Die Philips LatteGo Pro Aromis 8000 ist das neue Topmodell von Philips und bislang der beste Philips-Kaffeevollautomat in unserem Test: Vollwertiger 4,3-Zoll-Touchscreen, App-Steuerung, acht Benutzerprofile und über 50 heiße wie kalte Getränke. Die neue Brühgruppe liefert den besten Philips-Espresso bisher, der jedoch für unseren Geschmack selbst auf feinstem Mahlgrad noch etwas aromatischer sein könnte. Der Milchschaum ist trotz "LatteGo Pro" eher grobporig als cremig. Stark: Cold Brew auf Knopfdruck, das leise Keramikmahlwerk und die einfache Reinigung des schlauchlosen LatteGo-Systems. Ideal für Technikfans mit großer Getränkelust, weniger für Barista-Puristen. In der oberen Preisklasse gibt es bei Kaffee und Schaum stärkere Alternativen.
Vorteile
Riesige Auswahl
Über 50 heiße und kalte Getränke, inklusive Cold Brew
Top Bedienung
Touchscreen und App reagieren flott, 8 Profile speicherbar
Leises Mahlwerk
Keramikmahlwerk arbeitet angenehm ruhig und gleichmäßig
Einfache Reinigung
LatteGo-System ohne Schläuche, schnell abgespült
Nachteile
Espresso zu mild
Selbst bei feinstem Mahlgrad kein intensiver Espresso
Schaum grobporig
Milchschaum ist fest und pappig statt cremig
1,8
Gut
Kaffeevollautomaten
Philips LatteGo Pro Aromis Series 8000
07/2026
Einzelergebnisse
2,0
Verarbeitung20%
2,0
Geschmack30%
2,3
Milchfunktion20%
1,3
Handhabung20%
1,5
Ausstattung10%
Preisvergleich
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Kaffeevollautomat LatteGo Pro Aromis, Silber, 50+ Spezialitäten
TestnoteUnsere Gesamtnote fasst die gewichteten Einzelbewertungen aus unserem Test zusammen.
Testnote
Gut (1,8)
Testnote
Sehr gut (1,3)
Testnote
Sehr gut (1,4)
Testnote
Sehr gut (1,4)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,5)
Testnote
Gut (1,7)
Testnote
Gut (1,8)
Testnote
Gut (1,8)
Vor- & Nachteile
Vor- & Nachteile
Riesige Auswahl
Top Bedienung
Leises Mahlwerk
Einfache Reinigung
Espresso zu mild
Schaum grobporig
Vor- & Nachteile
Große Getränkevielfalt
Hervorragender Milchschaum
Benutzerfreundliche App
Einfache Reinigung
Plastikverarbeitung
Relativ teuer
Vor- & Nachteile
Starker Espresso
Über 50 Getränke
Cremiger Milchschaum
Gute Bedienung
Hoher Preis
Milch nur 55 Grad
Vor- & Nachteile
Heiße & kalte Drinks
Intuitive Bedienung
Starker Espresso
Pflegeleicht
Schwache App
Nur kalt mit Eis
Vor- & Nachteile
Hervorragende Kaffeequalität
Praktische Funktionen
Austauschbare Bohnenbehälter
Leises Mahlwerk
Keine Selbstreinigung
Vor- & Nachteile
Riesige Auswahl
Angenehm leise
Smarte Steuerung
Cremiger Milchschaum
Groß und schwer
Grobe Einstellung
Vor- & Nachteile
Sehr guter Espresso
Cremiger Milchschaum
Edles Design
Einfache Bedienung
Handwäsche nötig
Lautes Mahlwerk
Vor- & Nachteile
Übersichtliche Menüführung
Gute Voreinstellungen
Einfache Reinigung
Gute Programmauswahl
Kein Milchbehälter
Etwas lauter
Vor- & Nachteile
Benutzerfreundlich
Leises Mahlwerk
Vielseitige Getränke
Einfache Reinigung
Begrenzte Mahlgrade
Kein Tassenwärmer
Vor- & Nachteile
Toller kalter Milchschaum
Zwei Bohnenbehälter
13 Getränke
Einfache Reinigung
Kaum Mahlgrad-Kontrolle
Umständliches Display
Kapazität Wassertank
Kapazität Wassertank
1,9 l l
Kapazität Wassertank
1,9 l l
Kapazität Wassertank
1,8 l l
Kapazität Wassertank
1,8 l l
Kapazität Wassertank
1,4 l l
Kapazität Wassertank
2,4 l l
Kapazität Wassertank
1,8 l l
Kapazität Wassertank
1,7 l l
Kapazität Wassertank
1,9 l l
Kapazität Wassertank
—
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
Eingebautes Display
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Geeignet für
Geeignet für
Kaffeebohnen
Geeignet für
Kaffeebohnen, Gemahlener Kaffee
Geeignet für
Kaffeebohnen, Gemahlener Kaffee
Geeignet für
Kaffeebohnen
Geeignet für
Kaffeebohnen, Gemahlener Kaffee
Geeignet für
Kaffeebohnen
Geeignet für
Kaffeebohnen
Geeignet für
Kaffeebohnen, Gemahlener Kaffee
Geeignet für
Kaffeebohnen
Geeignet für
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Automatische Abschaltung
Automatische Abschaltung
Automatische Abschaltung
Automatische Abschaltung
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Automatische Abschaltung
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Automatische Abschaltung
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Automatische Abschaltung
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Automatische Abschaltung
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Automatische Abschaltung
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Automatische Abschaltung
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Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
Eingebautes Mahlwerk
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Heißwassersystem
Heißwassersystem
Heißwassersystem
Heißwassersystem
Heißwassersystem
Heißwassersystem
Heißwassersystem
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Heißwassersystem
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Heißwassersystem
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Integrierter Milchaufschäumer
Integrierter Milchaufschäumer
Integrierter Milchaufschäumer
Integrierter Milchaufschäumer
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Integrierter Milchaufschäumer
Integrierter Milchaufschäumer
Integrierter Milchaufschäumer
—
Integrierter Milchaufschäumer
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Integrierter Milchaufschäumer
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Integrierter Milchaufschäumer
—
Leistung
Leistung
1500 W W
Leistung
1450 W W
Leistung
1450 W W
Leistung
1450 W W
Leistung
1450 W W
Leistung
1500 W W
Leistung
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Leistung
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Leistung
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Leistung
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Selbstreiningungssystem
Selbstreiningungssystem
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Selbstreiningungssystem
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Selbstreiningungssystem
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Selbstreiningungssystem
Selbstreiningungssystem
Selbstreiningungssystem
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Gehäusematerial
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Metall, Kunststoff
Gehäusematerial
ABS Synthetik
Gehäusematerial
Metall, Kunststoff
Gehäusematerial
Metall, Kunststoff
Gehäusematerial
Metall, Kunststoff
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Gehäusematerial
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Gehäusematerial
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Gehäusematerial
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Abnehmbarer Wasserbehälter
Abnehmbarer Wasserbehälter
Abnehmbarer Wasserbehälter
Abnehmbarer Wasserbehälter
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Abnehmbarer Wasserbehälter
Abnehmbarer Wasserbehälter
Abnehmbarer Wasserbehälter
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Abnehmbarer Wasserbehälter
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Bedienung
Bedienung
Berührung
Bedienung
Berührung
Bedienung
Berührung
Bedienung
Berührung
Bedienung
Berührung
Bedienung
Berührung, Kabellos
Bedienung
Berührung
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Berührung
Bedienung
Tasten, Berührung
Bedienung
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Weitere Testberichte
12/2025
Sehr gut1,2
Test-Fazit
Der Vollautomat liefert im Test konstant hochwertige Getränke mit stabiler Crema und voluminösem Milchschaum, auch aus Pflanzendrinks. Der Touchscreen reagiert präzise, das Keramikmahlwerk bleibt leise. Cold-Brew-Getränke gelingen in unter einer Minute. Einzig beim Schäumen entstehen kurze Lautstärkespitzen und Reinigungsmittel fehlt.
Vorteile
54 Getränke wählbar, 27 davon als Cold Brew in etwa 30 bis 45 Sekunden
Keramikmahlwerk mahlt sehr leise mit gleichmäßigem Ton
Milchschaum voluminös und stabil, auch aus Soja, Mandel oder Kokos
Nachteile
Schäumen erzeugt kurze Lautstärkespitzen bis rund 85,8 dB
Reinigungsmittel nicht im Lieferumfang, muss nachbestellt werden
Vorheizen plus Spülphase dauern zusammen rund 60 Sekunden
04/2026
Gut2,3
Test-Fazit
Mit 53 Getränken, davon 25 kalten Spezialitäten, bietet der Café Aromis eine beispiellose Auswahl. Das neue 4,3-Zoll-Touchdisplay bedient sich angenehm, der Stromverbrauch bleibt niedrig. Schwächen zeigen sich beim wässrig-bitteren Espresso, grobporigen Milchschaum und der langen Aufheizzeit von 64 Sekunden.
Vorteile
53 vorinstallierte Getränke, davon 25 kalte Spezialitäten
Getrennte LatteGo-Pro-Becher für heiße und kalte Getränke
Niedriger Standby-Verbrauch von nur 2,2 Watt
Nachteile
Aufheizzeit von 64 Sekunden bis zur Getränkeausgabe
Milchschaum sehr grobporig statt cremig
Laute Brühgeräusche mit 65 Dezibel
Espresso wirkt wässrig und leicht bitter
06/2026
Gut2,0
Test-Fazit
Der Kaffee gelingt gleichmäßig und ausgewogen, die Getränkeauswahl ist breit, und trotz kompakter Maße von 25 x 39 x 45 cm samt Wasserbefüllung von vorn passt der Vollautomat auch in kleine Küchen. Störend bleiben der hohe Geräuschpegel und die klobig angehängte Milcheinheit; die App läuft stabil, bringt im Alltag aber wenig.
Vorteile
Konstant ausgewogener Kaffee über viele Getränkevarianten
Wassertank mit 1,9 Litern von vorn befüllbar
Übersichtliches Display und einfache Reinigung
Nachteile
Mahl- und Brühgeräusch weiterhin deutlich hörbar
Milchbehälter wird provisorisch an die Düse gehängt
Feste Füllmengen von 120, 180 oder 240 ml passen selten zur Tasse
03/2026
Sehr gut1,0
Test-Fazit
Mit der Series 8000 wagt Philips den Sprung in die Oberklasse: 54 Getränke, Cold Brew und ein größerer, schlauchloser LatteGo-Aufschäumer. Espresso gerät kräftig und siebträgernah, die Bedienung per Touchdisplay ist top. Der heiße Milchschaum bleibt jedoch grobporig, und ein echtes Alleinstellungsmerkmal fehlt.
Vorteile
Espresso kräftig und säurearm mit 69 Grad, nahe am Siebträger
LatteGo Pro schäumt heiß und kalt, doppelt so großer Milchbehälter
Heißer Milchschaum wird bauschig mit Blasen und Poren
Keine zwei Milchgetränke gleichzeitig, ungeeignet für Familien
Abtropfschale schwappt beim Tragen zum Waschbecken über
05/2026
Sehr gut1,0
Test-Fazit
Der Kaffeevollautomat liefert im zweiwöchigen Test durchweg konstante heiße und kalte Getränke aus über 50 Rezepten. Die HomeID-App mit chatbot-artigem Barista-Assistent macht das Feintuning des Geschmacks auch ohne Erfahrung leicht. Beim Betrieb bleibt er angenehm leise. Kritik gab es nur an Kondens im Pulverschacht und langer Abkühlzeit vor Eisgetränken.
Vorteile
Konstant gute heiße und kalte Getränke mit cremigem Milchschaum
HomeID-App mit Barista-Assistent zum einfachen Geschmacks-Feintuning
Leise im Betrieb, bis 74 dB beim Aufheizen
Nachteile
Pulverschacht beschlägt beim Brühen, Kaffeereste haften an
Muss vor Eisgetränken komplett abkühlen, sonst wird das Getränk warm
Philips LatteGo Pro Aromis 8000 im Test: Endlich ein gutes Philips-Topmodell?
Philips und Kaffeevollautomaten – das war bislang vor allem eine Frage des Preises. Günstig ja, Spitzenklasse eher nein: viel Plastik, ein häufig zu wässriger Espresso und ein Milchschaum, der mit „cremig" wenig gemeinsam hatte. Genau diese Punkte hatten wir zuletzt beim bisherigen Topmodell, der LatteGo 5500 Series, kritisiert. In gleich mehreren vorangegangenen Tests zeigte sich bei den Philips-Vollautomaten dasselbe Muster: Mäßige Verarbeitungsqualität, ein eher dünner Espresso und ziemlich grobporiger Milchschaum. Nun legt der Hersteller nach: Die neue LatteGo Pro Aromis 8000 Series soll die Oberklasse angreifen – mit vollwertigem Touchscreen, App-Steuerung, einer neuen Brühgruppe und einem überarbeiteten LatteGo-System. Die entscheidende Frage: Hat Philips endlich abgeliefert, oder schleppt auch das neue Modell die alten Probleme mit sich herum?
So viel sei vorweggenommen: Das ist der beste Philips-Vollautomat, den wir bisher im Test hatten. Ob das am Ende reicht, um in dieser Preisklasse mitzuspielen, klären wir im Detail.
Foto: Matt-silbernes Gehäuse: die LatteGo Pro Aromis 8000 im Test.
Schickes Design, aber keine Premium-Haptik
Beim Auspacken macht die Aromis 8000 zunächst einiges her. Die matte, silberne Oberfläche wirkt edel, moderner und ein gutes Stück hochwertiger als bei den Vorgängern. Auf den ersten Blick eine Maschine, die in der Küche eine gute Figur macht.
Bei näherem Hinsehen relativiert sich der Eindruck jedoch. Das Gehäuse sieht zwar ansprechend aus, besteht aber weiterhin überwiegend aus eher günstigem Kunststoff. An einigen Stellen wirkt die Maschine etwas klapprig, die Spaltmaße sind nicht durchgängig sauber, und die Oberfläche ist ausgesprochen anfällig für Fingerabdrücke. Fairerweise gilt: Die Verarbeitung ist spürbar besser als bei den günstigeren Philips-Modellen. Für eine Maschine, die im Premium-Segment antreten will, bleibt aber Luft nach oben. Schönes Design? Ja. Premium-Haptik? Eher nicht.
Foto: Glaspanel, Chrom-Auslauf mit Holzkappe - schick, aber viel Plastik.
Bedienung auf Topniveau: Touchscreen und App überzeugen
Bei der Bedienung hat Philips einen echten Sprung nach vorne gemacht. Herzstück ist der vollwertige 4,3-Zoll-Touchscreen, der übersichtlich und verständlich aufgebaut ist. Hier gibt es kaum etwas zu bemängeln. Ergänzt wird das Ganze durch eine App, deren WLAN-Kopplung im Test auf Anhieb einwandfrei funktionierte und die im Alltag tatsächlich Freude macht.
Foto: Der 4,3-Zoll-Touchscreen ist übersichtlich und reagiert flott.
Die Getränkeauswahl ist beeindruckend: Das Menü umfasst über 50 heiße und kalte Getränke, sodass für praktisch jeden Geschmack etwas dabei ist. Praktisch für Familien, Büros oder WGs sind die bis zu acht individuellen Benutzerprofile, in denen sich persönliche Einstellungen speichern lassen – jeder bekommt seinen Kaffee also genau nach Wunsch, ohne bei jedem Bezug neu justieren zu müssen.
Foto: Per App lässt sich jedes Getränk vom Smartphone starten.
Der sogenannte Barista Assistent ist dagegen wenig mehr als ein Chatbot in der App, der bei der Getränkeeinstellung helfen soll. Ein nettes Gimmick, aber längst nicht so durchdacht gelöst wie bei manchen Wettbewerbern. Den Mahlgrad muss man weiterhin manuell einstellen, klassisch über ein kleines Rädchen im Bohnenfach. Das ist etwas fummelig, sollte aber keinesfalls ignoriert werden – schließlich ist der Mahlgrad die wichtigste Stellschraube für einen guten Geschmack.
Foto: Den Mahlgrad stellt man weiterhin per Rädchen im Bohnenfach ein.
Bester Philips-Espresso bisher – und trotzdem zu wässrig
Kommen wir zum wichtigsten Punkt: dem Geschmack. Genau hier zeigt sich, warum die manuelle Mahlgrad-Einstellung so wichtig ist. Philips hat der Aromis 8000 eine neue Brühgruppe spendiert, die im Vergleich zur 5500er deutlich größere Kaffeepucks ermöglicht. Es landet also mehr Kaffeemehl im Brühvorgang – und das schmeckt man tatsächlich. Der Espresso ist relativ ausgewogen und mit Abstand der beste, den wir bisher aus einem Philips-Vollautomaten bekommen haben. Auch der Café Crema sieht ordentlich aus und kommt mit rund 82 Grad richtig heiß in die Tasse.
Foto: Im Test kommt der Café Crema mit 82 Grad in die Tasse.
Der entscheidende Haken folgt jedoch: Selbst mit dem feinsten Mahlgrad und der höchsten Intensität geraten die Getränke für unseren Geschmack noch etwas zu wässrig, und die Crema fällt entsprechend dünn aus. Unser Eindruck: Dem Mahlwerk fehlen in Richtung fein schlichtweg ein paar weitere Stufen. Die Maschine kann gar nicht so fein mahlen, wie es nötig wäre, um einen wirklich vollmundigen Espresso herauszuholen. Besonders schade, weil das Potenzial klar erkennbar ist: Die neue Brühgruppe ist ein echter Fortschritt – doch das Mahlwerk zieht nicht mit.
Foto: Die neue Brühgruppe presst deutlich größere Kaffeepucks.
Positiv fällt die Lautstärke auf. Mit rund 70 db beim Mahlen zählt die Aromis zu den leiseren Vollautomaten in unserem Testfeld.
Foto: Beim Mahlen messen wir rund 70 Dezibel - vergleichsweise leise.
Milchschaum: Das „Pro" hält nicht, was es verspricht
Beim Milchsystem hat sich Philips etwas bei De'Longhi abgeschaut: Die Aromis kommt mit zwei Milchbehältern, einem für kalte und einem für warme Milch - ein Konzept, das wir bereits von der Eletta Explore kennen. Der neue LatteGo-Pro-Behälter macht dabei einen deutlich wertigeren Eindruck als bei der 5500er, ist etwas größer geworden und der Deckel sitzt spürbar fester. Handwerklich hat Philips hier also nachgebessert.
Foto: Zwei LatteGo-Pro-Behälter: einer für warme, einer für kalte Milch.
Leider gilt das nicht für das Ergebnis in der Tasse. Der Milchschaum bleibt grobporig und fest, fast schon pappig – also genau das Gegenteil von weich und cremig. Damit ist er ähnlich schwach wie bei allen anderen bisher getesteten LatteGo-Vollautomaten. Immerhin stimmt die Milchtemperatur nun: Im Test haben wir rund 65 Grad gemessen. Einstellen lässt sich hingegen kaum etwas – weder die Dicke des Schaums noch die Temperatur sind anpassbar. Wem cremiger Mikroschaum für Cappuccino oder Latte Macchiato wichtig ist, wird mit dieser Maschine nicht glücklich. Gerade das „Pro" im Namen hatte hier eine spürbare Verbesserung erwarten lassen – umso mehr, als die konstruktiven Nachbesserungen am Behälter durchaus Hoffnung geweckt hatten. Am eigentlichen Kernproblem, der Schaumqualität, ändern sie allerdings nichts.
Foto: Der Milchschaum bleibt grobporig und fest statt cremig-fein.
Cold Brew auf Knopfdruck: Ein gelungenes Extra
Die Aromis 8000 kann nicht nur heiß. Ein guter Teil der über 50 Getränke ist kalt – inklusive Cold Brew auf Knopfdruck, also kalter Kaffeespezialitäten ohne stundenlanges Warten. In der Praxis funktioniert das erstaunlich gut. Der Cold-Brew-Kaffee kommt mit etwa 25 Grad und damit rund Zimmertemperatur aus der Maschine, deutlich kälter als beim normalen Bezug. Mit ein paar Eiswürfeln und einem Schuss kalter Milch entsteht daraus ein erfrischendes Kaltgetränk.
Foto: Cold Brew auf Knopfdruck - mit 25 Grad etwa Zimmertemperatur.
Beim kalten Milchschaum zeigt sich ein ähnliches Bild: Mit 45 Grad ist er zwar eher lauwarm als wirklich kalt, aber immerhin merklich kühler als bei den Heißgetränken. Die Schaumkonsistenz ist mit dem heißen Milchschaum vergleichbar, also eher auf der festen Seite. Geschmacklich hat uns der Iced Flat White dennoch überzeugt. Wer im Sommer gerne zu Kaltgetränken greift, bekommt hier also ein sinnvolles Zusatzangebot, das über eine bloße Alibi-Funktion hinausgeht – auch wenn die Aromis kein spezialisiertes Kaltgetränke-Gerät ersetzt.
Foto: Iced Flat White: geschmacklich überzeugt das Kaltgetränk durchaus.
Reinigung: Weiterhin eine Stärke des LatteGo-Systems
Bei der Reinigung bleibt Philips seinem bewährten Konzept treu. Das LatteGo-Milchsystem kommt komplett ohne Milchschläuche aus, der Behälter besteht aus wenigen Teilen und lässt sich einfach abnehmen und ausspülen. Das war schon immer eine der größten Stärken des Systems, und durch die wertigere Machart des neuen Behälters ist das Handling sogar noch etwas besser geworden. Wer täglich Milchgetränke trinkt, weiß das zu schätzen – viele Konkurrenten mit Schlauchsystemen machen an dieser Stelle deutlich mehr Arbeit.
Foto: Der LatteGo Pro Milchbehälter besteht aus wenigen Teilen und kommt ohne Schläuche aus.
Auch sonst gestaltet sich die Reinigung unkompliziert: Tropfschale und Kaffeesatzbehälter lassen sich zum Entleeren nach vorne herausziehen, und auch die Brühgruppe ist zur Reinigung entnehmbar. Dazu kommen die üblichen Reinigungsprogramme, die sich bequem über den Bildschirm ansteuern lassen.
Unser Fazit: Der beste Philips – aber noch nicht ganz oben
Zurück zur Ausgangsfrage: Ist die 8000er-Serie besser als ihre Vorgänger? Eindeutig ja. Die LatteGo Pro Aromis ist ein spürbares Upgrade und ohne Zweifel der beste Philips-Vollautomat, den wir bisher getestet haben – mit vollwertigem Touchscreen, App-Steuerung, acht Benutzerprofilen, neuer Brühgruppe und verbessertem LatteGo-System. Die Bedienung ist top, die Getränkeauswahl riesig.
Reicht das, um mit der Konkurrenz in dieser Preisklasse mitzuhalten? Hier wird es schwierig. Mit rund 900 Euro ist die Aromis zum Zeitpunkt unseres Tests deutlich teurer als die 5500er-Serie, und für dieses Geld gibt es starke Alternativen. Unter der Haube leidet die Maschine tendenziell unter denselben Schwächen wie ihre günstigeren Vorgänger: Der Espresso gelingt zwar deutlich besser, bleibt aber selbst auf höchster Intensität und feinstem Mahlgrad etwas zu wässrig, und der Milchschaum ist alles andere als fein und cremig. Philips hat vieles modernisiert – ausgerechnet an den beiden Punkten, die am Ende in der Tasse zählen, jedoch nicht genug.
Wer in diesem Preisbereich unterwegs ist, sollte sich unbedingt die De'Longhi Eletta Explore ansehen. Sie bietet einen ähnlichen Funktionsumfang inklusive kalter Milchgetränke, macht aber den deutlich besseren Kaffee – vollmundig, ausgewogen und mit dicker Crema. Beim Milchschaum lässt sich dort sogar die Konsistenz einstellen. Für uns bleibt die Aromis 8000 damit ein gelungenes, aber kein rundum überzeugendes Topmodell: Viel Fortschritt bei Ausstattung und Bedienung, aber etwas zu wenig genau dort, wo es beim Kaffee wirklich zählt.