Staubsauger Test 2026: Die besten Bodenstaubsauger

von Fabian Krudewig - 17.08.2026

Welcher Bodenstaubsauger zu dir passt, entscheidet vor allem deine Wohnung: viel Teppich oder nur Hartboden, mehrere Stockwerke oder eine Ebene. Für unseren Staubsauger-Test 2026 haben wir die beliebtesten Modelle im Alltag geprüft. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der Siemens Q5.0 VSQ5X1230: Mit 14 Metern Aktionsradius kommst du auch durch große Räume am Stück. Die beste Handhabung bietet der AEG VX9-2-ÖKO, der sich präzise lenken lässt und auf glatten Böden nicht wegrutscht. Wer ohne Beutel saugen will, greift zum Philips PowerPro Compact FC9331/09, bei dem beim Entleeren nichts danebengeht. Worauf du beim Kauf achten solltest und wie wir testen, erfährst du in diesem Artikel.

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Staubsauger-Test 2026 – welcher Bodensauger holt den Schmutz wirklich raus?

Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bodenstaubsauger liegen schnell 400 Euro, und auf dem Boden sieht man davon zunächst wenig. Deshalb prüfen wir unsere Testgeräte da, wo sie arbeiten: auf Hartboden und Teppich, in Ecken und Fugen. Dazu kommt alles, was im Alltag nervt – Zusammenbauen, Tragen, Ausleeren, Kabel einziehen. Am Ende steht die Frage, die beim Kauf wirklich entscheidet: Bleibt nach einem Durchgang etwas liegen? Unsere Empfehlungen speisen sich daraus und aus dem aktuellen Marktangebot; welche Kriterien wie stark zählen, liest du weiter unten unter So haben wir getestet.

Sieben Bodenstaubsauger mussten sich in unserem Test auf Hartboden und Teppich beweisen.
Foto: Sieben Bodenstaubsauger mussten sich in unserem Test auf Hartboden und Teppich beweisen.

Vergleichstabelle

Die besten Staubsauger mit Beutel

Der Beutel ist die bequeme Variante: Er fasst mehr, und beim Wechseln bleibt der Staub drin. Fünf Modelle empfehlen wir hier. Den größten Aktionsradius und den besten Gegenwert fürs Geld liefert der Siemens Q5.0 VSQ5X1230, am leichtesten von der Hand geht das Saugen mit dem AEG VX9-2-ÖKO. Soll es vor allem gründlich werden, ist der Kärcher VC 2 die richtige Wahl, bei Tierhaaren im Teppich der AEG Animal 8000 – und wenn es im Haus leise bleiben muss, der Miele Guard L1 Silence.

Siemens Q5.0 VSQ5X1230 – Unser Preis-Leistungs-Sieger

Der Siemens Q5.0 VSQ5X1230 ist unser Preis-Leistungs-Sieger, und das liegt vor allem an einer Zahl: 14 Meter Aktionsradius. Kein anderes Gerät in unserem Test kam so weit, ohne dass du die Steckdose wechseln musst – in einer großen Wohnung merkst du das bei jedem Durchgang. Beim Saugen macht er ebenfalls wenig falsch: Auf Hartboden bleibt nichts liegen, auf Teppich nimmt er den Großteil mit, und dabei gehört er zu den leiseren Geräten. Praktisch ist die Kombi-Bodendüse, mit der du zwischen Teppich und Hartboden umschaltest; für Parkett liegt eine eigene Bürstendüse bei. Der 4,5-Liter-Beutel hält lange durch, und der Zusammenbau dauert keine fünf Minuten, weil der Beutel schon eingesetzt ist. Ehrlich sind zwei Punkte: Mit rund 7 kg ist er kein Leichtgewicht fürs Treppenhaus, und die Saugkraft stellst du nur über einen Drehknopf am Gerät ein, wofür du dich jedes Mal bücken musst. Für große Wohnungen mit wenigen Steckdosen ist er trotzdem die vernünftigste Wahl.

AEG VX9-2-ÖKO – Stark und erstaunlich wendig

Der AEG VX9-2-ÖKO ist das Gerät für alle, die beim Saugen nicht kämpfen wollen. Er lässt sich präzise durch das Drehen des Griffstücks lenken und rutscht auf glatten Böden nicht weg – genau das, woran viele Schlittensauger scheitern. Die Saugleistung stimmt ebenfalls: Auf Hartboden holt er alles heraus, auf Teppich fast alles, und auch in den Ecken wird er nicht schwächer. Dabei gehört er zu den leisesten Geräten seiner Klasse, was im Alltag mehr ausmacht, als man vorher denkt. Der 5-Liter-Beutel hält lange durch, im Zubehörfach steckt unter anderem eine Parkettdüse, und das Gehäuse besteht größtenteils aus recyceltem Kunststoff. Zwei Dinge trüben das Bild: Mit über 7 kg ist er schwer, und die Saugstufe stellst du nur am Gerät ein, nicht am Handgriff. Wer viel Fläche hat und Wert auf sauberes Handling legt, macht hier wenig falsch.

Kärcher VC 2 – Sauber auf jedem Untergrund

Der Kärcher VC 2 ist der Sauger für Leute, denen es schlicht ums Saubermachen geht. Auf Hartboden nimmt er alles auf, auf Teppich fast alles, und selbst aus der Fuge holt er den Großteil heraus – das ist die stärkste Kombination auf dieser Seite. Der HEPA-Filter der Klasse 13 ist mit Klassenangabe ausgewiesen, du kannst die Filterleistung also nachprüfen statt sie zu glauben. Möbel-, Fugen- und Universaldüse verschwinden im Zubehörfach am Gerät, gehen also nicht in der Abstellkammer verloren, und mit gut 6 Kilo samt Zubehör bleibt er handlich. Der Haken sitzt beim Kabel: Nach 7,5 Metern ist Schluss, und das reicht selten für einen ganzen Raum ohne Steckdosenwechsel. Dazu zieht er auf Hartboden gut 650 Watt, und zu den leisen Geräten gehört er auch nicht. In kleineren Wohnungen, wo das kurze Kabel nicht stört, bekommst du hier sehr viel Sauberkeit.

AEG Animal 8000 AB81A2DG – Der Spezialist für Teppichböden

Wer viel Teppich im Haus hat, kennt das Problem: Der Sauger schiebt den Schmutz vor sich her, statt ihn aufzunehmen. Der AEG Animal 8000 macht genau das besser. Seine Pet-XL-Turbodüse holt den Teppichschmutz vollständig heraus, und die mitgelieferte Kombidüse saugt Ecken sauber aus, ohne Krümel wegzuschieben – dafür sorgen spitze Abstandshalter an der Düse. Praktisch im Alltag: Die Saugstufe schaltest du direkt am Handgriff um, ohne dich zu bücken, und der 5-Liter-Beutel muss selten gewechselt werden. Mit 12 Metern Aktionsradius kommst du durch die meisten Räume, ohne die Steckdose zu wechseln. Zwei Dinge solltest du wissen: Der Automatikmodus drosselt ausgerechnet auf Teppich die Leistung, statt sie zu erhöhen, lass ihn dort besser aus. Und beim HEPA-Filter fehlt die Klassenangabe, für Allergiker:innen ist die Filterfeinheit damit nicht nachprüfbar.

Miele Guard L1 Silence – Der Leisetreter mit kleinem Verbrauch

Der Miele Guard L1 Silence ist ein ausgesprochener Leisetreter. Kaum ein Bodenstaubsauger arbeitet leiser, und auf Teppich begnügt er sich mit rund 380 Watt – das ist weniger als die Hälfte dessen, was manches Gerät hier zieht. Wenn im Nebenzimmer jemand schläft oder telefoniert, ist das der entscheidende Punkt. Zum Lieferumfang gehören Möbel-, Polster- und Fugendüse samt Zubehörfach, der 3,5-Liter-Beutel deckt den normalen Haushalt ab. Bei der Saugleistung musst du allerdings deutliche Abstriche machen: Auf Hartboden nimmt er nur rund ein Drittel des Schmutzes auf, in der Fuge bleibt fast alles liegen. Das ist kein Randproblem, sondern die Kernaufgabe. Wer Ruhe und einen kleinen Stromverbrauch über alles stellt und dafür zweimal über dieselbe Stelle geht, ist hier richtig. Wer vor allem gründlich saugen will, sucht besser weiter.

Die besten beutellosen Staubsauger

Ohne Beutel entscheidet sich alles am Staubbehälter: Geht beim Ausleeren etwas daneben, hast du dir die Arbeit doppelt gemacht. Beide Empfehlungen hier machen das ordentlich. Für die kleinere Wohnung ist der Philips PowerPro Compact FC9331/09 die sauberste Lösung, mehr Saugkraft und Zubehör bringt der Philips PowerPro Expert FC9747/09 mit.

Philips PowerPro Compact FC9331/09 – Der Kompakte mit dem saubersten Behälter

Beutellose Sauger haben ein Problem: das Entleeren. Beim Philips PowerPro Compact FC9331/09 ist genau das gelöst. Der Behälter bleibt auf dem Weg zur Mülltonne dicht, und beim Auskippen geht nichts daneben – das schafft in unserem Test kein anderer beutelloser Sauger so sauber. Deshalb eignet er sich auch für Allergiker:innen, was bei dieser Bauart selten ist. Er wiegt keine fünf Kilo, lässt sich also problemlos ein Stockwerk höher tragen, und die Saugkraft regelst du bequem oben am Griff statt unten am Gehäuse. Auf Hartboden und Kurzflor liefert er ein sauberes Ergebnis, ohne dass du nacharbeiten musst. Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Der Behälter fasst nur 1,5 Liter, du leerst ihn also öfter, und bei hochflorigen Teppichen lässt sich die Saugkraft nicht weit genug drosseln, sodass er sich festsaugt. Für die kleinere Wohnung ohne Flokati ist er eine klare Empfehlung.

Philips PowerPro Expert FC9747/09 – Die Kraftreserve für größere Wohnungen

Wenn ein Sauger ohne Beutel auch auf Teppich liefern soll, wird die Auswahl dünn. Der Philips PowerPro Expert gehört zu den saugstärksten Geräten dieser Seite: Auf Hartboden nimmt er alles auf, auf Teppich bleibt wenig zurück. Den Behälter leerst du staubarm aus, was bei beutellosen Modellen keineswegs selbstverständlich ist, und der HEPA-13-Filter hält auch feinen Staub zurück. Ein komplettes Düsenset liegt bei, verstaut in einem Fach direkt am Gerät, du hast die Fugendüse also immer griffbereit. Zwei Punkte solltest du einkalkulieren: Mit 7,4 Kilo ist er das schwerste Gerät im Vergleich, das merkst du spätestens im Treppenhaus. Und mit 75 Dezibel gehört er klar zu den lauteren Modellen. Wenn du auf Beutel verzichten willst und dafür etwas Gewicht und Lautstärke in Kauf nimmst, ist er eine kraftvolle Wahl.

Darauf musst du beim Kauf achten

Ein Bodenstaubsauger ist eines der wenigen Geräte im Haushalt, das du alle zehn Jahre kaufst und danach jede Woche benutzt. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf zwei Minuten nachzudenken statt nach dem Angebot zu greifen. Die gute Nachricht: Es sind nur eine Handvoll Punkte, die im Alltag wirklich einen Unterschied machen. Die schlechte: Ausgerechnet die Zahl, die auf jeder Verpackung groß gedruckt steht, gehört nicht dazu. Wir haben zusammengetragen, worauf es ankommt.

Worauf achtenWarum es zähltGut, wenn …
ReinigungsleistungDer einzige Grund, warum du das Gerät überhaupt kaufst. Die Wattzahl sagt darüber nichts.gemessene Ergebnisse für Hartboden UND Teppich vorliegen, nicht nur eine Leistungsangabe
AktionsradiusLegt fest, wie viel Fläche du von einer Steckdose aus erreichst.ab 10 m, in großen Wohnungen eher 12 m
GewichtEntscheidet darüber, ob du das Gerät gern die Treppe hochträgst.unter 6 kg, wenn du mehrere Stockwerke saugst
StaubvolumenLegt fest, wie oft du Beutel wechselst oder den Behälter leerst.4 bis 5 l mit Beutel, mindestens 2 l ohne
FilterBestimmt, was hinten wieder in den Raum geblasen wird.HEPA-Filter mit ausgewiesener Klasse, also H13 oder H14
LautstärkeEntscheidet, ob du abends noch saugen kannst.auf niedriger Stufe unter 65 dB

Bodensauger, Akkusauger oder Saugroboter: Was passt zu dir?

Saugroboter im Praxistest: Sie nehmen dir die tägliche Runde ab, ersetzen den gründlichen Bodensauger aber nicht.
Foto: Saugroboter im Praxistest: Sie nehmen dir die tägliche Runde ab, ersetzen den gründlichen Bodensauger aber nicht.

Bevor du dich für ein Modell entscheidest, solltest du die Bauart klären. Der klassische Bodenstaubsauger hängt am Kabel und bekommt deshalb dauerhaft volle Leistung. Er ist die gründlichste und meist auch langlebigste Variante, und er ist die richtige Wahl, wenn du eine ganze Wohnung oder ein Haus am Stück saugen willst.

Ein Akkustaubsauger tauscht Gründlichkeit gegen Spontaneität. Er steht in der Ecke, ist in fünf Sekunden einsatzbereit und perfekt für die Krümel nach dem Frühstück. Auf höchster Stufe ist er kaum schwächer als ein Kabelgerät, hält dort aber oft nur ein paar Minuten durch. In kleinen Wohnungen reicht er als einziges Gerät, sonst ist er das ideale Zweitgerät.

Ein Saugroboter löst ein anderes Problem: Er hält den Boden zwischendurch sauber, ohne dass du etwas tust. An Ecken, Kanten und hochflorigen Teppichen kommt er aber nach wie vor an seine Grenzen. Die meisten Haushalte fahren am besten mit einem Roboter für die tägliche Runde und einem Bodensauger für den Großputz. Wer glatte Böden nicht nur saugen, sondern gleich feucht wischen will, schaut sich zusätzlich einen Saugwischer an.

Mit Beutel oder ohne?

Eine echte Wahl hast du nur beim Bodenstaubsauger, denn Akkugeräte und Roboter arbeiten fast immer beutellos. Bei der Saugkraft nehmen sich beide Bauarten heute nichts, entschieden wird es beim Entleeren und bei den Folgekosten.

Mit Beutel ist der Wechsel schnell und sauber erledigt, und du bekommst mehr Volumen: 4 bis 5 l sind üblich, das reicht auch bei wöchentlichem Saugen mehrere Wochen. Dafür kaufst du dauerhaft Beutel nach, und ein voller Beutel kostet spürbar Saugkraft, lange bevor er wirklich voll ist.

Ohne Beutel entfallen die Folgekosten, und du siehst jederzeit, wie viel drin ist. Der Haken liegt im Entleeren: Bei schlecht konstruierten Geräten staubt es genau in dem Moment, in dem du den Behälter über der Tonne aufklappst. Genau hier gehen die Geräte in unseren Tests am weitesten auseinander, und ein beutelloses Modell, das sich sauber entleeren lässt, ist auch für Allergiker:innen eine gute Wahl. Der Behälter fasst allerdings meist nur 1,5 bis 3 l, du leerst also öfter.

Saugleistung: Warum die Wattzahl nichts mehr verrät

Watt misst, wie viel Strom das Gerät zieht, nicht wie gut es saugt. Das war schon immer so, seit einigen Jahren ist die Zahl aber endgültig wertlos geworden: Neue Bodenstaubsauger dürfen in der EU höchstens 900 W aufnehmen und höchstens 80 dB laut sein. Alle Hersteller liegen also im selben schmalen Korridor, die meisten Geräte bewegen sich zwischen 600 und 900 W. Wer noch mit über 2.000 W wirbt, verkauft dir ein Altgerät.

Was tatsächlich über das Ergebnis entscheidet, ist das Zusammenspiel aus Motor, Luftführung und vor allem der Düse. Alle modernen Geräte bewegen sich im selben Wattkorridor, bei der Saugkraft trennen sie in unseren Tests trotzdem ganze Notenstufen. Genau deshalb ist die Reinigungsleistung das Kriterium, das bei uns die Hälfte der Wertung ausmacht.

Erschwerend kommt hinzu, dass du dich auf Herstellerangaben kaum noch stützen kannst. Das EU-Energielabel für Staubsauger, das früher auch eine Teppichreinigungsklasse auswies, gibt es seit 2019 nicht mehr. Damit ist die Reinigungsleistung genau die Größe, die du auf keinem Datenblatt findest, und der Grund, warum wir sie selbst messen.

Düsen: Hier entscheidet sich das Ergebnis

Teppiche und Polstermöbel brauchen die passende Düse, sonst bleibt der Schmutz in den Fasern.
Foto: Teppiche und Polstermöbel brauchen die passende Düse, sonst bleibt der Schmutz in den Fasern.

Die Düse ist das billigste Bauteil am Staubsauger und dasjenige mit dem größten Einfluss auf das Ergebnis. Eine Kombidüse mit ausfahrbaren Borsten deckt Hartboden und Teppich ab und ist der Standard, den jedes Gerät mitbringen sollte. Achte darauf, wie sie an Kanten arbeitet: Saugt sie nur unter sich, bleibt entlang der Wand ein schmaler Streifen stehen.

Für Teppich mit Tierhaaren brauchst du mehr. Eine Turbo- oder Bürstendüse mit angetriebener Walze kämmt die Haare aus den Fasern, die eine normale Düse einfach überfährt. Umgekehrt gehört auf empfindliches Parkett eine Parkettdüse mit weichem Borstenkranz, damit du keine Kratzer hinterlässt.

Dazu kommen zwei Kleinteile, die fast immer beiliegen und fast nie benutzt werden: die Fugendüse für Heizkörper und Polsterritzen und die Polsterdüse für Sofa und Matratze. Praktisch wird das erst, wenn beides in einem Fach am Gerät steckt. Liegt das Zubehör lose bei, landet es erfahrungsgemäß binnen weniger Wochen ganz hinten im Schrank.

Aktionsradius, Gewicht und Handhabung

Der Aktionsradius ist die praxisnähere Angabe als die reine Kabellänge, weil Schlauch und Teleskoprohr mitzählen. Er entscheidet darüber, wie oft du beim Saugen umsteckst. Unter 10 m wird es in größeren Räumen lästig, 12 m und mehr bringen dich meist durch einen ganzen Raum. Verlass dich dabei nicht auf die Faustregel, dass jedes Gerät genug Kabel mitbringt: Gerade kompakte Modelle kommen mit 7 m aus, und das merkst du bei jedem Durchgang.

Beim Gewicht gilt eine einfache Regel: Wenn du nur eine Ebene saugst, ist es fast egal. Sobald Treppen ins Spiel kommen, wird jedes Kilo zum Argument. Unter 5 kg trägst du das Gerät nebenbei, jenseits von 7 kg planst du den Transport. Achte außerdem auf große, weiche Rollen, sonst bleibt der Sauger an jeder Türschwelle hängen.

Der dritte Punkt wird beim Kauf fast immer übersehen: Wo stellst du die Saugstufe ein? Sitzt der Regler am Handgriff, regelst du im Vorbeigehen herunter, wenn der Läufer kommt. Sitzt er unten am Gehäuse, bückst du dich jedes Mal. Nach zwei Wochen lässt du es bleiben und saugst alles auf einer Stufe.

Filter: Worauf es bei HEPA wirklich ankommt

Ein Staubsauger blies früher einen guten Teil des Feinstaubs hinten wieder heraus. Moderne Geräte dürfen das nicht mehr, und ein guter Abluftfilter ist der Grund dafür. Wenn jemand im Haushalt auf Hausstaub oder Tierhaare reagiert, ist das der wichtigste Punkt nach der Saugleistung.

Beim Filterlabel lohnt ein genauer Blick. Als echte HEPA-Klassen gelten nur H13 und H14, sie halten mindestens 99,95 % der Partikel zurück. Was im Handel als „HEPA 12“ oder „HEPA-Typ“ beworben wird, liegt technisch eine Stufe darunter. Noch wichtiger als die Zahl ist, dass überhaupt eine draufsteht: Steht auf dem Datenblatt nur „HEPA-Filter“ ohne Klasse, kannst du die Filterleistung schlicht nicht nachprüfen.

Der beste Filter nützt allerdings nichts, wenn du ihn nie wechselst. Motorschutz- und Abluftfilter setzen sich zu, kosten Saugkraft und lassen sich bei den meisten Geräten für wenige Euro ersetzen. Bei beutellosen Modellen sind sie oft auswaschbar, müssen dann aber vollständig trocknen, bevor sie wieder eingebaut werden. Wer die Luft im Raum grundsätzlich sauberer haben will, kombiniert das mit einem Luftreiniger.

Lautstärke: Was Dezibel dir sagen und was nicht

Die Dezibelangabe ist eine gute erste Orientierung, aber sie erzählt nicht die ganze Geschichte. Zwei Geräte mit demselben Wert können völlig unterschiedlich nerven, weil das eine tief brummt und das andere hoch pfeift. Die Frequenz steht auf keinem Datenblatt.

Als Orientierung: Auf niedriger Stufe liegen gute Bodenstaubsauger um die 63 dB, unter Volllast eher bei 70 bis 75 dB. Die gesetzliche Obergrenze von 80 dB reißt heute kein neues Gerät mehr. Beachte, dass 10 dB mehr ungefähr doppelt so laut klingen, der Unterschied zwischen 65 und 75 dB also größer ist, als die Zahlen vermuten lassen. Wer hellhörig wohnt, im Homeoffice zwischen zwei Meetings saugt oder ein kleines Kind im Haus hat, sollte an dieser Stelle nicht sparen.

Tipps für besseres Staubsaugen

Ein paar Gewohnheiten holen aus jedem Gerät mehr heraus. Öffne beim Saugen ein Fenster, am besten zwei gegenüberliegende. Selbst mit gutem Filter wirbelt Staubsaugen Feinstaub auf, und der Luftzug befördert ihn nach draußen statt in deine Lunge.

Zieh die Düse langsam, besonders auf Teppich. Der Schmutz sitzt tief in den Fasern und braucht ein paar Sekunden Unterdruck, um herauszukommen. Zweimal langsam über dieselbe Bahn bringt mehr als fünfmal schnell.

Stell das Teleskoprohr richtig ein, statt gebeugt zu saugen. Die zwei Sekunden zahlen sich spätestens dann aus, wenn du eine ganze Wohnung am Stück machst. Und wenn du in einem Raum sowohl Teppich als auch Hartboden hast, fang beim Teppich an: Was die Bürste dort aufwirbelt, sinkt danach auf den glatten Boden und wird gleich mit aufgenommen.

So haben wir getestet

Die Gewichtung unserer Testkriterien: Saugleistung 50 Prozent, Handhabung und Reinigung je 20 Prozent, Ausstattung 10 Prozent.
Foto: Die Gewichtung unserer Testkriterien: Saugleistung 50 Prozent, Handhabung und Reinigung je 20 Prozent, Ausstattung 10 Prozent.

Unsere Testmethodik umfasst vier Kriterien, die wir unterschiedlich stark gewichten. Die Hälfte der Wertung entfällt auf die Saugleistung auf verschiedenen Bodenbelägen, weil sie der Grund ist, warum man ein solches Gerät überhaupt kauft. Wir prüfen sie auf glattem Hartboden und auf Teppich, jeweils bei unterschiedlichen Verschmutzungsgraden, und wir schauen uns getrennt an, wie weit ein Sauger in die Zimmerecke und an die Fußleiste herankommt. Diese Randbereiche trennen im Test die guten Düsen von den durchschnittlichen.

Ein Fünftel der Wertung macht die Handhabung aus. Sie beginnt beim ersten Zusammenbau und geht weiter mit dem Gewicht beim Tragen, der Wendigkeit um Möbelbeine herum und der Frage, wo sich die Saugstufe einstellen lässt. Den Aktionsradius messen wir praxisgerecht nach, also mit Kabel, Schlauch und ausgezogenem Teleskoprohr, statt die Kabellänge aus dem Datenblatt zu übernehmen. Auch die Lautstärke gehört hierher: Wir hören sie in jeder Saugstufe ab, denn sie entscheidet darüber, ob abends noch gesaugt werden kann.

Weitere 20 Prozent entfallen auf die Reinigung des Geräts selbst. Wir prüfen, wie sauber sich Beutel oder Staubbehälter entnehmen lassen, wie gut man an die Filter herankommt und ob beim Entleeren etwas danebengeht. Die restlichen 10 Prozent bewertet die Ausstattung, also die mitgelieferten Düsen, die Filterklasse und ein Zubehörfach am Gerät. Dazu notieren wir eine Kleinigkeit, die beim Kauf nie jemand bedenkt: den Platz, den der Sauger in seiner saugfreien Zeit im Abstellraum belegt.

Häufige Fragen (FAQs)

Wir haben die Fragen zusammengetragen, die uns zum Thema Bodenstaubsauger am häufigsten erreichen.

Wie viel Watt sollte ein guter Staubsauger haben?

Nach dieser Zahl solltest du gar nicht erst suchen. Neue Bodenstaubsauger dürfen in der EU höchstens 900 W aufnehmen, die allermeisten liegen zwischen 600 und 900 W. Innerhalb dieses Korridors sagt die Wattzahl nichts darüber aus, wie sauber ein Gerät arbeitet, sie beschreibt nur den Stromverbrauch. Ausschlaggebend sind Luftführung und Düse. Deshalb gewichten wir die Saugleistung in unserem Test mit 50 Prozent und messen sie selbst, statt sie aus dem Datenblatt zu übernehmen. Orientiere dich also an gemessenen Ergebnissen, nicht an der Zahl auf dem Karton.

Was ist besser: Staubsauger mit oder ohne Beutel?

Beide Bauarten saugen heute gleich gut, sie unterscheiden sich im Alltag. Mit Beutel hast du mehr Volumen, meist 4 bis 5 l, und einen sauberen, schnellen Wechsel. Dafür kaufst du dauerhaft Beutel nach. Ohne Beutel sparst du diese Folgekosten und siehst den Füllstand, musst den Behälter aber deutlich öfter leeren. Die entscheidende Frage bei beutellosen Geräten lautet, ob sich der Behälter staubarm ausleeren lässt. Genau da gibt es große Unterschiede.

Was kostet ein guter Bodenstaubsauger?

Ordentliche Geräte beginnen bei rund 80 Euro. Der Bereich, in dem du das beste Verhältnis aus Leistung und Preis bekommst, liegt zwischen 120 und 200 Euro. Dort findest du Markengeräte mit langem Kabel, großem Beutel und ausgewiesenem HEPA-Filter. Nach oben ist bis etwa 500 Euro Luft, du bezahlst dann vor allem Laufruhe, Verarbeitung und Zubehör. Darunter sparen die Hersteller sichtbar: kurzes Kabel, kleiner Behälter, oft auch weniger Saugkraft.

Wie oft muss ich Beutel und Filter wechseln?

Den Beutel wechselst du, sobald die Füllstandsanzeige anschlägt, spätestens wenn die Saugkraft nachlässt. Bei einem 4,5-l-Beutel und wöchentlichem Saugen sind das in einem normalen Haushalt etwa zwei bis drei Monate. Die Motorschutz- und Abluftfilter geraten dabei gern in Vergessenheit: Klopf sie bei jedem Beutelwechsel kurz aus und tausch sie einmal pro Beutelpackung. Auswaschbare Filter beutelloser Geräte spülst du etwa alle zwei Monate kalt ab und baust sie erst wieder ein, wenn sie vollständig trocken sind.

Welcher Staubsauger eignet sich bei Tierhaaren?

Entscheidend ist die Düse, nicht das Gerät. Tierhaare verhaken sich in Teppichfasern, und eine normale Bodendüse fährt einfach darüber hinweg. Was du brauchst, ist eine Turbo- oder Bürstendüse mit angetriebener Walze, die die Haare aus dem Flor kämmt. Achte zusätzlich auf ein großzügiges Staubvolumen, denn Haare füllen einen Beutel schneller als Staub. Praktisch ist außerdem eine Walze, die sich zum Entfernen aufgewickelter Haare öffnen lässt.

Worauf sollten Allergiker:innen beim Staubsauger achten?

Auf drei Dinge. Erstens einen HEPA-Filter mit ausgewiesener Klasse H13 oder H14, damit der aufgesaugte Feinstaub nicht hinten wieder herauskommt. Zweitens ein staubarmes Entleeren: ein Beutel, der sich verschlossen entnehmen lässt, oder ein beutelloser Behälter, der beim Ausleeren dicht bleibt. Drittens Regelmäßigkeit beim Filterwechsel, weil ein zugesetzter Filter seine Wirkung verliert. Sauge mit offenem Fenster, und wenn es sich einrichten lässt, überlass das Saugen jemand anderem. Für glatte Böden ist ein Dampfreiniger eine sinnvolle Ergänzung.

Wie lange hält ein Bodenstaubsauger?

Deutlich länger als die meisten anderen Haushaltsgeräte. Die EU schreibt für neue Modelle eine Motorlebensdauer von mindestens 500 Betriebsstunden vor. Wer einmal pro Woche eine Stunde saugt, liegt damit rechnerisch bei rund zehn Jahren, und gute Geräte halten länger. Der häufigste Grund für einen vorzeitigen Ausfall ist kein Motorschaden, sondern ein gerissener Schlauch oder ein gebrochener Rohranschluss. Achte deshalb auf Verarbeitung und darauf, ob es Ersatzteile gibt.

Darf ich Asche, Mehl oder feuchten Schmutz aufsaugen?

Nein, in allen drei Fällen nicht. Asche und Mehl sind so fein, dass sie durch den Filter bis in den Motor gelangen, und Kaminasche kann zusätzlich noch Glut enthalten. Feuchter Schmutz verklebt Filter und Beutel und führt im schlimmsten Fall zum Kurzschluss. Für Asche brauchst du einen Aschesauger mit Metallbehälter, für Nässe einen Nass-Trocken-Sauger. Scherben und große Splitter saugst du ebenfalls besser nicht: Sie schlitzen den Beutel auf dem Weg nach innen auf.

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