistung
GapFree KI-Kantenerkennung
Umfangreiches Zubehör
Hochwertiges Display
Keine Freisteh-Funktion
Lange Ladezeit
Staubbehälter
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Staubbeutel
Staubbehälter
Beutellos
Staubbehälter
Beutellos
Kapazität des Behälters
Kapazität des Behälters
0,8 l l
Kapazität des Behälters
0,4 l l
Kapazität des Behälters
1,3 l l
Kapazität des Behälters
—
Kapazität des Behälters
0,35 l l
Kapazität des Behälters
0,5 l l
Kapazität des Behälters
0,4 l l
Kapazität des Behälters
0,6 l l
Kapazität des Behälters
—
Kapazität des Behälters
0,5 l l
Laufzeit
Laufzeit
30 min min
Laufzeit
80 min min
Laufzeit
70 min min
Laufzeit
70 min min
Laufzeit
—
Laufzeit
70 min min
Laufzeit
90 min min
Laufzeit
90 min min
Laufzeit
40 min min
Laufzeit
90 min min
Geräuschpegel
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—
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80 dB dB
Geräuschpegel
—
Geräuschpegel
—
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—
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—
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80 dB dB
Geräuschpegel
85 dB dB
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86 dB dB
Ladezeit
Ladezeit
3,5 h h
Ladezeit
1 h h
Ladezeit
4,5 h h
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4,5 h h
Ladezeit
3,5 h h
Ladezeit
4 h h
Ladezeit
4 h h
Ladezeit
4 h h
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5 h h
Ladezeit
4 h h
Reinigungsart
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Trocken
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Trocken&Nass
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Trocken
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Trocken
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Waschbarer Filter
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Nein
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Wandmontage
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Weitere Tests
12/2025
Befriedigend2,7
Test-Fazit
Mit nur 1,8 kg ist der PencilVac der leichteste Dyson im Test – und saugt auf Hartböden und Teppichen auch im Eco-Modus gründlich. Tierhaare bleiben aber eine Schwäche, und auf höchster Stufe hält der Akku nur 8,5 Minuten. Für kurze Zwischenreinigungen ohne Tiere eine solide Wahl.
Vorteile
Nur 1,8 kg – leichtester Akkusauger im Testfeld
Sehr gute Reinigung auf Hartboden und Teppich bereits im Eco-Modus
Vorwärts und rückwärts saugen dank symmetrischer Düse
Nachteile
Akkulaufzeit auf höchster Stufe nur 8,5 Minuten
Tierhaare werden laut Test nur oberflächlich aufgenommen
Auf Hartboden liefert der PencilVac starke 99,60 % Saugleistung und glänzt mit 1,8 kg Gewicht sowie flacher Bauweise unter Möbeln. Teppich scheidet mit 45,2 % klar aus, der 80-ml-Behälter zwingt zum häufigen Leeren. Als leichtes Hartboden-Zweitgerät sinnvoll, als Allrounder ungeeignet.
Vorteile
Hartboden-Saugleistung von 99,60 % im Test
Nur 1,8 kg, unter 10 cm Bauhöhe – kommt unter fast jedes Möbel
LED-Beleuchtung vorne und hinten macht feinen Staub sichtbar
Nachteile
Staubbehälter fasst nur 80 ml – sehr schnell voll
Boost-Laufzeit beträgt lediglich 8:57 Minuten
Teppichleistung von 45,2 % – für Teppichböden ungeeignet