Der Backmeister Big White spielt seine Stärke beim Volumen aus: Bis zu 1,5 kg Teig passen in die Form, das reicht für eine große Familie oder den Vorrat fürs Wochenende. Weißbrot, Vollkorn und Kuchen gelingen geschmacklich hervorragend, die Krume bleibt locker. Bedienung und Brotentnahme sind einfach, und durch die zwei Sichtfenster im Deckel siehst du den Teig aufgehen. Beim Gehäuse spart Unold allerdings und setzt auf Kunststoff statt Edelstahl. Ernster ist ein anderer Punkt: Die Backform wird nur mit Kraft in die Halterung gedrückt, und in unserem Test löste sie sich einmal während des Betriebs. Kleine Laibe sind nicht vorgesehen, der Backraum muss immer voll sein. Wer regelmäßig für viele Menschen backt, bekommt hier trotzdem viel Maschine.
Vorteile
Großer Backraum
Bis zu 1,5 kg passen in den Backraum hinein
Statusanzeige und Sichtfenster
Kontrolle des Backens mit den Sichtfenstern
Backtempo
Mit 3 Stunden Backzeit im Standardprogramm relativ schnell fertig
Einfache Brotentnahme
Backwerk lässt sich einfach aus der Maschine nehmen
Nachteile
Backform kann sich lösen
Löste sich im Test einmal während des Betriebs
Nur für große Brote
Der Backraum muss immer voll befüllt sein
2,6
Befriedigend
Brotbackautomaten
Unold 68520 Backmeister Big White
03/2024
Einzelergebnisse
2,5
Backen40%
2,5
Handhabung40%
3,0
Verarbeitung20%
Preisvergleich
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68520 BACKMEISTER Big White für bis zu 1.500g Brot, mit 15 Programmen für glutenfreies Brot, Timerfunktion, Waremhaltefunktion, LCD Display, weiß
Unold 68520 im Test – Familienbäcker mit Sicherheitsfrage
Die Unold 68520 ist der günstigste Brotbackautomat im Test – und das merkt man optisch sofort: weißer Kunststoff statt Edelstahl, schlichtes Design. Stabil wirkt er trotzdem. Und sobald man den Deckel öffnet, zeigt sich die größte Stärke: ein enormer Backbehälter, der deutlich mehr fasst als bei den anderen Testmodellen.
Ersteindruck & Lieferumfang
Im Karton liegen Messbecher, Bedienungsanleitung und gleich zwei Knethaken (beide für normalen Teig, kein Roggenhaken). Der erste Eindruck im Inneren: viel Platz. Die große Backform produziert imposante Brotlaibe, ideal für große Familien oder um auf Vorrat zu backen.
Foto: Viel Platz: In der Unold werden besonders große Brote gebacken.
Wer lieber Abwechslung möchte, kann statt der großen Form auch zwei kleinere einsetzen. So können sogar zwei unterschiedlichen Sorten gleichzeitig gebacken werden. Allerdings: Die kleinen Formen sind nicht im Lieferumfang enthalten, sondern müssen separat gekauft werden.
Programme & Bedienung
Die Bedienung ist einfach und praxisnah:
Programmtaste zum Durchschalten
Gewichtsauswahl für die Brotgröße
Zwei Zeitschalter zur Anpassung der Dauer
und eine Bräunungsgrad-Taste
Die Programme sind auf einer Legende am Deckel abgedruckt. Das Display ist angenehm groß und zeigt alle Arbeitsschritte im Detail, inklusive mehrerer Knet- und Ruhephasen. Besonders praktisch: Die Fortschrittsanzeige ist präzise und gut ablesbar.
Backergebnisse: Groß, größer, Unold
Im Test gelangen Weiß- und Vollkornbrot ebenso wie Kuchen geschmacklich hervorragend. Die Rezepte aus dem beiliegenden Buch sind gut abgestimmt, die Krume locker, die Kruste gleichmäßig.
Foto: Sowohl Brot aus Weißmehl als auch aus Vollkorn sind im Test gelungen.
Größenmäßig setzt die Unold neue Maßstäbe: Die großen Laibe sättigen mühelos eine ganze Familie. Für kleinere Portionen ist das Gerät jedoch nicht ausgelegt. Selbst mit den zwei kleinen Backformen müssen beide gleichzeitig befüllt werden, um eine gleichmäßige Hitzeverteilung zu gewährleisten. Unold warnt davor nur eine Backform einzusetze. Ein einzelner kleiner Laib würde eher verbrennen. Auch könnte die Maschine Schäden davontragen.
Rezepte & Anleitung
Die Anleitung ist solide, die Rezepte sind ausführlich und strukturiert. Neben etwas unvermeidlicher Textfülle gibt es Tabellen und klare Schritt-für-Schritt-Angaben. Positiv: Die Rezepte sind auf die großen Mengen abgestimmt und funktionieren im Test zuverlässig.
Foto: Die Anleitung der Unold ist zwar etwas textwüstig, aber per se nicht schlecht.
Sicherheit & Verarbeitung
Hier liegt die größte Schwäche: Die Backform muss mit Kraft in die Halterung gedrückt werden, statt wie bei Panasonic oder Gastroback eingehakt werden zu können. Im Test löste sich die Form einmal während des Betriebs. Auf einmal hat es einen lauten Schlag in unserer Küche gegeben. Potenziell gefährlich für die Maschine. Wir hatten Glück, dass wir im Raum waren.
Hinzu kommt: Zwei Knethaken bedeuten am Ende doppeltes Gefummel, um sie aus dem fertigen Brot zu entfernen.
Unold setzt beim Gehäuse leider auf Kunststoff anstatt auf Edelstahl wie die anderen. Das tut zwar der Standfestigkeit keinen Abbruch, schließlich ist die Maschine geradezu gigantisch. Doch in puncto Langlebigkeit stellen sich ein paar Fragen.
Foto: Viel Kunststoff, aber immerhin ist das Bedienfeld sehr intuitiv.
Unser Fazit zur Unold 68520
Die Unold 68520 punktet mit einem fast unschlagbaren Preis und riesiger Kapazität, ideal für große Haushalte oder Vorratsbäcker. Die Backergebnisse überzeugen geschmacklich, und die Rezepte sind verlässlich.
Allerdings hat das Gerät klare Einschränkungen: Kleine Brote sind nicht vorgesehen, und das Einsetzen der Form birgt ein Sicherheitsrisiko. Wer damit leben kann, bekommt hier einen günstigen, leistungsstarken Familienbäcker. Wer mehr Flexibilität und Komfort möchte, sollte zu Gastroback oder Panasonic greifen.
Foto: Auf dem Deckel gibt es die Legende und zwei Fenster, durch die man das aufbackende Brot kontrollierend beobachten kann.